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19.03.2026
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Deutschlands Gastronomie im freien Fall: Über 11.000 Pleiten in sechs Jahren

Deutschlands Gastronomie im freien Fall: Über 11.000 Pleiten in sechs Jahren

Was einst als vorübergehende Krise abgetan wurde, hat sich längst zu einem strukturellen Desaster ausgewachsen. Die deutsche Gastronomie erlebt ein Massensterben, wie es das Land seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen hat. Mehr als 2.900 Betriebe mussten allein im Jahr 2025 Insolvenz anmelden – der höchste Stand seit 2011 und ein Anstieg von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform lesen sich wie ein Trauerspiel der deutschen Wirtschaftspolitik.

Eine Branche am Abgrund

Zwischen 2020 und 2025 wurden insgesamt über 11.200 Insolvenzen in der Gastronomie registriert. Doch die nackte Zahl der Pleiten erzählt nur die halbe Geschichte. Fast 69.000 Unternehmen – Gaststätten, Restaurants, Cafés, Bars – stellten in diesem Zeitraum ihren Betrieb ein. Einfach so. Licht aus, Tür zu, Existenz vernichtet. Hinter jeder einzelnen dieser Zahlen stehen Menschen, die einmal den Traum hatten, mit guter Küche und Gastfreundschaft ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dieser Traum ist für Zehntausende geplatzt.

Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, bringt es auf den Punkt: Pandemie, Energiekrise und Inflation hätten die Branche in einer beispiellosen Abfolge von Krisen getroffen. Viele Betriebe hätten diese Schlagkombination schlicht nicht überlebt. Während der Pandemie hätten Staatshilfen das Schlimmste zunächst verhindert – doch aufgeschoben sei eben nicht aufgehoben gewesen.

Der Bürger spart – und die Wirte bluten

Die Deutschen gehen seltener essen. Wer es doch tut, bestellt weniger. Kein Aperitif mehr, kein Dessert, kein zweites Glas Wein. Was für den einzelnen Gast nach einer vernünftigen Sparmaßnahme klingt, schlägt in der Summe verheerend auf die Umsätze der Gastronomen durch. Eine YouGov-Umfrage vom Februar 2026 bestätigt diesen Trend eindrucksvoll: 42 Prozent der Befragten gaben an, bei Freizeitaktivitäten wie Kino, Theater, Konzerten und eben Restaurantbesuchen am stärksten zu sparen.

Kann man es den Menschen verdenken? Wohl kaum. Wenn die Reallöhne stagnieren, die Energiekosten explodieren und die Inflation den Alltag verteuert, dann ist der Restaurantbesuch der erste Posten, der gestrichen wird. Die Menschen bestellen häufiger Essen nach Hause – billiger, bequemer, ohne Trinkgeld. Für die klassische Gastronomie ist das ein Todesstoß in Zeitlupe.

Explodierende Kosten fressen die Margen auf

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) zeichnet ein düsteres Bild: Bereits das sechste Jahr in Folge verzeichnete die Branche 2025 preisbereinigt Umsatzverluste. Die Kosten für Waren, Personal und Energie seien seit 2022 teilweise um bis zu 40 Prozent gestiegen. Vierzig Prozent! Welcher Betrieb soll das auffangen, wenn gleichzeitig die Gäste ausbleiben?

Die zum Jahresbeginn 2026 eingeführte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent – eine Maßnahme, die eigentlich Entlastung bringen sollte – verpufft weitgehend wirkungslos. Eine Analyse des Datenspezialisten Meoton, der über 200.000 Preise von mehr als 30.000 Betrieben auswertete, zeigt: Die Preise sanken nur minimal. Der Preisindex für Speisen lag Mitte Februar bei 99,6 – verglichen mit 100 im Dezember. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Viele Gastronomen hatten bereits offen eingeräumt, die Steuersenkung nicht an die Kunden weiterzugeben, sondern damit die gestiegenen Kosten abzufedern. Man kann es ihnen nicht verübeln.

Das stille Sterben auf dem Land

Besonders dramatisch dürfte sich die Lage in kleinen Städten und Dörfern entwickeln. Dort, wo das Gasthaus seit Generationen der soziale Mittelpunkt war, wo man sich nach dem Gottesdienst zum Mittagessen traf und wo der Stammtisch mehr als nur ein Möbelstück war – dort wird die Ausdünnung am schmerzlichsten spürbar. Wenn das letzte Wirtshaus im Ort schließt, stirbt ein Stück Gemeinschaft. Ein Stück Heimat. Ein Stück Deutschland.

Die Zahlen sprechen eine erschreckende Sprache: Bei knapp 40 Prozent der noch existierenden Gastronomiebetriebe liegt die Eigenkapitalquote unter 10 Prozent. Knapp ein Drittel schreibt Verluste. Das sind keine Unternehmen, die auf solidem Fundament stehen – das sind Betriebe, die auf dünnem Eis balancieren und beim nächsten Windstoß einbrechen könnten.

Politisches Versagen mit Ansage

Man muss die Frage stellen dürfen: Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in einer jahrelangen politischen Fehlsteuerung, die ihresgleichen sucht. Die Energiepolitik der vergangenen Regierungen – allen voran der Ampelkoalition – hat die Energiekosten in astronomische Höhen getrieben. Die Bürokratielast für kleine und mittelständische Betriebe wurde nicht etwa reduziert, sondern stetig erhöht. Und das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Großen Koalition wird die Inflation weiter anheizen, was den Druck auf die ohnehin gebeutelten Gastronomen noch verstärken dürfte.

Creditreform-Experte Hantzsch prognostiziert für 2026 eine weitere Zunahme der Insolvenzen. Besonders inhabergeführte Betriebe stünden vor dem Aus. Jene Betriebe also, die das Rückgrat der deutschen Gastronomiekultur bilden – keine Ketten, keine Franchise-Konzepte, sondern echte Familienbetriebe mit Herzblut und Tradition.

Während die Politik sich mit Gendersternchen, Klimaneutralitätszielen und immer neuen Regulierungen beschäftigt, geht das wirtschaftliche Fundament dieses Landes in die Brüche. Die Gastronomie ist dabei nur ein besonders sichtbares Symptom einer viel tieferen Krankheit: einer Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand systematisch erdrosselt, statt ihn zu stärken.

Ein Blick nach vorn – ohne Illusionen

Wer glaubt, die Talsohle sei erreicht, dürfte sich täuschen. Die strukturellen Probleme – explodierende Kosten, sinkende Kaufkraft, zunehmende Bürokratie – werden sich nicht über Nacht lösen. Deutschland braucht eine grundlegende wirtschaftspolitische Kurskorrektur, die den Mittelstand entlastet, Bürokratie abbaut und Energiekosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau senkt. Ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz dazu in der Lage ist, bleibt abzuwarten. Die bisherigen Signale stimmen nicht gerade optimistisch.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und schwindender Kaufkraft zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine solide Vermögenssicherung ist. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Inflation und wirtschaftliche Verwerfungen das Ersparte bedrohen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des eigenen Vermögens leisten.

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