
Deutsche fürchten um ihre Sicherheit – und die Politik schaut zu
Die Zahlen sind ernüchternd, aber kaum überraschend: Mehr als die Hälfte der Deutschen erwartet, dass sich die Sicherheitslage im Land in den kommenden zwei Jahren weiter verschlechtern wird. Nur magere 15 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey hervor, die im Auftrag des Beratungsunternehmens Deloitte durchgeführt wurde. Rund 5.000 Personen ab 18 Jahren wurden befragt – und das Ergebnis zeichnet ein Bild, das man als Alarmsignal verstehen muss.
Vertrauen in die eigene Verteidigungsfähigkeit am Boden
Besonders dramatisch: Drei Viertel der Befragten bewerten Deutschlands Verteidigungsfähigkeit als gering oder sogar sehr gering. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Ein Land, das sich einst als wirtschaftliches und militärisches Schwergewicht Europas verstand, wird von seinen eigenen Bürgern als nahezu wehrlos wahrgenommen. Jahrzehntelange Vernachlässigung der Bundeswehr, ideologisch motivierte Abrüstungsphantasien und eine Politik, die lieber Gendersternchen als Kampfpanzer finanzierte, haben ihre Spuren hinterlassen. Dass auch die sicherheitspolitische Zusammenarbeit innerhalb der NATO kritischer gesehen wird als noch vor zwei Jahren, vervollständigt dieses düstere Bild.
Hybride Bedrohungen statt klassischer Krieg
Interessant ist, wovor sich die Deutschen am meisten fürchten. Es sind nicht die Panzerkolonnen an der Ostgrenze, die den Bürgern schlaflose Nächte bereiten. Die größten Sorgen gelten Anschlägen auf kritische Infrastruktur, Cyberangriffen auf Staat und Wirtschaft sowie politischem Extremismus. Ein direkter militärischer Angriff auf deutsches Territorium spielt in der Wahrnehmung der Bevölkerung hingegen nur eine untergeordnete Rolle.
Diese Einschätzung ist durchaus realistisch – und zugleich ein Armutszeugnis für die politische Klasse. Denn wer hat es zugelassen, dass Deutschlands digitale Infrastruktur derart verwundbar ist? Wer hat jahrelang die Warnungen vor Cyberattacken ignoriert, während man sich lieber mit Klimakleber-Aktionen und Identitätspolitik beschäftigte? Die Antwort kennt jeder, der die politische Landschaft der letzten Jahre auch nur halbwegs aufmerksam verfolgt hat.
Die innere Sicherheit – ein Trauerspiel
Was in der Umfrage unter dem nüchternen Begriff „politischer Extremismus" firmiert, ist in Wahrheit nur die Spitze eines Eisbergs. Die alltägliche Kriminalität in Deutschland hat ein Rekordniveau erreicht. Messerangriffe, Gewalttaten im öffentlichen Raum, eine schleichende Verrohung des gesellschaftlichen Zusammenlebens – all das gehört mittlerweile zur traurigen Normalität in deutschen Städten. Dass ein Großteil dieser Entwicklung auf eine verfehlte Migrationspolitik zurückzuführen ist, wird von weiten Teilen der Bevölkerung längst so gesehen, auch wenn es in den Salons der politischen Korrektheit noch immer als unaussprechlich gilt.
Die Bürger dieses Landes haben ein feines Gespür dafür, was schiefläuft. Sie erleben es täglich – in der U-Bahn, auf dem Schulhof ihrer Kinder, in den Nachrichten. Und sie sind es leid, von einer politischen Elite belehrt zu werden, die selbst hinter Sicherheitszäunen und mit Personenschutz lebt.
Transatlantisches Vertrauen bröckelt
Die Umfrage offenbart zudem eine bemerkenswerte Verschiebung in der geopolitischen Wahrnehmung der Deutschen. Während die Europäische Union vergleichsweise hohes Vertrauen genießt, haben die Vereinigten Staaten unter der Präsidentschaft Donald Trumps massiv an Rückhalt verloren. Trumps aggressive Zollpolitik – 20 Prozent auf EU-Importe – und sein unberechenbarer Führungsstil dürften ihren Teil dazu beigetragen haben. Viele Deutsche wünschen sich eine aktive, aber keine führende Rolle ihres Landes in internationalen Krisen. Man möchte Sicherheit, aber keinen Machtanspruch. Ein typisch deutsches Dilemma: Man will die Früchte ernten, ohne den Baum zu pflanzen.
Die neue Regierung steht in der Pflicht
Die Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur zwar ein gewaltiges Paket geschnürt. Doch ob dieses Geld tatsächlich dort ankommt, wo es am dringendsten gebraucht wird – bei der inneren und äußeren Sicherheit, bei der Ertüchtigung der Bundeswehr, beim Schutz kritischer Infrastruktur –, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung lehrt, dass in Deutschland Milliarden gerne in bürokratischen Apparaten versickern, bevor auch nur ein einziger Polizist zusätzlich auf Streife geht oder ein einziges Cyberabwehrzentrum seinen Betrieb aufnimmt.
Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen ist bereits gebrochen. Die Zeche werden kommende Generationen zahlen – durch höhere Steuern, steigende Inflation und eine Staatsquote, die jedes marktwirtschaftliche Prinzip ad absurdum führt. Dass ausgerechnet in dieser Situation das Vertrauen der Bürger in die Sicherheit ihres Landes auf einem historischen Tiefpunkt angelangt ist, sollte jedem Verantwortlichen in Berlin zu denken geben.
Sicherheit beginnt mit Ehrlichkeit
Was Deutschland jetzt braucht, sind keine weiteren Sonntagsreden und keine neuen Umfragen, die das Offensichtliche bestätigen. Was dieses Land braucht, sind Politiker, die den Mut haben, die Probleme beim Namen zu nennen und konsequent zu handeln. Politiker, die für Deutschland regieren und nicht gegen seine Interessen. Das ist keine radikale Forderung – es ist das Mindeste, was die Bürger von ihren gewählten Vertretern erwarten dürfen. Und es entspricht nicht nur der Meinung unserer Redaktion, sondern der eines Großteils des deutschen Volkes.
In Zeiten wie diesen, in denen Unsicherheit zum Dauerzustand zu werden droht, suchen viele Menschen nach Stabilität – nicht nur politisch, sondern auch finanziell. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt absichern möchte, tut gut daran, Edelmetalle als festen Bestandteil seines Portfolios in Betracht zu ziehen.

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