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Kettner Edelmetalle
02.02.2026
06:44 Uhr

Deutschlands Gasspeicher im freien Fall: Droht der Energiekollaps?

Die deutschen Gasspeicher leeren sich in besorgniserregendem Tempo. Was die Bundesregierung als "stabile Versorgungslage" verkauft, könnte sich schon bald als fatale Fehleinschätzung erweisen. Während das Bundeswirtschaftsministerium beschwichtigt, bereitet sich die Bundesnetzagentur bereits auf die Mangellage vor – und schiebt vorsorglich die Verantwortung von sich.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Die Füllstände der deutschen Gasspeicher befinden sich auf einer regelrechten Talfahrt. Die kritische Marke von 30 Prozent dürfte zum 1. Februar gerade noch gehalten werden. Europaweit sieht es mit etwa 40 Prozent Füllung kaum besser aus. Bei moderatem Frost von drei Grad Minus sinkt der Speicherinhalt täglich um etwa ein Prozent. Die Meteorologen prognostizieren für die erste Februarhälfte weiterhin niedrige Temperaturen – der Winter ist noch lange nicht vorbei.

Bereits zum 1. November lagen die Speicherstände mit 75 Prozent deutlich niedriger als in den Vorjahren. Der Grund ist so simpel wie bezeichnend für die verfehlte Energiepolitik: Da die Speicher marktwirtschaftlich betrieben werden und die Preise über den Sommer kaum sanken, wurde schlicht weniger eingespeichert. Eine staatliche Gasreserve analog zur Ölreserve? Fehlanzeige.

Das Ministerium gibt sich erstaunlich locker

Das Bundeswirtschaftsministerium verbreitet derweil demonstrative Gelassenheit. Die Gasversorgung gelte als stabil, heißt es. Branchenvertreter formulieren es präziser: Die Versorgungssicherheit sei "aktuell gewährleistet, aber nicht garantiert". Über diese semantische Spitzfindigkeit ließe sich trefflich philosophieren – besonders wenn man im Februar bei Minusgraden in einer ungeheizten Wohnung sitzt.

Man könne flexibel Flüssiggas hinzukaufen, es gäbe sogar freie Slots an den LNG-Terminals, beschwichtigt das Ministerium. Die nüchternen Zahlen erzählen eine andere Geschichte: Am 21. Januar wurden lediglich 396 Gigawattstunden LNG importiert – gerade einmal 13 Prozent des Gesamtimports. Auf Presseanfragen nach der Auslastung der Terminals und möglichen Kapazitätserweiterungen reagierte das Ministerium bezeichnenderweise nicht.

Die LNG-Versorgung wackelt

Aktuell verschlechtern sich die Lieferbedingungen für Flüssiggas dramatisch. Stolze 92 Prozent des LNG kommen aus den USA, wo Schneestürme den Eigenbedarf erhöhen und die Verladekapazitäten behindern. Die Regasifizierung in Deutschland wird durch Seewassertemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt erschwert – die Wärme des Meerwassers wird benötigt, um das flüssige Gas wieder zu verdampfen. Teilweise muss mit Erdgas zugeheizt werden, um den Entladevorgang zu beschleunigen. Eine absurde Situation, die das ganze Dilemma der deutschen Energiepolitik offenbart.

Der Notfallplan rückt näher

Bei Unterschreiten der 20-Prozent-Grenze – ein Szenario, das als nahezu sicher gilt – treten Maßnahmen nach dem Notfallplan Gas in Kraft. Die Bundesnetzagentur übernimmt dann die Rolle des sogenannten Bundeslastverteilers und muss den Verbrauch einschränken. Geschützte Verbraucher wie Haushalte, Krankenhäuser und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen bleiben verschont. Die Industrie hingegen wird zur Ader gelassen.

Die wirtschaftlichen Folgen wären verheerend. Produktionseinschränkungen würden Milliardenschäden verursachen. Auch der Zugriff auf private Speicher von Großunternehmen wie der BASF ist möglich – mit entsprechenden Entschädigungsforderungen. Je nach Temperaturverlauf könnte die kritische Grenze erst im Frühsommer wieder überschritten werden.

Das Totalversagen der Energiewende

Die sogenannten "Erneuerbaren" erweisen sich im Winter als völlig unzuverlässig. Deutschland liegt auf dem Breitengrad des südlichen Kanada – kein Sonnenstaat, wie die Energiewender offenbar glauben. Die Photovoltaik-Anlagen, die im Sommer die Netze aufblähen, sind in der kalten Jahreszeit praktisch nutzlos. Der Windstrom fällt erratisch an und sinkt durch das "terrestrial stilling" seit Jahren ab. 2025 war das schwächste Windjahr seit 80 Jahren – trotz Zubau mehrerer Gigawatt installierter Leistung.

Vor zehn Jahren lieferten die Kernkraftwerke noch durchgängig etwa 5.400 Megawatt. Diese Kapazität haben wir heute nicht mehr, ebenso wenig wie ausreichend Kohle-Kapazität. Damals exportierten wir Strom, heute importieren wir. Der Gasverbrauch für die Verstromung ist massiv gestiegen: von 2.800 bis 7.700 Megawatt in der vierten Kalenderwoche 2016 auf heute 9.200 bis 13.700 Megawatt.

Die Preisspirale dreht sich

Die Preisentwicklung beim Erdgas im Großhandel ist dramatisch: Vom 5. bis zum 23. Januar stieg der Preis um 46 Prozent. Momentan wirkt sich dies bei den Endverbrauchern noch nicht aus – absehbar wird der höhere Preis jedoch durchgereicht. Die Heizkostenabrechnungen für 2025 und vermutlich auch für 2026 werden bei vielen Bürgern Entsetzen auslösen.

Deutschland auf dem Weg zum Schwellenland

Atomausstieg, Kohleausstieg und Gasmangel ergeben eine toxische Mischung. Das Totalversagen der "Erneuerbaren" hinsichtlich der Versorgungssicherheit lässt Deutschland abstürzen – vom hochentwickelten Industrieland und ehemaligen Exportweltmeister zu einem Schwellenland, das die Grenze nach unten zu überschreiten droht.

Die Industrie ist bereits in "Vorleistung" gegangen: Betriebe der Glasindustrie wurden geschlossen, die erdgasbasierte Ammoniakproduktion sank durch fehlende Wirtschaftlichkeit, energieintensive Branchen wie die Stahlproduktion schrumpfen. Wenige werden durch diese Politik reich, große Teile der Bevölkerung arm.

Der Kanzler hatte einen Politikwechsel versprochen. Der ist nicht zu sehen. Was wir erleben, ist eine von der Union exekutierte rotgrüne Energiepolitik. Die Frage drängt sich auf: Werden wir ein Gasgate erleben, das zum Energiegate und vielleicht zum Regierungsgate eskaliert? Frau Holle und dem Wettergott wird es egal sein – wir können ihnen nichts tun, wir können Wetter und Klima nicht ändern. Aber wir könnten endlich eine vernünftige Energiepolitik betreiben.

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