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25.04.2026
09:11 Uhr

Die Weimer-Connection: Wie Hessens CDU-Regierung 300.000 Euro Steuergeld verschleudern wollte

Die Weimer-Connection: Wie Hessens CDU-Regierung 300.000 Euro Steuergeld verschleudern wollte

Es ist eine jener Geschichten, die das Vertrauen der Bürger in den Politikbetrieb endgültig zertrümmern dürften. Die hessische Landesregierung unter Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) plante allen Ernstes, einen Finanzgipfel der Weimer Media Group mit sage und schreibe 300.000 Euro Steuergeld zu fördern – einer Firma, deren Gründer Wolfram Weimer mittlerweile als Kulturstaatsminister im Kabinett von Friedrich Merz residiert. Die Welt am Sonntag, der eine 271-seitige Akte aus der Staatskanzlei vorliegt, hat das ganze Ausmaß dieser fragwürdigen Verflechtung ans Licht gezerrt.

Förderzusage vor Prüfung der Rechtslage

Was sich beim Lesen der Aktenlage offenbart, ist ein Lehrstück über das Geschäftsgebaren bestimmter Politiker: In der Staatskanzlei plante man die sechsstellige Förderung für den „Frankfurt Finance & Future Summit" (FFF) im Oktober 2025, noch bevor überhaupt die rechtlichen Möglichkeiten geklärt waren. Erst die Pferde, dann der Stall – das offenbar bewährte Prinzip mancher Landesfürsten. In den Verhandlungen mit Hessen mischte ursprünglich auch Wolfram Weimer persönlich mit, jedenfalls bis zu seinem Wechsel in die Bundesregierung im Mai 2025.

Erst als die Staatskanzlei selbst feststellen musste, dass die Besetzung des Gipfels „nicht hochrangig und nicht international genug" sei, ruderte man zurück. Anfang Juni schrumpfte die geplante Unterstützung auf ein Zehntel – 30.000 Euro, ausgezahlt über die landeseigene Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Hessen Trade & Invest. Ein Schelm, wer dabei vermutet, dass der dramatische Rückzug weniger mit dem plötzlich entdeckten Qualitätsanspruch als mit den erheblichen rechtlichen Hürden für die ursprüngliche Größenordnung zu tun hatte.

„Tischpartnerschaft Gold" – wenn Steuergeld in feudale Pakete fließt

Besonders pikant: Bereits 2022 schloss die hessische Staatskanzlei für die Teilnahme an einem Weimer-Event eine sogenannte „Tischpartnerschaft Gold" ab. Welche Summe dafür floss und welche Gegenleistungen die Weimer Media Group erbrachte, bleibt im Dunkeln. Zum Vergleich: Beim Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee kostet das „Mont Blanc Paket" satte 80.000 Euro. Diese Pakete waren bereits im November 2024 in die Schlagzeilen geraten, weil sie potenziellen Sponsoren ganz ungeniert „Einfluss auf politische Entscheidungsträger" versprachen. Klingt nach Demokratie? Klingt eher nach einem Verkaufsmodell, das man früher unter weniger schmeichelhaften Begriffen subsumiert hätte.

Rhein als Stammgast und „Schirmherr"

Die Verbindungen zwischen Rhein und der Weimer Media Group reichen tief. Immer wieder tritt der Ministerpräsident bei Veranstaltungen des Unternehmens auf – beim staatlich geförderten FFF agierte er nicht nur als Schirmherr, sondern hielt auch eine sogenannte „Keynote"-Ansprache. Als Rhein 2022 sein Amt antrat, gratulierte ihm laut Welt am Sonntag ein Vertreter des Hauses Weimer per Mail und bot sich gleich für „strategische Fragestellungen zur Außen-, Energie- und Sicherheitspolitik" an. Ob das Beratungsangebot angenommen wurde, ist nicht überliefert. Die Frage, warum ausgerechnet ein Medienunternehmer den hessischen Ministerpräsidenten in derart hochpolitischen Materien beraten sollte, bleibt indes hängen wie ein schaler Cocktail nach einer durchzechten Galanacht.

Bayern hat reagiert – und Hessen?

Die Brisanz der Enthüllungen ist nicht zu unterschätzen. Bayern unterstützte den Ludwig-Erhard-Gipfel ebenfalls mit Staatsgeld – doch Ministerpräsident Markus Söder ließ die Förderung infolge der Weimer-Affäre aussetzen. In Hessen scheint man hingegen weiter zu hoffen, dass die Sache vergessen wird. Im Kern stehen Vorwürfe im Raum, die jeden Steuerzahler hellhörig machen müssten: Verdient ein Bundesminister womöglich an seinen eigenen Ministerkollegen mit? Bei den Kooperationspaketen der Weimer Media Group bis zu 80.000 Euro war ausdrücklich von „Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger" die Rede. Auf einer „Executive Night" sollten zahlungsbereite Sponsoren Weimers Ministerkollegen persönlich kennenlernen dürfen – vollmundig beworben von den Veranstaltern selbst.

Vorübergehende Treuhandlösung – ein durchsichtiges Manöver

Als Reaktion auf die Recherchen übertrug Weimer seine 50 Prozent am Familienunternehmen vorübergehend an einen Treuhänder. Doch bei diesem Treuhänder handelt es sich ausgerechnet um Peter Michael Kersting, langjährigen „General Manager" des Unternehmens und engsten Vertrauten Weimers. Wenn das die Definition einer unabhängigen Treuhandlösung sein soll, dann wäre auch der Wolf ein zuverlässiger Schäferhund.

Eine Republik, die ihre Bürger nicht mehr ernst nimmt

Während in Deutschland die Infrastruktur zerfällt, Schulen verkommen, Bürger unter explodierenden Energiepreisen ächzen und der Mittelstand unter einer erdrückenden Steuer- und Abgabenlast zusammenbricht, finden sich in den Staatskanzleien dieses Landes offenbar mühelos sechsstellige Beträge für Galaveranstaltungen einer politisch gut vernetzten Medienfamilie. Die Große Koalition unter Friedrich Merz, angetreten mit dem Versprechen von Solidität und Vernunft, präsentiert in solchen Episoden ein erschütterndes Sittenbild des deutschen Politikbetriebs. Ein 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur, neue Schulden trotz gegenteiliger Wahlversprechen – und nebenbei die altbekannte Kungelei zwischen Politik und ausgewählten Wirtschaftsakteuren. Wer jetzt noch glaubt, dass die Belange des deutschen Steuerzahlers im Zentrum politischen Handelns stehen, der glaubt vermutlich auch, dass die Energiewende sich selbst finanziert.

Warum physisches Edelmetall in solchen Zeiten Sinn ergibt

Geschichten wie diese sind mehr als bloße politische Skandalmeldungen. Sie zeigen, wie sorglos in diesem Land mit dem Geld der Bürger umgegangen wird. Wer sein hart erarbeitetes Vermögen nicht der Willkür einer Politikerklasse überlassen möchte, die offenbar Steuergelder als Spielmasse für ihre Netzwerkpflege betrachtet, sollte über Sachwerte nachdenken. Physisches Gold und Silber haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – unabhängig davon, welche Skandale Regierungen heimsuchten oder welche Währung gerade in Schieflage geriet. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bieten Edelmetalle einen Schutzschild gegen die Auswüchse einer Politik, die das Vertrauen der Bürger längst verspielt hat.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die Inhalte spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die volle Verantwortung für seine Anlageentscheidungen. Für individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Finanzberater. Ebenso ersetzt dieser Artikel keine Rechts- oder Steuerberatung.

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