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29.10.2026
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KI-generiert

Celente schlägt Alarm: „Dragflation“ droht – Gold bleibt Rettungsanker!

Celente schlägt Alarm: „Dragflation“ droht – Gold bleibt Rettungsanker!
Symbolbild: KI-generiert

US-Trendforscher Gerald Celente rechnet mit einer schweren Weltwirtschaftskrise. In einem Mitte Oktober aufgezeichneten Interview mit Moderatorin Megan King Diaz warnt der Gründer des Trends Research Institute vor Kriegen, Schuldenbergen und einer gefährlichen KI-Blase. Seine Antwort auf das Chaos? Gold und Silber.

Eines muss man ihm lassen: Celente gibt einen Fehler zu. Seine frühere Prognose, Gold werde in diesem Jahr 6.000 Dollar je Unze erreichen, halte er nicht mehr für realistisch. Schuld daran sei vor allem die Eskalation der geopolitischen Spannungen.

Prognose kassiert, Überzeugung bleibt

Wie aus Berichten über das Gespräch hervorgeht, sieht Celente den Goldpreis jetzt eher bei rund 4.500 Dollar zum Jahresende. Den Krieg mit dem Iran nennt er als den Faktor, der seine Rechnung durcheinandergebracht habe. Kein Modell könne solche Ereignisse vorhersehen, meint der Trendforscher, der nach eigener Aussage seit 48 Jahren an den Märkten aktiv ist.

An seiner Grundhaltung ändert das nichts. Rückschläge beim Preis seien vorübergehend, Gold bleibe der sichere Hafen in Krisenzeiten. Er selbst kaufe das gelbe Metall nach eigenen Worten seit einem Preis von 167 Dollar je Unze. Und das regelmäßig.

Die Märkte geben ihm gerade wenig Rückenwind. Am 28. Oktober ließ die US-Notenbank Fed den Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent, zwei Mitglieder stimmten dagegen. Gold fiel daraufhin Medienberichten zufolge um rund ein Prozent auf etwa 4.040 Dollar und war zuvor kurzzeitig sogar unter die Marke von 4.000 Dollar gerutscht.

„Das Spiel ist manipuliert“

Celente kritisiert das Finanzsystem scharf. Seiner Ansicht nach beherrschen wenige große Akteure das Geschehen. Viele Vermögenspreise spiegelten deshalb nicht die tatsächlichen Risiken wider. Als Beispiel nennt er frühere Manipulationsfälle im Edelmetallsektor.

Der bekannteste Fall ist gut dokumentiert. Im Jahr 2020 erklärte sich JPMorgan bereit, in den USA rund 920 Millionen Dollar zu zahlen. Die Behörden hatten der Bank zuvor vorgeworfen, unter anderem den Terminmarkt für Edelmetalle mit Scheinaufträgen manipuliert zu haben. Für Gold-Skeptiker ist das bis heute ein unbequemes Kapitel.

Silber: Knappheit mit Ansage

Auch für Silber bleibt Celente optimistisch. Den jüngsten Preisrückgang hält er für eine Delle, nicht für eine Trendwende. Die Nachfrage aus der Industrie steige weiter, vor allem durch Zukunftstechnologien und Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz.

Dazu kommt ein Punkt, den viele Anleger übersehen: Silber wird verbraucht. Anders als Gold werde es kaum dauerhaft recycelt oder eingelagert, betont Celente. Das begrenze das verfügbare Angebot. Zuletzt kostete die Unze Silber etwa 53 Dollar.

Die Kunstwort-Warnung: Dragflation

Am eindringlichsten warnt Celente vor dem, was er „Dragflation“ nennt. Damit meint er eine schrumpfende Wirtschaft bei gleichzeitig steigenden Preisen. Kriege, teure Energie und höhere Finanzierungskosten würden Unternehmen und Verbraucher weltweit belasten. Nach seiner Einschätzung untertreiben die offiziellen Inflationszahlen die wahre Teuerung sogar. Wer in Deutschland seine Strom-, Heiz- und Lebensmittelrechnungen ansieht, dürfte ihm da kaum widersprechen.

KI-Rausch wie zur Dotcom-Zeit?

Den Börsenboom rund um Künstliche Intelligenz sieht Celente kritisch. Er vergleicht ihn mit der Dotcom-Blase um das Jahr 2000, die Billionen an Börsenwert vernichtet hat, und hält einen schweren Absturz für möglich. Gleichzeitig sehe er China bei KI, Batterien und Elektromobilität zunehmend vorn. Für Europa, das sich eher mit Regulierung als mit Innovation beschäftigt, ist das eine bittere Aussicht.

Celentes Fazit: Die geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken seien so hoch wie selten. Was die kommenden Monate am stärksten präge, sei die Entwicklung der internationalen Konflikte. Gold und andere Edelmetalle bleiben für ihn die wichtigste Absicherung.

Man muss nicht jede Kursprognose glauben, wie Celentes eigener Rückzieher zeigt. Seine Grundaussage überzeugt dennoch. Wenn Staaten sich immer höher verschulden und an den Märkten Euphorie herrscht, gehören physisches Gold und Silber als Beimischung in ein breit gestreutes Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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