
Deutschlands Bevölkerung schrumpft: Geburtendefizit erreicht dramatische Ausmaße
Eine Nachricht, die aufhorchen lässt und doch kaum jemanden überraschen dürfte: Erstmals seit dem Corona-Jahr 2020 ist die Bevölkerungszahl in Deutschland wieder gesunken. Rund 83,5 Millionen Menschen lebten Ende 2025 in der Bundesrepublik – etwa 100.000 weniger als noch ein Jahr zuvor. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden präsentierte diese ernüchternden Zahlen am Donnerstag, und sie zeichnen ein Bild, das nachdenklich stimmen sollte.
Das Sterben überwiegt das Leben
Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Zwischen 640.000 und 660.000 Kinder erblickten im vergangenen Jahr das Licht der Welt. Dem gegenüber stehen gut eine Million Sterbefälle. Ein Geburtendefizit von 340.000 bis 360.000 Menschen – eine Zahl, die selbst hartgesottene Demografen erschaudern lässt. Zum Vergleich: In den 2010er-Jahren lag dieses Defizit noch bei durchschnittlich 171.423 Personen. Die Entwicklung hat sich also mehr als verdoppelt.
Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 ist es ein trauriges Kontinuum: Jahr für Jahr sterben mehr Menschen, als geboren werden. Doch die Dimension, die dieses Phänomen mittlerweile angenommen hat, ist beispiellos. Deutschland altert nicht nur – es schrumpft.
Zuwanderung kann Lücke nicht mehr schließen
Besonders bemerkenswert ist, dass selbst die Nettozuwanderung das demografische Loch nicht mehr zu stopfen vermag. Mit geschätzten 220.000 bis 260.000 Personen lag sie um mindestens 40 Prozent unter dem Vorjahreswert von 430.183 Menschen. Jahrelang wurde uns erzählt, Migration sei die Lösung für unsere demografischen Probleme. Nun zeigt sich: Selbst bei anhaltender Zuwanderung reicht es nicht mehr aus.
Man fragt sich unweigerlich: Wo sind die politischen Konzepte, die junge Familien ermutigen, Kinder zu bekommen? Wo bleibt die Unterstützung für diejenigen, die sich bewusst für ein Leben mit Nachwuchs entscheiden? Stattdessen werden Milliarden in ideologische Projekte gepumpt, während die Grundfesten unserer Gesellschaft – die Familie – vernachlässigt werden.
Ein Blick in die jüngere Vergangenheit
Die letzte Phase kontinuierlicher Bevölkerungsrückgänge erlebte Deutschland zwischen 2003 und 2010. Danach sorgten vor allem die großen Migrationswellen für steigende Einwohnerzahlen. Doch diese Entwicklung scheint nun an ihre Grenzen zu stoßen. Die sogenannte "Willkommenskultur" zeigt Ermüdungserscheinungen, und die Zuwanderungszahlen sinken spürbar.
Was bedeutet das für Deutschlands Zukunft?
Die demografische Entwicklung ist keine abstrakte Statistik – sie hat handfeste Konsequenzen. Weniger Menschen bedeuten weniger Arbeitskräfte, weniger Steuerzahler, weniger Beitragszahler in die Sozialsysteme. Die Renten- und Pflegeversicherung stehen vor gewaltigen Herausforderungen, die mit jedem Jahr drängender werden.
Es wäre an der Zeit, dass die Politik endlich traditionelle Werte wie Familie und Kinderreichtum wieder in den Mittelpunkt stellt. Denn eines ist gewiss: Ohne eine Trendwende bei den Geburten wird Deutschland langfristig vor existenziellen Problemen stehen. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind mehr als nur eine Momentaufnahme – sie sind ein Weckruf, den niemand überhören sollte.

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