Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
05.06.2026
05:17 Uhr

Deutschland lebt von der Substanz: Die DIHK-Umfrage entlarvt den schleichenden Niedergang des Wirtschaftsstandorts

Deutschland lebt von der Substanz: Die DIHK-Umfrage entlarvt den schleichenden Niedergang des Wirtschaftsstandorts

Es ist ein Befund, der jeden aufrütteln sollte, dem die Zukunft dieses Landes am Herzen liegt. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hat ihre jüngste Konjunkturumfrage vorgelegt – und das Ergebnis liest sich wie der Befundbericht eines Patienten, dem die Kraft ausgeht. Rund 23.000 Betriebe wurden befragt. Das Resultat? Eine Wirtschaft, die nicht mehr investiert, Stellen abbaut und jede Hoffnung auf rasche Besserung längst begraben hat.

Eine Doppelkrise – doch die eigentliche Krise ist hausgemacht

Von einer „Doppelkrise“ sprach DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov bei der Präsentation der Zahlen. Zu den geopolitischen Verwerfungen rund um den eskalierenden Nahostkonflikt gesellten sich die hausgemachten Strukturprobleme. Und genau hier liegt der Kern des Übels. Denn während sich die Politik gerne hinter äußeren Schocks versteckt, offenbart die Umfrage schonungslos, was wirklich an der Substanz dieses Landes nagt.

„Wir leben in Deutschland von der Substanz“ – mit diesen Worten brachte Melnikov die bittere Realität auf den Punkt.

Drei Jahre Rezession und Stagnation haben tiefe Spuren hinterlassen. Viele Unternehmen, so der Befund, seien an ihrer Belastungsgrenze angekommen. Anders als in früheren Krisen verfügten die Betriebe kaum noch über Reserven, um den Belastungen etwas entgegenzusetzen. Wer jahrelang an der Substanz zehrt, der hat irgendwann nichts mehr, von dem er zehren könnte.

Die Wachstumsprognose: Von Wunschdenken auf Realität gestutzt

Wie steht es um die Erwartungen? Die DIHK musste ihre Prognose für 2026 drastisch nach unten korrigieren – von einem ohnehin schon mageren Prozent Wachstum auf gerade noch 0,3 Prozent. Eine Zahl, die in der statistischen Schwankungsbreite verschwindet und faktisch Stillstand bedeutet. Der Stimmungsindex stürzte von 95,9 auf 88,1 Punkte ab. Der zaghafte Aufwärtstrend seit Herbst 2024 – beendet.

Besonders alarmierend: Erstmals seit der Corona-Zeit überwiegt wieder der Anteil der Unternehmen, die ihre Lage als schlecht bezeichnen. Im Handel sind es sogar 35 Prozent. Ein Drittel aller Betriebe rechnet mit schlechteren Geschäften in den kommenden zwölf Monaten. Optimismus? Fehlanzeige.

Investitionen im freien Fall

Die vielleicht beunruhigendste Zahl betrifft die Investitionsbereitschaft. 34 Prozent der Unternehmen wollen ihre Budgets kürzen, nur 23 Prozent planen Erweiterungen. Der Saldo rutscht auf minus elf Punkte – Krisenniveau. Wer überhaupt noch investiert, der tut dies vornehmlich, um verschlissene Maschinen zu ersetzen. Der Ersatzbedarf erreicht mit 67 Prozent einen Höchststand.

Investitionen in echte Kapazitätserweiterungen? Nur noch 19 Prozent. Ein Wert, wie man ihn zuletzt während der Finanzkrise 2008/2009 gemessen hat. Mit anderen Worten: Deutschland baut nicht mehr auf, es verwaltet bestenfalls den Bestand. Die private Investitionslücke gegenüber 2019 beträgt noch immer satte elf Prozent. Von einem schnellen Schließen dieser Lücke kann keine Rede sein.

Energiepreise als Sargnagel der Industrie

Und damit kommen wir zum eigentlichen Skandal. Stolze 70 Prozent der Unternehmen nennen mittlerweile die Energie- und Rohstoffpreise als größtes Risiko – ein dramatischer Sprung von 48 Prozent zu Jahresbeginn. In der Industrie sind es 81 Prozent, bei energieintensiven Betrieben gar 90 Prozent.

