
Deutschlands Brauereien vor dem Kollaps: Wenn Energiewende und Bürokratie zum Sargnagel werden
Die deutsche Brauwirtschaft steht am Abgrund. Was sich derzeit in den Brauhäusern der Republik abspielt, gleicht einem wirtschaftlichen Massaker. Jahrhundertealte Familienbetriebe müssen ihre Pforten schließen, während die Politik mit Maßkrügen posiert und hohle Phrasen drischt. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 93 Brauereien mussten in den vergangenen fünf Jahren aufgeben, allein 52 im Jahr 2024. Der Bierabsatz brach im ersten Halbjahr 2025 um erschreckende 6,3 Prozent ein – das entspricht drei Millionen Dosen weniger pro Tag.
Die wahren Kostentreiber: Habecks Energiewende als Todesstoß
Was die Branche in die Knie zwingt, ist nicht primär der sinkende Bierkonsum. Es ist die desaströse Energiepolitik, die deutsche Betriebe systematisch an die Wand fährt. Eine mittelgroße Brauerei mit einer Jahresproduktion von 100 Millionen Litern benötigt etwa 10 Millionen Kilowattstunden Energie. Die Kosten dafür? Zwischen fünf und acht Millionen Euro jährlich. Vor der grünen Energiewende waren es noch überschaubare Beträge.
Besonders perfide: Brauereien haben nach der Chemiebranche den zweithöchsten Gasbedarf in Deutschland. Robert Habecks Abschaltung der Atomkraftwerke bescherte uns einen der teuersten Strompreise Europas. Für energieintensive Betriebe, die auf Kühlung, Erhitzung und Transport angewiesen sind, bedeutet das den wirtschaftlichen Genickbruch. Die Energiekosten pro Kasten Bier explodierten von 40 Cent auf bis zu 1,20 Euro – bei Verkaufspreisen von teilweise nur 10 Euro im Supermarkt.
Traditionshäuser fallen wie Dominosteine
Die Liste der Opfer liest sich wie ein Nachruf auf deutsche Brautradition: Nach 471 Jahren schloss die Gesellschaftsbrauerei Viechtach in Niederbayern. Die traditionsreiche Königsbacher-Brauerei in Koblenz stellte ihren Betrieb ein. Die Memminger Brauerei folgte im Frühjahr 2024. Selbst die Schlössle-Brauerei in Neu-Ulm musste nach 334 Jahren kapitulieren.
"Die Brauereien werden wie Fliegen von der Wand fallen", warnt Oettinger-Chef Stefan Blaschak. "Bei den Kleinen sehen wir fast täglich Insolvenzen – es wird auch die Großen treffen."
Der Brauer-Bund: Zahnloser Tiger mit SPD-Botschafterin
Während die Branche blutet, leistet sich der Deutsche Brauer-Bund einen bemerkenswerten Fauxpas: Ausgerechnet SPD-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger wurde zur neuen "Botschafterin des Bieres" gekürt – während in ihrem Saarland reihenweise Brauereien dichtmachen. Die Ironie könnte kaum bitterer sein. Weder Union noch SPD haben je ernsthaft gegen die wahren Ursachen des Brauerei-Sterbens gekämpft: explodierende Energiepreise, überzogene Umweltauflagen und erstickende Bürokratie.
Der Brauer-Bund fordert das Übliche: weniger Steuern, weniger Bürokratie, "faire Energiepreise". Doch zur desaströsen Energiewende? Kein kritisches Wort. Zu den unbezahlbaren "alternativen Wärmekonzepten", die Brauereien aufgezwungen werden? Schweigen. Man applaudiert artig, während die eigene Branche vor die Hunde geht.
Die versteckten Kosten der grünen Ideologie
Die EEG-Regelungen verschärfen das Problem zusätzlich: Landwirtschaftliche Flächen werden lieber für Energiepflanzen genutzt als für Braugerste. Das treibt die Rohstoffpreise nach oben. Gleichzeitig fordert die Politik den klimaneutralen Umbau – für kleine und mittlere Betriebe ein finanzieller Todesstoß. Milliarden-Investitionen in neue Energie- und Wärmekonzepte wären nötig, die sich kein Familienbetrieb leisten kann.
Die Produktionskosten stiegen seit 2020 um bis zu sechs Prozent jährlich. Rohstoffe, Personal, Logistik – alles wird teurer, während die Verkaufspreise kaum angehoben werden können. Der Energiekostenanteil an der Produktion stieg von sechs bis acht Prozent auf bis zu 20 Prozent. Bei Cent-Margen entscheidet das über Leben und Tod eines Betriebs.
Kulturelles Erbe auf dem Altar der Klimareligion
Mit jeder Brauerei stirbt ein Stück deutscher Identität. Diese Betriebe prägen seit Jahrhunderten Feste, Gastronomie und Vereinsleben. Sie sind mehr als nur Wirtschaftsunternehmen – sie sind kulturelle Institutionen, die nun der grünen Energiewende und der Berliner Bürokratie geopfert werden.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz verspricht zwar keine neuen Schulden, plant aber gleichzeitig ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur. Die Klimaneutralität bis 2045 wurde sogar im Grundgesetz verankert. Das wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten – während gleichzeitig der Mittelstand, das Rückgrat unserer Wirtschaft, systematisch zerstört wird.
Das deutsche Brauereisterben ist kein Naturereignis, sondern das direkte Resultat einer verfehlten Politik, die Ideologie über wirtschaftliche Vernunft stellt. Während Politiker mit Maßkrügen für Fotoshootings posieren, stirbt ein Stück deutscher Tradition nach dem anderen. Die Frage ist nicht mehr, ob weitere Brauereien schließen werden, sondern nur noch wie viele – und wie schnell.
- Themen:
- #Energie
- #Insolvenzen
- #SPD

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik