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Kettner Edelmetalle
30.03.2026
06:57 Uhr

Camping-Rekord in Deutschland: Wenn der Urlaub zum Luxusgut wird, bleibt nur noch das Zelt

Fast 44,7 Millionen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen im Jahr 2025 – ein historischer Rekordwert. Was auf den ersten Blick nach einer romantischen Rückbesinnung auf die Natur klingt, erzählt bei genauerem Hinsehen eine weitaus ernüchterndere Geschichte über den Zustand der deutschen Mittelschicht.

Verdopplung in zwei Jahrzehnten – ein Boom mit Schattenseiten

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen eine deutliche Sprache: Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Campingübernachtungen um 4,2 Prozent, verglichen mit dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 sogar um knapp 25 Prozent. Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen mehr als verdoppelt – ein Plus von satten 105,5 Prozent seit 2005, als noch bescheidene 21,7 Millionen Übernachtungen registriert wurden. Zum Vergleich: Die Übernachtungszahlen über alle Beherbergungsbetriebe hinweg wuchsen im selben Zeitraum lediglich um 44,6 Prozent.

Jede elfte Übernachtung in Deutschland fand 2025 auf einem Campingplatz statt. Man könnte meinen, die Deutschen hätten kollektiv ihre Liebe zur freien Natur wiederentdeckt. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Für viele Familien ist der Campingurlaub längst keine bewusste Lifestyle-Entscheidung mehr, sondern schlicht die einzige noch bezahlbare Form des Reisens.

Auch das Zelt wird teurer – Inflation frisst sich durch alle Lebensbereiche

Selbst das vermeintlich günstige Campingvergnügen bleibt von der galoppierenden Teuerung nicht verschont. Übernachtungen auf Wohnmobilstellplätzen kosteten 2025 stolze 32,2 Prozent mehr als noch im ersten Pandemiejahr 2020. Die Campingplatzgebühren zogen im selben Zeitraum um 28,7 Prozent an. Damit stiegen die Campingpreise sogar stärker als die allgemeinen Übernachtungskosten, die sich um 26,9 Prozent verteuerten, und deutlich stärker als die ohnehin schmerzhaften Verbraucherpreise insgesamt mit einem Plus von 21,9 Prozent.

Man muss kein Volkswirt sein, um zu verstehen, was hier passiert. Die Inflation, befeuert durch eine jahrelange Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die schuldenfinanzierte Ausgabenpolitik der Bundesregierung – man denke nur an das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen –, macht selbst den bescheidensten Urlaub zum Rechenexempel. Wenn schon der Stellplatz für das Wohnmobil ein Drittel teurer ist als vor fünf Jahren, dann darf man sich fragen, was aus dem Land der Dichter und Denker geworden ist, in dem sich eine Familie den Sommerurlaub im Hotel schlicht nicht mehr leisten kann.

Schleswig-Holsteins Ostsee bleibt das Mekka der Camper

Die beliebtesten Campingregionen überraschen wenig. Die schleswig-holsteinische Ostseeküste führt die Rangliste mit 3,5 Millionen Übernachtungen unangefochten an, wobei der überwältigende Anteil von 3,4 Millionen auf inländische Gäste entfiel. Es folgen der Schwarzwald mit 2,6 Millionen, die niedersächsische Nordseeküste mit 2,0 Millionen sowie das bayerische Allgäu mit 1,8 Millionen Übernachtungen. Die Region Bodensee-Oberschwaben konnte sich mit 1,7 Millionen Übernachtungen wieder in die Top Fünf zurückkämpfen.

Bemerkenswert ist die Campinghochburg Fränkisches Seenland, wo nahezu jeder zweite Gast – exakt 47,1 Prozent – auf einem Campingplatz nächtigte. Auch das Lausitzer Seenland und der Hegau am Bodensee wiesen mit über 30 Prozent außergewöhnlich hohe Campinganteile auf. Diese Regionen profitieren offensichtlich davon, dass sie abseits der teuren Touristenzentren liegen und Urlaubern eine bezahlbare Alternative bieten.

Ausländische Gäste zieht es in den Südwesten

Internationale Campinggäste bevorzugen derweil den Südwesten der Republik. Der Schwarzwald lockte 2025 erneut die meisten ausländischen Camper an – 735.000 Übernachtungen wurden dort registriert. Dahinter rangierten die Mosel-Saar-Region mit 369.000, die rheinland-pfälzische Eifel mit 301.000 sowie Bodensee-Oberschwaben und das Allgäu. Dass Deutschland für ausländische Camper offenbar noch attraktiv ist, mag ein schwacher Trost sein – doch auch hier dürfte der schwache Euro seinen Teil zur Anziehungskraft beitragen.

Ein Symptom, kein Trend

Der Camping-Boom ist letztlich ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Realität in Deutschland. In einem Land, in dem die Energiekosten explodieren, die Steuerlast erdrückend ist und die Reallöhne seit Jahren stagnieren, wird der Campingplatz zum letzten Refugium des Familienurlaubs. Während die Politik sich mit Gender-Sternchen und Klimaneutralitätszielen beschäftigt, suchen Millionen Deutsche nach Wegen, ihren Kindern wenigstens noch eine Woche am Meer zu ermöglichen – und sei es im Zelt.

Dass sich die Übernachtungszahlen auf Campingplätzen in zwanzig Jahren mehr als verdoppelt haben, ist kein Zeichen von Naturverbundenheit. Es ist ein Armutszeugnis für eine Wirtschaftspolitik, die den Wohlstand der breiten Mitte systematisch erodiert. Wer sein Vermögen in Zeiten wie diesen schützen möchte, sollte über physische Edelmetalle als Beimischung im Portfolio nachdenken – denn Gold und Silber haben noch jeden Kaufkraftverlust überdauert, während der Euro weiter an Wert verliert.

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