
Dobrindts Geheimdienst-Coup: Wenn der Staat sich selbst die Fesseln abnimmt
Es ist ein Satz, der aufhorchen lĂ€sst: AnschlagsplĂ€ne gegen die Bundesrepublik seien âklar erkennbarâ. Mit diesen Worten hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Sicherheitslage in Deutschland hochgestuft â von der bislang geltenden âabstraktenâ auf eine âhohe Bedrohungslageâ. GegenĂŒber der âWeltâ erklĂ€rte der Minister, man mĂŒsse hierzulande âjederzeit mit dem Risiko von AnschlĂ€genâ rechnen. Die Gefahr richte sich nicht nur gegen kritische Infrastruktur, sondern auch gegen Personen und Einrichtungen. Erst kĂŒrzlich habe man einen Sprengstoffanschlag vereitelt.
Selbstverschuldetes Chaos und die bequeme Ausrede
Man reibt sich die Augen. Denn wer hat denn all die Jahre ĂŒber die Probleme ins Land geholt, wĂ€hrend Kritiker als die eigentlichen Staatsfeinde behandelt wurden? Die Bedrohung durch linksextreme und auslĂ€ndische KrĂ€fte ist real â das bestreitet niemand. Der Brandanschlag auf die Bahnstrecke zwischen Köln und DĂŒsseldorf, der linksextreme Stromanschlag in Berlin mit rund 100.000 Betroffenen, die tagelang ohne Strom, Heizung und Licht ausharren mussten: All das sind keine Erfindungen, sondern bittere RealitĂ€t eines Staates, der seine eigenen Sicherheitsbehörden ĂŒber Jahre lieber gegen die politische Opposition als gegen tatsĂ€chliche Extremisten in Stellung gebracht hat.
HĂ€tte der Verfassungsschutz die Arbeit gemacht, fĂŒr die er einst gegrĂŒndet wurde â statt als Instrument gegen missliebige Meinungen zu dienen â, dann brĂ€uchte es diese ganze Debatte gar nicht.
Das Trennungsgebot â kein bĂŒrokratischer Zierrat
Doch was Dobrindt nun als Lösung prĂ€sentiert, ist gefĂ€hrlicher als das Problem selbst. Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst sollen kĂŒnftig in akuten Terrorlagen die Erlaubnis erhalten, direkt einzugreifen. Wenn die Polizei nicht rechtzeitig vor Ort sei, sollten die Geheimdienste Wohnungen betreten und durchsuchen dĂŒrfen. Verhaftungen blieben zwar Sache der Polizei, ein âunabhĂ€ngiger Kontrollratâ solle die neuen Befugnisse begleiten.
Nur: Das Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten steht nicht zufĂ€llig im Grundgesetz. Es ist die bittere Lehre aus einer deutschen Vergangenheit, in der Geheimdienste unkontrolliert schalten und walten konnten. Wer heute eine solche Befugnis schafft, weiĂ nicht, wer sie morgen in HĂ€nden hĂ€lt. Die entscheidende Frage lautet nicht: âVertraue ich diesem Minister?â Sondern: âVertraue ich diesem Amt â unter jeder kĂŒnftigen Mehrheit?â Bei Zwangsbefugnissen fĂŒr Geheimdienste sollte die Antwort schlicht Nein lauten.
Ein Kontrollrat, der nichts ungeschehen macht
Und dieser vielgepriesene Kontrollrat? Er prĂŒft erst im Nachhinein. Eine einmal betretene Wohnung lĂ€sst sich durch keine spĂ€tere Kontrolle wieder ungeschehen machen. Das ist die Krux der ganzen Reform: Sie behebt nicht das eigentliche Problem â ein Koordinationsproblem zwischen wissenden Diensten und zu langsamer Polizei. DafĂŒr gĂ€be es verhĂ€ltnismĂ€Ăige Antworten: schnellere Informationswege, gemeinsame Lagezentren, schlicht mehr EingreifkrĂ€fte auf der StraĂe.
Wenn die âgröĂte Gefahrâ angeblich von rechts kommt
Hier liegt der wunde Punkt, der viele BĂŒrger zurecht misstrauisch macht. Da nach Ansicht vieler Spitzenpolitiker die âgröĂte Bedrohungâ dieser Gesellschaft stets von rechts komme, muss man befĂŒrchten, dass neue Brachialbefugnisse eben nicht nur gegen linke oder auslĂ€ndische Terroristen zum Einsatz kommen â sondern vor allem gegen die freie MeinungsĂ€uĂerung unbequemer BĂŒrger. Diese Sorge teilt keineswegs nur unsere Redaktion, sondern ein wachsender Teil des deutschen Volkes, der das Vertrauen in einen Staat verloren hat, der seine PrioritĂ€ten lĂ€ngst aus den Augen verloren zu haben scheint.
Bemerkenswert am Rande: Die Hochstufung erfolgte nur Tage, nachdem US-AuĂenminister Marco Rubio bei einem Briefing zum Kampf gegen linksextremen Terrorismus explizit auf den Berliner Blackout verwiesen hatte. Selbst im Ausland wĂ€chst offenbar die Ungeduld mit einer deutschen Sicherheitspolitik, die im Kampf gegen wirkliche Bedrohungen eine geradezu erstaunliche Langsamkeit an den Tag legt â wĂ€hrend gegen Andersdenkende jede Ermittlung blitzschnell in Gang kommt.
Physische Edelmetalle als Fels in unsicheren Zeiten
In einer Zeit, in der BĂŒrger dem Staat immer weniger vertrauen, in der Blackouts ganze Stadtteile lahmlegen und die politische FĂŒhrung ihre eigene Ohnmacht mit immer schĂ€rferen Eingriffsrechten kaschiert, gewinnt eines an Bedeutung: die eigene Vorsorge. Physisches Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein bewĂ€hrter Anker â unabhĂ€ngig von digitalen Systemen, staatlichen Zugriffen und dem Vertrauen in Institutionen. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten Edelmetalle jene BestĂ€ndigkeit, die manch politisches Versprechen lĂ€ngst vermissen lĂ€sst.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschlieĂlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenstĂ€ndig zu informieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen selbst. FĂŒr konkrete rechtliche oder steuerliche Fragen konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Fachberater.

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