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Chaos am Rhein: Wasserwerfer beenden die Gen-Z-Demo in Köln!

Chaos am Rhein: Wasserwerfer beenden die Gen-Z-Demo in Köln!
Symbolbild: KI-generiert

Böller, Rauch, Wasserwerfer: In Köln ist die Großdemonstration der Initiative „Gen Z regelt“ am Samstag, 31. Oktober, völlig aus dem Ruder gelaufen. Weil Teilnehmer vermummt waren und Pyrotechnik zündeten, stoppte die Polizei den geplanten Demonstrationszug. Kurz darauf lösten die Veranstalter die Versammlung ganz auf. Danach eskalierte die Lage.

Vom Protestmarsch zum Ausnahmezustand

Köln sollte das Schaufenster der neuen Jugendbewegung werden. 15.000 Teilnehmer waren angemeldet, so viele wie nirgendwo sonst im Land. Schon am Vormittag erklärte ein Polizeisprecher allerdings, man rechne nicht mehr damit, dass diese Zahl erreicht werde. Reporter vor Ort berichteten zudem, dass bereits kurz nach dem Start die ersten Bengalos brannten.

Am Nachmittag zog die Polizei die Notbremse. Der Zug durfte nicht loslaufen. In Absprache mit der Versammlungsleitung ging es zunächst als Standkundgebung am Rheinufer weiter. Eine Polizeisprecherin rief die Menge zur Zurückhaltung auf. Genützt hat das wenig.

Böller, Blut und Pfefferspray

Nach der Auflösung kippte die Stimmung endgültig. Aufnahmen zeigen Rauchschwaden, fliegende Böller und Wasserwerfer, die gegen Randalierer vorrücken. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte es vorher Angriffe mit Pyrotechnik auf Einsatzkräfte gegeben. Das Innenministerium sprach von „gewaltbereiten Demonstranten“. Ein Reporter des FOCUS sah nach eigenen Angaben mindestens eine verletzte Frau, die blutete.

Am Abend kesselte die Polizei Medienberichten zufolge rund 250 Menschen ein, darunter auch Vermummte, und nahm ihre Personalien auf. Die Veranstalter sehen die Schuld bei anderen. Sie sprechen von „Nazis“, die man an ihren Parolen erkannt habe und die Pyrotechnik gezündet haben sollen. Um Gewalt zu verhindern, habe man den Zug abgesagt. Belege für diese Darstellung lagen zunächst nicht vor.

Linken-Abgeordnete schießt gegen die Polizei

Die Bundestagsabgeordnete Lea Reisner (Die Linke) brauchte nicht lange für ihr Urteil. Auf X schrieb sie:

„What the fuck, erst lässt die Polizei die #GenZregelt Demo in Köln nicht loslaufen, jetzt komplett sinnlose Eskalation, Wasserwerfer werden aufgefahren, Demo gekesselt“

Über Vermummte und Böller verliert der Beitrag kein Wort. Viele Beobachter dürften sich fragen, warum sich die Empörung gegen die Beamten richtet, die den Kopf hinhalten, und nicht gegen die Störer.

Was die Bewegung will und wer sich anschließt

Nach eigenen Angaben fordert „Gen Z regelt“ mehr Geld für Bildung, sanierte Schulen, kleinere Klassen, mehr Lehrkräfte und ein bezahlbares Leben. Die Initiative wendet sich außerdem gegen Sozialkürzungen und die Wehrpflicht. Als Vorbild gelten die Jugendproteste in Frankreich. Bundesweit gingen junge Menschen in mehr als 30 Städten auf die Straße.

Bereits im Vorfeld gab es Warnungen. Der NRW-Verfassungsschutz erklärte, auch Akteure aus dem linksextremistischen Spektrum und aus dem auslandsbezogenen Extremismus würden für die Proteste mobilisieren. Medienberichten zufolge riefen die Organisatoren Erwachsene sogar dazu auf, sich „zwischen die Bullen und unsere jungen Mitmenschen“ zu stellen. Der Extremismusforscher Hendrik Hansen wies darauf hin, dass die Organisatoren vorab erklärt hätten, wie man mit Tränengas umgehe. Das sei bei rein friedlichen Demonstrationen unüblich.

Hamburg brennt, Stuttgart stockt

Auch anderswo flogen die Fetzen. In Hamburg zündeten Vermummte am Steindamm Barrikaden an und warfen Flaschen auf Polizisten, die mit Wasserwerfer und Pfefferspray antworteten. In Stuttgart stoppte die Polizei den Zug mehrfach wegen Vermummung. Dagegen meldeten Mainz und München einen weitgehend friedlichen Verlauf.

Berechtigte Fragen, verheerende Bilder

Nicht jede Forderung ist abwegig. Marode Schulen, explodierende Mieten und ein 500-Milliarden-Schuldenpaket, das am Ende die junge Generation abbezahlen muss, sind reale Probleme. Aus Sicht unserer Redaktion sind sie das Ergebnis jahrelanger politischer Versäumnisse.

Wer sein Gesicht verhüllt und Polizisten mit Pyrotechnik angreift, verspielt jedoch jede Glaubwürdigkeit. Vermummung ist bei Versammlungen in Deutschland verboten. Von diesem Samstag in Köln bleiben keine Forderungen hängen, sondern Wasserwerfer am Rhein. Den eigenen Anliegen erweist die Bewegung damit einen Bärendienst.

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