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Kettner Edelmetalle
18.06.2026
14:37 Uhr

Deutschlands industrielles Herz schlägt immer schwächer: Beschäftigung auf Zehn-Jahres-Tief

Deutschlands industrielles Herz schlägt immer schwächer: Beschäftigung auf Zehn-Jahres-Tief

Es ist ein Befund, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt – jedenfalls jedem, der das einstige Erfolgsmodell Deutschland noch im Gedächtnis hat. Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Verarbeitenden Gewerbe ist auf den tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt gefallen. Lediglich rund 6,6 Millionen Menschen arbeiteten im Jahr 2025 noch in jenem Sektor, der dieses Land einst zur Exportweltmeisterschaft trug. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung entstanden sein soll.

124.000 Stellen weniger – und keine Trendwende in Sicht

Allein gegenüber dem Vorjahr seien rund 124.000 Arbeitsplätze verschwunden. Das ist keine Statistik, das sind Schicksale. Familienväter, die plötzlich am Küchentisch sitzen und nicht wissen, wie sie die nächste Heizkostenrechnung stemmen sollen. Facharbeiter, deren jahrzehntelang erworbenes Können auf einmal nichts mehr wert sein soll. Und während die Bundespolitik sich in ideologischen Debatten über Gendersternchen und Tempolimits verliert, blutet das Rückgrat unserer Volkswirtschaft langsam, aber sicher aus.

Besonders bezeichnend: Viele Unternehmen zögerten laut der Studie angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten, frei werdende Stellen überhaupt noch neu zu besetzen. Wer kann es ihnen verdenken? Wer würde in einem Land investieren, in dem Energie zum Luxusgut geworden ist, in dem die Bürokratie wuchert wie Unkraut und in dem die politische Verlässlichkeit ungefähr so beständig ist wie der Berliner Wetterbericht?

Der schleichende Abstieg in Zahlen

Wie dramatisch der Niedergang ist, zeigt ein Blick auf den Anteil der Industrie am gesamten Arbeitsmarkt. Lag dieser im Jahr 2014 noch komfortabel bei 22 Prozent, sind es heute nur noch magere 19 Prozent. Drei Prozentpunkte, die sich anhören wie eine Lappalie, in Wahrheit aber den Verlust eines ganzen industriellen Fundaments bedeuten.

Wer die Industrie verliert, verliert den Wohlstand. Und wer den Wohlstand verliert, verliert am Ende alles.

Und als wäre das nicht genug, schrumpft laut der Studie auch der einstige Lohnvorsprung der Industrie gegenüber anderen Branchen. Jener Vorsprung, der die Arbeit am Hallenkran, an der Drehbank und in der Montagehalle einst so attraktiv machte, schmilzt dahin wie Schnee in der Frühlingssonne. Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis: Industriearbeit lohnt sich in Deutschland immer weniger.

Hausgemacht – und das ist das eigentliche Drama

Man könnte sich nun bequem zurücklehnen und auf weltweite Krisen, auf Lieferketten und auf das böse Ausland verweisen. Doch das wäre zu einfach. Die Wahrheit ist unbequemer: Dieser Niedergang ist hausgemacht. Eine Energiepolitik, die zuverlässige Kraftwerke abschaltet und auf Wind und Sonne setzt, hat die Strompreise in schwindelerregende Höhen getrieben. Eine Steuer- und Abgabenlast, die international ihresgleichen sucht, erstickt jede unternehmerische Initiative im Keim. Und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz? Sie verspricht Besserung, doch mit einem 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket und der im Grundgesetz verankerten Klimaneutralität bis 2045 schafft sie vor allem eines: weitere Lasten für kommende Generationen.

Es ist die Meinung unserer Redaktion – und wie wir glauben, auch die eines Großteils der deutschen Bürger –, dass wir endlich wieder eine Politik brauchen, die für den Standort Deutschland arbeitet und nicht gegen ihn. Wer die fleißigen Hände in den Werkshallen im Stich lässt, der sägt am Ast, auf dem unser aller Wohlstand sitzt.

Was bedeutet das für den vorausschauenden Bürger?

Wenn die Säulen der Realwirtschaft ins Wanken geraten, wenn Arbeitsplätze schwinden und politische Schuldenberge wachsen, dann stellt sich für jeden Sparer die Frage: Worauf kann ich mich noch verlassen? Während Papiervermögen, Aktiendepots und ähnliche Anlageformen in turbulenten Zeiten oft schwankungsanfällig sind, haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrtausende hinweg bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren. Sie sind kein Versprechen auf Papier, sondern greifbare Substanz – krisenfest, unabhängig von politischen Launen und staatlicher Geldpolitik. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen können sie ein solides Fundament der eigenen Vermögenssicherung bilden.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig ausreichend zu recherchieren und seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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