
Chinas Technologie-Offensive: Zhejiang will bei Hochleistungschips den Westen überholen

Während der Westen noch über Lieferkettenprobleme und Abhängigkeiten von asiatischen Halbleiterherstellern debattiert, macht China Nägel mit Köpfen. Die östliche Provinz Zhejiang, Heimat von Technologiegiganten wie Alibaba und dem aufstrebenden Robotik-Unternehmen Unitree, hat nun ambitionierte Ziele für die Entwicklung modernster Computerchips verkündet. Der neue Fünfjahresplan der Region liest sich wie eine Kampfansage an die technologische Vorherrschaft des Westens.
Vom Nachahmer zum Innovationsführer?
Die Provinz will sich auf Chipdesign und Wafer-Fertigung konzentrieren, mit dem erklärten Ziel, bei Prozessoren der 3- bis 7-Nanometer-Klasse rasche Fortschritte zu erzielen. Um die Dimension dieser Ambitionen zu verstehen, muss man wissen: Ein 7-Nanometer-Chip enthält etwa 90 bis 100 Millionen Transistoren pro Quadratmillimeter. Die noch leistungsfähigeren 3-Nanometer-Chips bringen es sogar auf 200 bis 224 Millionen Transistoren.
Dass diese Technologie kein Nischenprodukt ist, zeigen die jüngsten Zahlen des taiwanesischen Weltmarktführers TSMC. Der Konzern vermeldete, dass die kombinierten Lieferungen seiner 3-, 5- und 7-Nanometer-Chips im vierten Quartal 2025 satte 77 Prozent des gesamten Wafer-Umsatzes ausmachten.
Pekings Strategie der technologischen Unabhängigkeit
Zhejiang reiht sich damit in eine wachsende Liste chinesischer Technologiezentren ein, die Pekings nationale Strategie zur Entwicklung einheimischer Technologien vorantreiben. Shenzhen und Shanghai haben bereits ähnliche Initiativen gestartet. Der Hintergrund ist klar: Die sich verschärfende Rivalität mit den Vereinigten Staaten und deren Exportbeschränkungen für Hochleistungschips zwingen das Reich der Mitte zum Handeln.
Neben den klassischen Hochleistungsprozessoren plant die Provinz auch die Entwicklung von energiesparenden, universell einsetzbaren Chips sowie speziellen Prozessoren für künstliche Intelligenz. Besonders bemerkenswert ist das Engagement für die fünfte Generation der RISC-V-Chiparchitektur – eine offene Alternative zu den proprietären Designs westlicher Hersteller.
Was bedeutet das für Europa und Deutschland?
Während China mit beeindruckender Geschwindigkeit seine technologische Basis ausbaut, scheint Europa in bürokratischen Prozessen und ideologischen Debatten gefangen. Die deutsche Halbleiterindustrie, einst Weltspitze, kämpft mit hohen Energiekosten und einer Politik, die Innovation eher behindert als fördert. Die Frage drängt sich auf: Kann sich der Westen diese Selbstgefälligkeit noch leisten?
Die chinesische Offensive im Chipsektor sollte als Weckruf verstanden werden. Denn wer die Kontrolle über die Halbleitertechnologie hat, kontrolliert letztlich auch die wirtschaftliche und militärische Zukunft. Gold und Silber mögen in unsicheren Zeiten ihren Wert behalten – doch die wahre Währung des 21. Jahrhunderts könnte in Nanometern gemessen werden.
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