
CDU greift nach der Wahlschlappe zum Steuer-Joker – doch reicht das?
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat der CDU eine schmerzhafte Lektion erteilt. Knapp geschlagen, gedemütigt im einstigen Stammland – und nun soll ausgerechnet das Versprechen von Steuersenkungen die Wähler zurück in die Arme der Union treiben. Man reibt sich verwundert die Augen: Waren diese Entlastungen nicht längst im Koalitionsvertrag festgeschrieben? Fast ein Jahr nach Unterzeichnung des schwarz-roten Regierungsprogramms scheint die Große Koalition unter Friedrich Merz bei einem ihrer zentralen Versprechen noch immer auf der Stelle zu treten.
Bilger mahnt: Die Ungeduld der Bürger wächst
Steffen Bilger, Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion, fand nach der Wahlniederlage deutliche Worte. Die Regierungskoalition müsse „noch deutlich mehr liefern als bisher", um das Land voranzubringen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Die Unzufriedenheit mit der Politik sei groß, die Ungeduld ebenso. Man möchte dem CDU-Mann zurufen: Wer regiert denn seit Mai 2025? Wer hat die Richtlinienkompetenz? Es ist bemerkenswert, wenn eine Regierungspartei nach einer Wahlniederlage so klingt, als befände sie sich in der Opposition.
Als konkretes Gegenrezept nannte Bilger die Senkung der Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen. Diese werde kommen, versicherte der Baden-Württemberger. In der Koalition bestehe Einigkeit, die Entlastung mit dem nächsten Haushalt auf den Weg zu bringen. Der Bundesfinanzminister werde „bald" einen Vorschlag vorlegen. Bald. Ein Wort, das in der deutschen Politik erfahrungsgemäß alles bedeuten kann – von nächster Woche bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.
Versprechen auf Pump – das Dilemma der Merz-Regierung
Dabei offenbart die Ankündigung ein fundamentales Glaubwürdigkeitsproblem. Friedrich Merz war mit dem Versprechen angetreten, keine neuen Schulden zu machen und die Wirtschaft durch Entlastungen wieder in Schwung zu bringen. Stattdessen hat seine Regierung ein gigantisches 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Wie sollen in diesem fiskalischen Umfeld glaubwürdige Steuersenkungen finanziert werden, ohne entweder an anderer Stelle drastisch zu kürzen oder die Schuldenspirale weiter zu drehen?
Der deutsche Mittelstand – einst Rückgrat der Wirtschaftsnation – ächzt unter einer erdrückenden Abgabenlast, bürokratischen Fesseln und explodierenden Energiekosten. Eine moderate Steuersenkung für kleine und mittlere Einkommen mag ein Tropfen auf den heißen Stein sein, doch sie wird die strukturellen Probleme dieses Landes nicht lösen. Was Deutschland braucht, ist kein kosmetisches Herumdoktern am Steuertarif, sondern einen echten Befreiungsschlag: weniger Bürokratie, bezahlbare Energie, eine konsequente Migrationspolitik und vor allem Politiker, die wieder für Deutschland regieren statt an ideologischen Luftschlössern zu bauen.
Die Wähler haben ein langes Gedächtnis
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg war ein Warnschuss. Die Bürger sind es leid, mit Ankündigungen abgespeist zu werden, während sich an ihrer Lebensrealität nichts ändert. Die Kriminalität steigt, die Kaufkraft schwindet, die Infrastruktur bröckelt. Wer glaubt, mit einem vagen Steuerversprechen die Wähler zurückgewinnen zu können, unterschätzt deren Frustration gewaltig. Die Menschen wollen keine Lippenbekenntnisse – sie wollen Ergebnisse. Und zwar nicht „bald", sondern jetzt.
Es bleibt abzuwarten, ob die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD tatsächlich den Mut aufbringt, die versprochenen Entlastungen zeitnah umzusetzen. Die Geschichte der deutschen Nachkriegspolitik lehrt uns eines: Steuersenkungen werden gerne versprochen, aber selten in dem Umfang geliefert, den die Bürger verdienen. In Zeiten wie diesen, in denen die Inflation das Ersparte auffrisst und das Vertrauen in die politische Klasse auf einem historischen Tiefpunkt angelangt ist, wäre es klug, sich nicht allein auf politische Versprechen zu verlassen – sondern das eigene Vermögen eigenverantwortlich zu sichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können gerade in unsicheren Zeiten eine sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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