
Chemie-Sterben in Deutschland: Wie Energiepreise und CO2-Wahn das industrielle Herzstück der Nation auslöschen

Es ist ein Trauerspiel mit Ansage. Die deutsche Chemieindustrie – einst Aushängeschild eines stolzen Industrielandes, Wiege von Innovation und Wohlstand – taumelt von einer Hiobsbotschaft zur nächsten. Die jüngsten Zahlen lesen sich wie das Protokoll eines schleichenden Niedergangs, herbeigeführt durch eine Politik, die offenbar mehr Freude an Verboten als an Wertschöpfung findet.
Die Stimmung kippt – und die Zahlen sind brutal
Das Ifo-Institut hat es schwarz auf weiß dokumentiert: Die Geschäftserwartungen in der Chemiebranche sind im Mai auf minus 42,0 Punkte abgestürzt – der tiefste Stand seit Oktober 2022. Gegenüber dem Vormonat ein Absturz um gut zehn Punkte. Auch der Geschäftsklimaindex, jener vielbeachtete Frühindikator für die konjunkturelle Zukunft, sackte auf minus 29 Punkte ab. Wer noch von einem „temporären Tief" spricht, betreibt geradezu fahrlässige Realitätsverweigerung.
Die Branche, die einst Millionen Menschen Arbeit gab und das Rückgrat unseres Exports bildete, befindet sich im freien Fall. Und die Ursachen liegen nicht etwa im Verborgenen, sondern offen auf dem Tisch.
Der Gaspreis als Sargnagel
Wer verstehen will, warum die Chemie blutet, muss auf das Erdgas blicken. Für diese Industrie ist Erdgas nicht bloß Energieträger, sondern zugleich unverzichtbarer Rohstoff – etwa für die Herstellung von Ammoniak. Doch genau hier hat die deutsche Politik ein verheerendes Erbe hinterlassen.
Die nackten Zahlen sind erschütternd: Von durchschnittlich 3,5 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2021 schossen die Industriegaspreise 2022 auf 7,9 Cent hoch – eine glatte Verdopplung. Der Grund? Das Ende der russischen Gaslieferungen nach dem Überfall auf die Ukraine traf ein Deutschland, das jahrelang verschlafen hatte, alternative Quellen aufzubauen. Über die Hälfte des deutschen Gasbedarfs stammte zeitweise aus Russland – ein Klumpenrisiko, das man sehenden Auges eingegangen war.
Die Umstellung auf teures Flüssigerdgas (LNG) war keine kluge Strategie, sondern eine Notbremse aus purer Hilflosigkeit – und der deutsche Steuerzahler wie der Industriestandort zahlen die Zeche.
LNG: Die teure Notlösung
Wie teuer dieser Notnagel wirklich ist, offenbaren die Vergleichszahlen. Im ersten Quartal 2025 zahlten die EU-Staaten durchschnittlich 1,08 Euro je Kubikmeter für amerikanisches Flüssigerdgas. Russisches LNG hätte lediglich 0,51 Euro gekostet, russisches Pipeline-Gas gar nur 0,32 Euro – ein Drittel des US-Preises. Die aufwendige Verflüssigung bei minus 161 Grad, der Transport per Spezialtanker und die anschließende Regasifizierung machen LNG zwei- bis dreimal teurer als klassisches Pipeline-Gas.
Dass sich die Preise nach den Höchstständen der Energiekrise zwischenzeitlich auf 4,7 Cent pro Kilowattstunde (Jahresdurchschnitt 2025) beruhigt haben, ist nur ein schwacher Trost. Mit der Eskalation im Nahen Osten und der zeitweisen Schließung der Straße von Hormus – über die rund 20 Prozent des weltweiten LNG transportiert werden – droht die nächste Preiswelle. Der Aufwärtstrend ist zurück.
Der CO2-Wahn als finanzieller Genickbruch
Als wäre die Energiepreis-Misere nicht genug, kommt die ideologische Komponente hinzu: die unaufhaltsam steigende CO2-Bepreisung. Über den europäischen Emissionshandel (EU-ETS) müssen Unternehmen Zertifikate erwerben, um überhaupt produzieren zu dürfen. Da Brüssel die Zahl der Zertifikate planmäßig verknappt, klettert der Preis immer weiter.
Lag der durchschnittliche Preis pro CO2-Zertifikat 2024 noch bei 66,46 Euro, sind es im Jahresdurchschnitt 2026 bereits 77,22 Euro. Eine Strafsteuer auf das Produzieren selbst – eingeführt von Politikern, die offenbar vergessen haben, dass Wohlstand erwirtschaftet werden muss und nicht aus Förderprogrammen entspringt.
Die bittere Konsequenz: Abwanderung und Niedergang
Was geschieht, wenn man eine Industrie systematisch verteuert? Sie verliert ihre Wettbewerbsfähigkeit, verliert Marktanteile, und am Ende verliert sie ihre Existenzberechtigung am Standort Deutschland. Laut einer Umfrage des Verbands der Chemischen Industrie planen rund 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen Preiserhöhungen, um die explodierenden Kosten aufzufangen. Die Folge ist absehbar: Endkunden springen ab, und die Produktion wandert dorthin, wo keine CO2-Abgabe und keine Energiepreisrekorde herrschen.
Die bittere Ironie dabei: Die Produkte werden im Ausland womöglich unter weit höherem CO2-Ausstoß gefertigt – der vorgeblich klimaschützende Effekt verkehrt sich ins Gegenteil. Ein Lehrstück darüber, wie gut gemeinte und schlecht gemachte Politik genau das Gegenteil ihrer Versprechen bewirkt.
Ein Standort auf der Verliererstraße
Die deutsche Chemieindustrie ist kein Einzelfall. Sie reiht sich ein in eine lange Kette industrieller Aderlässe, die unser Land seit Jahren erleidet. Und die Verantwortlichen? Sie reden weiter von Transformation und Klimaneutralität, während die Substanz der deutschen Wirtschaft verfällt. Ein Großteil der Bürger spürt längst, dass hier etwas grundlegend schiefläuft – und sehnt sich nach einer Politik, die wieder für Deutschland und seine Industrie arbeitet, statt gegen sie.
Was bleibt dem Bürger? Werte, die niemand verknappen kann
Wenn Industriestandorte wanken, Energiepreise explodieren und die Geldpolitik durch milliardenschwere Sondervermögen die Inflationsrisiken weiter befeuert, dann stellt sich für jeden Bürger die Frage nach echter Vermögenssicherung. Anders als Papierwerte oder politisch gegängelte Anlageklassen lassen sich physisches Gold und Silber nicht durch Brüsseler Verordnungen verknappen oder durch Notenbankpolitik entwerten. Sie haben über Jahrhunderte ihre Funktion als Krisenwährung und Wertspeicher bewiesen – gerade in Zeiten, in denen die wirtschaftlichen Fundamente bröckeln, kann eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle ein sinnvoller Baustein eines breit gestreuten Vermögens sein.
Hinweis: Die in diesem Beitrag dargestellten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und seine Anlageentscheidungen selbst zu verantworten. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

Deutschland Deutschland Das große Live-Webinar am 29. Juli – wie Sie Ihr Vermögen schützen, ohne auszuwandern
Live mit Marc Friedrich, Peter Hahne, Philip Hopf, Gerald Grosz, Kay Gottschalk & Tim Kellner – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

MarcFriedrich

PeterHahne

PhilipHopf

GeraldGrosz

KayGottschalk

TimKellner
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik


