„Die zuletzt massiv gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sind für viele Betriebe der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“, so Melnikov.

Man darf an dieser Stelle die berechtigte Frage stellen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Jahre einer ideologisch getriebenen Energiepolitik, der überstürzte Abschied von verlässlichen Energieträgern, die Verklärung der Versorgungssicherheit zugunsten grüner Wunschvorstellungen – all das rächt sich nun. Wer ein Industrieland in einen Selbstversuch verwandelt, der darf sich nicht wundern, wenn die Industrie die Koffer packt. Die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 wird diesen Kostendruck nicht mildern, sondern weiter befeuern.

Bürokratie – der heimliche Standortkiller

Eine Auswertung von rund 5.700 Freitextantworten fördert zutage, was viele Unternehmer seit Jahren predigen: Bürokratie ist mit großem Abstand das am häufigsten genannte Problem. Dahinter folgen Energiekosten, Inflation und steuerliche Belastungen. Ein Land, das seine Unternehmen unter einem Berg aus Formularen, Meldepflichten und Genehmigungsverfahren begräbt, braucht sich über ausbleibende Investitionen nicht zu beklagen.

Der Arbeitsmarkt verliert seine Dynamik

Die schwache Konjunktur schlägt nun auch auf die Beschäftigung durch. 24 Prozent der Unternehmen planen einen Personalabbau, nur 10 Prozent wollen einstellen. Der Saldo der Beschäftigungsabsichten fällt auf minus 14 Punkte – wieder einmal der tiefste Stand seit der Pandemie. Im Kraftfahrzeugbau, einst Stolz und Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst, erwartet mehr als die Hälfte der Betriebe einen Stellenabbau.

Bezeichnend ist, dass selbst der jahrelang beklagte Fachkräftemangel an Bedeutung verliert. Nur noch 36 Prozent sehen darin ein wesentliches Risiko. Doch das ist kein gutes Zeichen, sondern ein verheerendes: Man braucht keine Fachkräfte mehr, weil man schlicht nicht mehr wächst.

Ein Kanzler, der die Diagnose stellt – aber liefert er auch die Therapie?

Bemerkenswert ehrlich gab sich die DIHK in der Schuldfrage. „Die wirtschaftlichen Probleme im eigenen Land sind hausgemacht“, stellte Melnikov klar. Im ersten Jahr der Merz-Regierung seien wichtige Weichenstellungen vertagt worden. Das reiche nicht, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Selbst Bundeskanzler Friedrich Merz räumte beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow ein, Deutschland sei „zu teuer geworden“. Eine späte Einsicht. Man erinnere sich: Derselbe Kanzler hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen – und treibt nun ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen voran, das künftige Generationen über Steuern und Abgaben abbezahlen dürfen. Wer Wettbewerbsfähigkeit predigt und gleichzeitig die Schuldenlast türmt, der spielt mit dem Feuer.

Auch ifo-Institut und Bundesbank stimmen in den Chor der Mahner ein. Die Erholung bleibe „fragil“, die Wirtschaft stabilisiere sich bestenfalls „vorerst“. Klingt das nach Aufbruch? Wohl kaum. Es klingt nach einem Land, das auf Verschleiß fährt.

Was bleibt? Die Lehre für den vorausschauenden Bürger

Wenn ein gesamtes Land von seiner Substanz lebt, wenn Investitionen versiegen, Stellen wegbrechen und die Energiepreise jedes Geschäftsmodell zu erdrücken drohen, dann sollte der kluge Bürger seine eigene Substanz schützen. Wer sich allein auf staatliche Versprechen und papierne Vermögenswerte verlässt, der vertraut auf das gleiche fragile Fundament, das die DIHK so eindrücklich beschreibt. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie ihren Wert auch dann bewahren, wenn ganze Volkswirtschaften ins Wanken geraten. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bleiben sie ein bewährter Anker in unsicheren Zeiten.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlage- noch Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Im Zweifel sollte ein unabhängiger Fachberater hinzugezogen werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen