
„Deutschland verrecke“: Wenn die Linke nicht einmal das eigene Land beim Fußball ertragen kann

Es gibt Momente, in denen offenbart sich der wahre Charakter einer Partei beinahe von selbst. Beim Bundesparteitag der Linken in Potsdam war ein solcher Moment gekommen – ausgerechnet beim Fußball, jenem volksverbindenden Sport, der eigentlich Menschen über alle Grenzen hinweg zusammenführen sollte. Doch wo andere jubeln, mitfiebern und sich freuen, herrschte bei den Genossen vor allem eines: ideologischer Argwohn gegenüber dem eigenen Land.
Public Viewing mit Warnschild
Die Partei hatte sich entschlossen, das WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste im Rahmen einer sogenannten Aftershow-Veranstaltung zu übertragen. Soweit, so harmlos – sollte man meinen. Doch begleitet wurde die Übertragung von einem eigens angefertigten Flyer, der den Delegierten unmissverständlich klarmachte, was hier nicht erwünscht sei. „Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“, hieß es darauf. Deutschlandfahnen, Nationaltrikots und alles, was auch nur entfernt nach Patriotismus aussehen könnte, wurden untersagt.
Man stelle sich das einmal bildlich vor: Eine Partei zeigt das Spiel der Nationalmannschaft – und verbietet im selben Atemzug jegliche nationale Symbolik. Eine Verkrampftheit, die fast schon eine eigene komödiantische Qualität besitzt, wäre sie nicht so entlarvend.
„Die Fifa ist ein Drecksverein, aber Fußball ist natürlich toll“
Parteichefin Ines Schwerdtner brachte das ganze Dilemma ihrer Partei mit einem bemerkenswerten Satz auf den Punkt. Den Fußball, so ließ sie verlauten, finde man ja schon irgendwie gut – nur eben nicht so, dass man sich dazu bekennen dürfe. Ein Parteisprecher rechtfertigte die Übertragung damit, dass es im Vorstand Stimmen gegeben habe, die das Spiel doch gerne sehen wollten.
Doch selbst dieser Minimalkonsens stieß auf erbitterten Widerstand. Ein Mitglied der Linksjugend reagierte auf eine Nachfrage mit den Worten „Deutschland verrecke!“ – ein Ausspruch, der nicht etwa von einem Außenstehenden, sondern aus den eigenen Reihen kam. Man muss sich vergegenwärtigen, was das bedeutet: Hier sitzen Menschen zusammen, die in einem Land leben, von dessen Steuergeldern, Sozialsystemen und Abgeordnetengehältern sie hervorragend leben – und wünschen diesem Land lautstark den Untergang.
„Es hat doch nichts mit Nationalismus oder Patriotismus zu tun, wenn man sich ein Fußballspiel anschaut.“ – Ein älterer Delegierter aus Nordrhein-Westfalen
Wenn der Fußballfan zum Verdächtigen wird
Besonders bezeichnend sind die Schilderungen jener Parteimitglieder, die das Spiel eigentlich gerne verfolgt hätten. Ein Teilnehmer gab freimütig zu, er hätte durchaus über deutsche Tore gejubelt – doch er traue sich nicht. Aus schlichter Angst vor den Reaktionen der eigenen Genossen wolle er die Partie lieber gar nicht erst anschauen. Ein anderer Delegierter kündigte gar an, „Gespräche zu führen“, sollte sich jemand mit einem Deutschland-Trikot blicken lassen. Man darf sich fragen, in welchem Geiste solche „Gespräche“ wohl geführt würden.
Statt schwarz-rot-goldener Farben sah man auf dem Parteitag denn auch lieber Ghana-Trikots oder Kleidungsstücke mit pro-palästinensischen Botschaften. Der Nationalstolz, den man Deutschland verbietet, scheint bei anderen Nationen plötzlich vollkommen unproblematisch. Diese Doppelmoral ist kein Zufall – sie ist Programm.
Eine Partei, die ihr eigenes Land verachtet
Was sich in Potsdam abspielte, ist mehr als eine Randnotiz. Es ist ein Lehrstück über das Selbstverständnis einer politischen Kraft, die sich seit Anfang 2025 vor allem durch einen massiven Zustrom junger Mitglieder verändert hat – Mitglieder, für die die demonstrative Distanz zum eigenen Land offenbar zum guten Ton gehört. Wer eine schlichte Deutschlandfahne beim Fußball schon für gefährlichen Nationalismus hält, hat ein zutiefst gestörtes Verhältnis zu seiner Heimat.
Patriotismus bedeutet nicht Überheblichkeit gegenüber anderen Völkern. Er bedeutet schlicht die gesunde Verbundenheit mit dem eigenen Land, mit der eigenen Geschichte, mit den Menschen, die hier leben und arbeiten. In nahezu jeder Nation dieser Welt ist es selbstverständlich, die eigene Mannschaft anzufeuern und dabei stolz die Landesfarben zu schwenken. Nur in Teilen des deutschen politischen Spektrums gilt dieses normale Verhalten als suspekt.
Und ausgerechnet mit dieser Partei sucht die CDU die Nähe
Bemerkenswert bleibt, dass eine solche Partei in Umfragen weiterhin zweistellige Werte erzielt – und in manchen politischen Erwägungen sogar als möglicher Partner gehandelt wird. Wer sich vor Augen führt, dass in den Reihen dieser Partei der Ruf „Deutschland verrecke“ ertönt, der sollte sich gut überlegen, wem er bei kommenden Wahlen sein Vertrauen schenkt. Die Verachtung für das eigene Land, die hier so unverhohlen zutage trat, ist kein Ausrutscher. Sie ist Ausdruck einer Geisteshaltung, die Deutschland mehr schaden als nützen will.
Während die einen also über jeden Treffer der deutschen Elf in Verlegenheit geraten, bleibt für den klar denkenden Bürger die Erkenntnis: Wer sein eigenes Land nicht einmal beim Fußball ertragen kann, dem sollte man keinesfalls dessen Zukunft anvertrauen.

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