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Kettner Edelmetalle
09.07.2026
12:58 Uhr

Der Elektro-Traum als Totengräber: VW zerschlägt seine deutschen Werke – Zwickau soll bluten

Der Elektro-Traum als Totengräber: VW zerschlägt seine deutschen Werke – Zwickau soll bluten

Es ist ein Offenbarungseid mit Ansage. Der einst stolze Volkswagen-Konzern, das industrielle Aushängeschild der Bundesrepublik, steht vor einem Kahlschlag historischen Ausmaßes. Gleich vier deutsche Werke sollen nach übereinstimmenden Berichten dem Rotstift zum Opfer fallen: Hannover, Emden, Neckarsulm und – besonders symbolträchtig – das ostdeutsche Zwickau. Willkommen in der schönen neuen Welt der Deindustrialisierung, die man uns jahrelang als Fortschritt verkauft hat.

Zwickau – das Musterkind der Elektro-Ideologie fällt zuerst

Ausgerechnet Zwickau. Jenes Werk, das 2019 als konzernweit erster Standort vollständig auf die Produktion von Elektroautos umgestellt wurde. 1,2 Milliarden Euro habe VW nach eigenen Angaben in diesen vermeintlichen Zukunftsstandort gepumpt. Und nun? Nun soll die Produktion Berichten des Spiegel zufolge in fünf Jahren auslaufen. Rund 8000 Menschen bangen um ihre Existenz.

Man muss sich diese bittere Ironie auf der Zunge zergehen lassen: Der brave Musterschüler, der als Erster die politisch verordnete Elektro-Wende umsetzte, wird als Erster geschlachtet. Wer sich dem grünen Zeitgeist am willigsten unterwarf, zahlt nun den höchsten Preis. Ein Lehrstück darüber, wohin ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik führt.

Ein Blutbad in Zahlen

Die Dimensionen sind atemberaubend – und zwar im schlimmsten Sinne:

  • Das Nutzfahrzeugwerk in Hannover soll 2032 folgen
  • Das Audi-Werk in Neckarsulm steht für 2034 auf der Streichliste
  • In den vier bedrohten Werken arbeiten rund 40.000 Menschen
  • Bis 2030 sollen konzernweit 50.000 Stellen gestrichen werden
  • Laut Manager Magazin könnten sogar bis zu 100.000 der derzeit etwa 657.000 Arbeitsplätze wegfallen

100.000 Arbeitsplätze. Das ist keine Umstrukturierung mehr, das ist ein Aderlass, der eine ganze Region ausbluten lassen könnte. Und Ostdeutschland, das ohnehin seit der Wiedervereinigung mit Abwanderung und Strukturschwäche kämpft, droht nun die nächste bittere Welle.

Die Gewerkschaft kämpft – doch gegen welchen Gegner?

Die IG Metall mobilisiert. Vor dem Werk in Zwickau-Mosel, am Motorenwerk Chemnitz, an der früheren Manufaktur in Dresden und beim Porsche-Werk in Leipzig gingen die Beschäftigten auf die Straße. Solidarität kam sogar von den Kollegen des Opel-Werks im thüringischen Eisenach.

„Dieser Standort wird nicht geschlossen, nicht gegen unseren Willen. Wir werden diesen Standort verteidigen“, gab sich Thomas Knabel, erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau, kämpferisch.

Kämpferische Worte, gewiss. Doch gegen wen richtet sich der Zorn eigentlich? Gegen einen Konzernvorstand, der nur die Symptome einer verfehlten Standortpolitik verwaltet? Oder nicht vielmehr gegen jene Politik, die mit ihrer Verbrennerverteufelung, mit explodierenden Energiepreisen und einer erdrückenden Bürokratie den Standort Deutschland systematisch zugrunde gerichtet hat?

Das eigentliche Problem sitzt in Berlin und Brüssel

Die Wahrheit ist unbequem: Ein Autokonzern schließt keine Werke aus Übermut. Er tut es, weil die Rahmenbedingungen in diesem Land zunehmend unerträglich geworden sind. Die höchsten Energiepreise Europas, ein selbstverschuldeter Ausstieg aus günstiger Grundlastversorgung, eine planwirtschaftlich verordnete Antriebswende gegen den Willen der Verbraucher – all das rächt sich nun brutal.

Während man in Berlin lieber über Gendersternchen und 500-Milliarden-Sondervermögen debattiert, verabschieden sich die letzten industriellen Leuchttürme aus der Bundesrepublik. Der Wohlstand, den Generationen aufgebaut haben, wird auf dem Altar einer Ideologie geopfert, die die Realität konsequent ignoriert. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet das Land der Ingenieurskunst sich selbst die Motoren abwürgt?

Was bleibt dem Bürger?

Wenn selbst die Kronjuwelen der deutschen Wirtschaft ins Wanken geraten, stellt sich für jeden Sparer die Frage nach echter Sicherheit. Aktien von kriselnden Industriekonzernen, deren Zukunft von politischen Launen abhängt, sind alles andere als ein Fels in der Brandung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber hingegen kennen keine Werksschließung, keinen Stellenabbau und keine ideologische Zeitenwende. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen behaupten sie ihren Wert seit Jahrtausenden – unabhängig davon, welcher Wahnsinn gerade in den Chefetagen und Regierungsbüros ausgebrütet wird.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für Verluste jeglicher Art wird keine Haftung übernommen.

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