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Kettner Edelmetalle
30.01.2026
07:19 Uhr

Deutsches Gold in amerikanischen Tresoren: Warum Experten jetzt Alarm schlagen

Mehr als ein Drittel der deutschen Goldreserven lagert nicht etwa in den Kellern der Bundesbank in Frankfurt, sondern tausende Kilometer entfernt in den Tresoren der US-Notenbank Fed in New York. Exakt 1.236 Tonnen des kostbaren Edelmetalls – mit einem aktuellen Marktwert von rund 164 Milliarden Euro – befinden sich damit unter amerikanischer Kontrolle. Angesichts der zunehmend unberechenbaren Weltpolitik und der erratischen Vorstöße aus Washington fordern nun immer mehr Experten eine Rückholung dieser strategischen Reserve.

Trumps Grönland-Fantasien als Weckruf für Deutschland

Die Debatte um den Lagerort der deutschen Goldreserven ist nicht neu, doch sie gewinnt durch die aktuelle geopolitische Lage eine völlig neue Brisanz. Als Donald Trump mit seinen abenteuerlichen Plänen zur Übernahme Grönlands für Schlagzeilen sorgte, wurde vielen Europäern schlagartig bewusst, wie unberechenbar der amerikanische Verbündete geworden ist. Was heute noch als verlässliche Partnerschaft gilt, kann morgen bereits zum Druckmittel werden.

Der frühere Leiter der Forschungsabteilung der Bundesbank, Mönch, bringt es auf den Punkt: Es wirke aktuell riskant, so viel Gold in den Vereinigten Staaten zu lagern. Die Bundesbank sollte aus seiner Sicht zumindest eine Rückholaktion prüfen – nicht aus Misstrauen, sondern aus strategischer Vernunft. Deutschland müsse seine Unabhängigkeit stärken und ein klares Signal an Märkte und Partner senden.

Steuerzahlerbund warnt vor politischer Erpressbarkeit

Auch der Chef des Europäischen Steuerzahlerbunds TAE, Jäger, schlägt in dieselbe Kerbe. Er bezeichnet Trump als "unkalkulierbar" und fragt offen, was geschehen könnte, falls die Provokationen rund um Grönland weitergingen. Dabei geht es wohlgemerkt nicht um tagespolitische Aufregung, sondern um grundsätzliche Fragen der Vermögenssicherung. Gold gilt als letzte Sicherheitsreserve einer Nation – und wer über diese Reserve nicht frei verfügen kann, hat im Ernstfall ein gewaltiges Problem.

Wer große Werte im Ausland lagert, muss politische und juristische Risiken mitbewerten. Die Möglichkeit von Sanktionen, Zugriffsbeschränkungen oder taktischen Drohkulissen verändert die Risikoformel grundlegend.

Kritiker befürchten dabei weniger einen physischen Diebstahl als vielmehr administrative Schikanen. Ein impulsiver US-Präsident könnte den Zugriff per Anordnung, Notstandsmaßnahme oder Sanktionslogik erschweren – ohne auch nur eine einzige Goldmünze anzurühren. Selbst wenn das Edelmetall unangetastet im Tresor verbleibt, könnte eine verzögerte Herausgabe genau den Moment treffen, in dem Deutschland schnelle Verfügbarkeit benötigt.

Grüne fordern Rückholung – Bundesbank mauert

Bemerkenswert ist, dass selbst aus den Reihen der Grünen nun Forderungen nach einer Verlagerung laut werden. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Beck, bezeichnet die Goldreserven als wichtigen Stabilitäts- und Vertrauensanker, der nicht zum Gegenstand geopolitischer Machtspiele werden dürfe. Eine seltene Einigkeit über Parteigrenzen hinweg, die zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wird.

Dem steht allerdings die Haltung der Bundesbank-Spitze entgegen. Präsident Joachim Nagel lehnte noch im vergangenen Oktober eine vollständige Lagerung in Deutschland ab. Die Notenbank setzt traditionell auf eine Streuung über verschiedene Standorte, um operative Flexibilität zu bewahren. Befürworter des Status quo verweisen zudem darauf, dass New York einer der wichtigsten Handelsplätze für Gold sei – dort gelagerte Bestände seien im Zweifel leichter beleihbar oder handelbar.

Die entscheidende Frage: Sicherheit oder Handelbarkeit?

Genau hier prallen zwei Logiken aufeinander: die Sicherheitslogik, die auf maximale Kontrolle und Unabhängigkeit setzt, und die Marktlogik, die operative Flexibilität in den Vordergrund stellt. Deutschland besitzt nach den USA die zweitgrößten Goldreserven weltweit – allein diese Größenordnung macht jede Standortentscheidung zur strategischen Grundsatzfrage.

Je volatiler die internationale Politik wird, desto stärker rückt der Lagerort in den Mittelpunkt der Debatte. Und je länger die Bundesbank an ihrer bisherigen Position festhält, desto lauter werden die Forderungen nach einer neuen, belastbaren Begründung. Eines steht fest: In Zeiten, in denen selbst langjährige Bündnispartner unberechenbar werden, ist blindes Vertrauen keine Strategie – sondern ein Risiko.

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