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27.10.2026
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China-Absturz trifft den Stern: Mercedes kassiert seine Prognose!

China-Absturz trifft den Stern: Mercedes kassiert seine Prognose!
Symbolbild: KI-generiert

Die nächste Hiobsbotschaft kommt aus Stuttgart: Mercedes-Benz hat am Dienstag, dem 27. Oktober, seine Jahresziele für 2026 gesenkt. Die Gründe sind ein einbrechendes China-Geschäft und steigende Kosten. Wenige Tage nachdem Audi ein Milliardenwerk in den USA angekündigt hat, gerät damit die nächste Ikone der deutschen Autoindustrie ins Schlingern.

Die Zahlen hinter der Gewinnwarnung

Die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars rechnet für das laufende Jahr nur noch mit einer bereinigten Umsatzrendite von 2 bis 3 Prozent. Bisher waren 3 bis 5 Prozent angepeilt. Für einen Hersteller, der sich als Inbegriff des Luxus versteht, ist das ein bitteres Eingeständnis.

Auch beim EBIT rudert der Konzern zurück. Statt eines deutlichen Plus soll es nur noch für das Vorjahresniveau reichen. Den Free Cashflow im Industriegeschäft sieht das Unternehmen sogar deutlich unter dem Vorjahr. Als Begründung nennt Mercedes ein „zunehmend herausforderndes Marktumfeld in China“ und höhere Kosten im vierten Quartal, unter anderem für Material.

An der Börse kam das schlecht an. Die Aktie verlor Berichten zufolge zwischen 3,6 und gut fünf Prozent und rutschte in Richtung ihres 52-Wochen-Tiefs.

Vom Goldesel zum Sorgenkind

Wie tief der Sturz geht, zeigt China. Im dritten Quartal brachen die Mercedes-Verkäufe dort um 31 Prozent ein. Schon zu Jahresbeginn war es dort kräftig bergab gegangen. Jahrelang hat China den deutschen Herstellern das Geld eingespielt. Nach einer Analyse der Finanzagentur Bloomberg wird das Land nun zum strategischen Problem.

Mercedes steht damit nicht allein. Auch Volkswagen und BMW haben in China große Probleme. Seit Jahresbeginn haben die Aktien von Volkswagen und Mercedes-Benz jeweils rund 35 Prozent verloren, BMW sogar etwa 40 Prozent.

Die Luxus-Wette wackelt

Besonders hart trifft es die Strategie von Vorstandschef Ola Källenius. Er setzt darauf, weniger Autos zu verkaufen, diese aber teurer: S-Klasse, Maybach, G-Klasse. Seine Annahme war, dass reiche Kunden Krisen besser wegstecken. Doch die Immobilienkrise in China bremst die Lust auf Luxus. Gleichzeitig greifen chinesische Hersteller mit niedrigeren Preisen, moderner Technik und eigenem Design an. Ausgerechnet das Topsegment, sonst die ertragreichste Sparte, steht laut Bloomberg besonders unter Druck.

Audi zieht es nach Georgia

Medienberichten zufolge will Audi für rund vier Milliarden Dollar sein erstes eigenes Werk im US-Bundesstaat Georgia bauen. Geplant sind etwa 200.000 Fahrzeuge pro Jahr und rund 4.500 Arbeitsplätze. Vorgestellt wurde das Projekt auf einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump.

Natürlich spielen Trumps Zölle dabei eine Rolle. Wer aber nur nach Washington zeigt, macht es sich zu einfach. In Amerika entstehen neue Fabriken, in Deutschland wird Personal abgebaut. Hohe Energiepreise, viel Bürokratie, hohe Steuern und Abgaben: Die Liste der Standortnachteile ist lang. Kritiker werfen der schwarz-roten Bundesregierung vor, sie verspreche einen Aufbruch, liefere bisher aber vor allem neue Schulden.

Sparen und neue Modelle sollen es richten

Källenius setzt auf zwei Hebel. Der erste ist Sparen. Mercedes hat die Ausgaben für Verwaltung und Entwicklung gekürzt und baut in Deutschland Personal über freiwillige Abfindungen ab, ohne Kündigungen. Der zweite Hebel ist die größte Modelloffensive seit Jahren. Neue Elektroautos wie GLC und CLA sowie überarbeitete Bestseller wie S-Klasse, GLE und GLS sollen die Nachfrage beleben. Die früheren Elektromodelle EQS und EQE hatten sich schwer verkauft.

Ob das reicht, ist offen. Der Absatz sinkt, die Kosten steigen, und gleichzeitig muss der Konzern Milliarden investieren. Mehr Klarheit sollen die Quartalszahlen am 28. Oktober bringen.

Was Anleger daraus mitnehmen

Der Kurssturz der Börsenschwergewichte zeigt, wie schnell scheinbar sichere Aktien unter Druck geraten können. Wer sein Vermögen langfristig schützen will, sollte es breit streuen. Physisches Gold und Silber können dabei als krisenerprobte Beimischung sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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