
Deutsche Autoindustrie am Abgrund: Jedes zweite Unternehmen kämpft ums Überleben

Die einst so stolze deutsche Automobilindustrie, jahrzehntelang das Rückgrat unserer Wirtschaftskraft und Symbol für Ingenieurskunst „Made in Germany", steht vor einem Scherbenhaufen. Was sich seit Jahren abzeichnete, wird nun durch erschreckende Zahlen untermauert: Mehr als die Hälfte der Unternehmen in der Branche befindet sich bereits in einer akuten Krise. Die Frage ist nicht mehr, ob eine schmerzhafte Restrukturierung kommt – sondern nur noch, wie viele Arbeitsplätze und Standorte ihr zum Opfer fallen werden.
Alarmierende Zahlen offenbaren das ganze Ausmaß des Desasters
Eine gemeinsam von Porsche Consulting, dem IfUS-Institut und Executive Interim Partners durchgeführte Studie zeichnet ein düsteres Bild der Branche. Von 518 befragten Führungskräften und Experten erwarten sage und schreibe 89 Prozent Umsatzrückgänge, 85 Prozent rechnen mit rückläufigen Auftragseingängen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen – genauer gesagt 54 Prozent – steckt bereits mitten in einer existenzbedrohenden Krise, geplagt von Ertrags- und Liquiditätsproblemen.
Besonders erschreckend: Sechs bis acht Prozent der Unternehmen gelten bereits als insolvenzreif. Nur magere 19 Prozent glauben, die Krise überwunden zu haben. Der Rest kämpft – und das mit dem Rücken zur Wand.
China und Tesla treiben deutsche Hersteller vor sich her
Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort ist so bitter wie vorhersehbar. Während deutsche Autobauer jahrelang an ihren Verbrennungsmotoren festhielten und die Politik mit ideologisch getriebenen Verboten und Regulierungen die Branche zusätzlich belastete, haben chinesische Hersteller und US-Konkurrenten wie Tesla längst die Überholspur genommen. Die Überkapazitäten in deutschen Werken sind das Ergebnis einer fatalen Mischung aus Selbstüberschätzung, politischem Versagen und dem blinden Vertrauen darauf, dass der deutsche Ingenieursgeist schon alles richten werde.
Geopolitische Risiken, volatile Nachfrage und explodierende Kosten verschärfen die ohnehin prekäre Lage zusätzlich. Der erzwungene Transformationsprozess hin zur Elektromobilität verschlingt Milliarden – Geld, das viele Unternehmen schlicht nicht haben.
Werkschließungen und Verlagerungen ins Ausland als letzter Ausweg
Die Konsequenzen werden brutal sein. Bereits ein Drittel der Befragten sieht in der Schließung und Verlagerung von Produktionswerken ins Ausland eine potenzielle Lösung der Kostenprobleme. Was das für deutsche Arbeitnehmer bedeutet, liegt auf der Hand: Massenentlassungen, verödende Industrieregionen und der Verlust von Know-how, das über Generationen aufgebaut wurde.
Der Verband der Automobilindustrie prognostiziert für 2026 einen weiteren Rückgang der Pkw-Inlandsproduktion um ein Prozent auf 4,11 Millionen Einheiten. Während die Produktion im Inland schrumpft, soll die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken um ein Prozent auf 9,2 Millionen Fahrzeuge steigen. Die Botschaft könnte kaum deutlicher sein: Deutschland wird als Produktionsstandort zunehmend unattraktiv.
Ein Versagen mit Ansage
Was wir hier erleben, ist kein unvorhersehbares Naturereignis, sondern das Ergebnis jahrelanger politischer Fehlentscheidungen. Die ideologisch motivierte Verteufelung des Verbrennungsmotors, überbordende Bürokratie, explodierende Energiekosten und eine Wirtschaftspolitik, die Unternehmen eher behindert als fördert – all das hat seinen Preis. Und diesen Preis zahlen nun die Beschäftigten in der Automobilindustrie und ihre Familien.
In Zeiten, in denen physische Werte wie Gold und Silber als sichere Häfen in wirtschaftlich turbulenten Zeiten wieder verstärkt in den Fokus rücken, zeigt sich einmal mehr: Wer sein Vermögen breit streut und auf bewährte Anlageklassen setzt, ist für Krisen besser gewappnet als jene, die blind auf die Versprechungen der Politik vertrauen.












