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Kettner Edelmetalle
16.01.2026
17:46 Uhr

Chinas Kohle-Offensive: Das grüne Märchen entlarvt sich selbst

Chinas Kohle-Offensive: Das grüne Märchen entlarvt sich selbst

Während westliche Industrienationen ihre Wirtschaft mit ideologisch getriebenen Klimazielen strangulieren, demonstriert das Reich der Mitte eindrucksvoll, wie man Energiepolitik tatsächlich betreibt: pragmatisch, wirtschaftsorientiert und ohne falsche Rücksichtnahme auf grüne Träumereien. China wird in diesem Jahr sage und schreibe 85 neue Kohlekraftwerksblöcke in Betrieb nehmen – von weltweit gerade einmal 104 geplanten Projekten.

Die ernüchternden Zahlen sprechen Bände

Die Daten der gemeinnützigen Organisation Global Energy Monitor zeichnen ein Bild, das so manchem Klimaaktivisten den Schlaf rauben dürfte. Von den weltweit 63 Gigawatt an Kohlekraftwerkskapazität, die 2026 ans Netz gehen sollen, entfallen atemberaubende 55 Gigawatt allein auf China. Das entspricht einem Anteil von nahezu 90 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr stammten 78 Prozent aller weltweit neu in Betrieb genommenen Kohlekraftwerke aus dem asiatischen Riesenreich.

Besonders pikant erscheint dabei die Tatsache, dass China gleichzeitig als weltgrößter Investor in erneuerbare Energien gilt. Doch offenbar haben die Strategen in Peking verstanden, was deutsche Energiepolitiker beharrlich ignorieren: Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie sind keine Verhandlungsmasse für ideologische Experimente.

Asien setzt auf bewährte Technologie

China steht mit seiner Strategie keineswegs allein. Auch Indien, Indonesien und Vietnam bauen ihre Kohlekapazitäten weiter aus. Indien verfügt derzeit über 24 Gigawatt an Kohlekraftwerken im Bau. Obwohl das Land seine Ausbauziele für erneuerbare Energien früher als geplant erreichte, bleibt Kohle mit einem Anteil von rund 60 Prozent an der Stromerzeugung das Rückgrat der indischen Energieversorgung.

Die indischen Behörden setzen bewusst auf Kohle, um Stromausfälle während extremer Hitzewellen zu vermeiden – ein Luxus, den sich Deutschland mit seiner Energiewende offenbar nicht mehr leisten kann.

Die Doppelmoral der globalen Klimapolitik

Was bedeutet dies für die viel beschworene globale Energiewende? Die Antwort ist so simpel wie unbequem: Jede nennenswerte Reduktion der weltweiten kohlebedingten Emissionen hängt ausschließlich davon ab, wie China sein Dilemma zwischen Energiesicherheit und Bezahlbarkeit in den kommenden Jahren löst. Nicht von deutschen Windrädern, nicht von europäischen CO2-Zertifikaten und schon gar nicht von Klimaklebern auf Berliner Straßen.

Während hierzulande funktionierende Kraftwerke abgeschaltet und ganze Industriezweige in die Knie gezwungen werden, baut China seine energetische Basis systematisch aus. Die Frage, wer am Ende dieser Entwicklung wirtschaftlich besser dasteht, dürfte sich von selbst beantworten. Deutschland deindustrialisiert sich im Namen des Klimaschutzes, während die wahren Emittenten unbeeindruckt weitermachen. Eine bittere Ironie, die den deutschen Steuerzahler teuer zu stehen kommt.

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