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Kettner Edelmetalle
20.05.2026
05:01 Uhr

Deutschlands Industrie am Abgrund: Trumpf-Chefin schlägt Alarm – „Corona war nichts dagegen“

Deutschlands Industrie am Abgrund: Trumpf-Chefin schlägt Alarm – „Corona war nichts dagegen“

Wenn eine der mächtigsten Unternehmerinnen Deutschlands derart deutliche Worte findet, sollte jeder Politiker in Berlin hellhörig werden. Doch die Realität sieht anders aus: Während die Industrie blutet, beschäftigt sich die Hauptstadt lieber mit Symbolpolitik und ideologischen Nebenschauplätzen. Nicola Leibinger-Kammüller, Chefin des Maschinenbauriesen Trumpf, hat nun bei einer Hausmesse mit rund 2.000 versammelten Unternehmern eine Brandrede gehalten, die das ganze Ausmaß der Misere offenlegt.

Eine Stimmung wie nie zuvor

„Ich habe noch nie so viele frustrierte Unternehmerinnen und Unternehmer auf einem Fleck gesehen“, brachte die Trumpf-Chefin ihre Beobachtung auf den Punkt. Und sie legte nach: „Da war Corona nichts dagegen.“ Ein Satz, der wie ein Donnerschlag durch die deutsche Wirtschaftslandschaft hallen sollte. Denn wenn ausgerechnet die Spitze eines international erfolgreichen Maschinenbauers – dessen Auftragseingang sich erholt und dessen Lasergeschäft für die Halbleiterindustrie floriert – derart pessimistische Töne anschlägt, dann steht es schlecht um den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Die toxische Mischung aus Berlin

Hohe Energiepreise, hartnäckige Inflation, eine kraftlose Konjunktur, ein wucherndes Bürokratiemonster, der erbarmungslose Exportdruck aus China und unkalkulierbare Beziehungen zu den USA unter Donald Trump – diese giftige Gemengelage erstickt den deutschen Mittelstand. Hinzu kommt etwas, das in keiner offiziellen Statistik auftaucht, aber alles überstrahlt: der dramatische Vertrauensverlust in die Regierung Merz. Investoren ziehen ihre Konsequenzen, und sie ziehen sie schnell.

Insolvenzwelle rollt unaufhaltsam

Die nüchternen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen eine unmissverständliche Sprache. Im Jahr 2024 wurden 21.812 Unternehmensinsolvenzen registriert – der höchste Wert seit 2015. Im August 2025 lag die Zahl sogar 12,2 Prozent über dem Vorjahresmonat. Besonders heftig trifft es Verkehr und Lagerei mit 10,1 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen, das Baugewerbe mit 8,9 Fällen und das Gastgewerbe mit 8,2 Fällen.

Und während früher zwei von drei insolventen Firmen noch einen Käufer oder eine Fortführungslösung fanden, gelingt das laut Falkensteg-Daten heute bei weniger als der Hälfte. Arbeitsplätze verschwinden, Lieferketten reißen, ganze Regionen verlieren ihre wirtschaftliche Substanz – und das oft für immer.

Gießkanne statt Strategie

Leibinger-Kammüller geht mit der politischen Klasse hart ins Gericht. Tankrabatt, Mietpreisbremse, Mütterrente – sie nennt es „Alles mit der Gießkanne“. Eine vernichtende Diagnose für eine Politik, die lieber Wahlgeschenke verteilt, statt die strukturellen Probleme anzugehen. Reformen bei Rente, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz wären dringend nötig. Ihr Appell zur KI fällt fast schon verzweifelt aus: „KI, KI, KI! Wenn wir das nicht kapieren, sind wir weg.“

Der Mittelstand in der Zwangsjacke

Während Großkonzerne ihre Produktion notfalls ins Ausland verlagern können, sitzen kleine und mittlere Familienbetriebe in der Falle. Sie tragen die ruinösen Energiepreise, die explodierenden Finanzierungskosten und die immer neuen Auflagen aus Berlin und Brüssel. Für Automatisierung und Digitalisierung fehlt schlicht das Kapital. Es ist eine bittere Ironie: Ausgerechnet jene Unternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden und über Jahrzehnte das Markenzeichen „Made in Germany“ zu Weltruhm geführt haben, werden von der Politik im Stich gelassen.

Die industrielle Substanz schmilzt

Was hier vor unseren Augen geschieht, ist nichts weniger als die Auflösung der industriellen Basis Deutschlands. Und das in einer Zeit, in der ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Zinslasten belasten wird – nachdem Friedrich Merz im Wahlkampf das genaue Gegenteil versprochen hatte. Die Klimaneutralität bis 2045 wurde im Grundgesetz verankert, doch wer soll diese Mammutaufgabe stemmen, wenn die Substanz wegbricht?

Was bleibt dem Bürger?

Wenn Unternehmer das Vertrauen verlieren, wenn Industriestandorte schließen, wenn die Insolvenzen Rekordwerte erreichen, dann stellt sich für jeden Sparer und jeden Anleger die existenzielle Frage nach der Sicherheit des eigenen Vermögens. In Zeiten, in denen das Papiergeldsystem unter dem Druck einer ausufernden Staatsverschuldung ächzt und in denen wirtschaftliche Gewissheiten zerbrechen, haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrtausende als verlässlicher Werterhalt bewährt. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio kann gerade in solchen Zeiten der politischen und wirtschaftlichen Verunsicherung die persönliche Vermögensbasis stabilisieren – unabhängig davon, was in Berlin als nächste politische Sackgasse beschlossen wird.

Haftungsausschluss

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung der Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung sollte auf einer eigenständigen Recherche basieren und gegebenenfalls mit einem qualifizierten Berater abgestimmt werden. Für Investitionsentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Eine Haftung für eventuelle Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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