
Bundeswehr-Blamage in Grönland: „Eher ein Waschlappen als ein Handtuch"

Was als demonstrative Machtgeste gegenüber den USA gedacht war, entpuppt sich als kommunikatives Desaster ersten Ranges. Die Erkundungsmission von gerade einmal 15 Bundeswehrsoldaten nach Grönland sorgt für beißenden Spott – und offenbart einmal mehr die strategische Orientierungslosigkeit deutscher Außenpolitik.
Guttenberg rechnet mit der Mission ab
Bei der ARD-Talkshow „Maischberger" nahm der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kein Blatt vor den Mund. „Das ist kommunikativ in die Hose gegangen", urteilte er über die Grönland-Aktion, die US-Präsident Donald Trump prompt als Provokation wertete. Guttenberg warnte zudem eindringlich vor übermäßiger Zurückhaltung gegenüber dem amerikanischen Präsidenten: „In dem Moment, wenn man durchatmet bei Donald Trump, fliegt einem die nächste Faust ins Gesicht."
Der Ex-Minister verglich Trump mit einem „Drittklässler, dem man das Frisbee weggenommen hat" – eine Charakterisierung, die das impulsive Verhalten des US-Präsidenten treffend beschreibt, aber auch die Hilflosigkeit europäischer Politiker im Umgang mit ihm verdeutlicht.
„Lächerlich" – ZDF-Experte vernichtet die Mission
Besonders vernichtend fiel das Urteil von ZDF-Politikexperte Theo Koll aus. Die Mission mit lediglich 15 Soldaten sei „lächerlich" und habe Trumps Argumentation, er wolle Grönland vor China und Russland schützen, geradezu gestützt. Kolls Fazit war so prägnant wie schmerzhaft: Die Bundeswehr-Aktion sei „eher ein Waschlappen als ein Handtuch".
Journalist Nicolaus Blome versuchte zwar, der Mission einen konfrontativen Charakter zuzuschreiben – die Europäer hätten „ihr Handtuch hingelegt", um zu signalisieren: „Wir waren zuerst hier." Doch diese Interpretation wirkt angesichts der bescheidenen Truppenstärke geradezu grotesk.
Trump als „Dealmaker" – Relativierungsversuche aus den USA
US-Politikberater Andrew Langer bemühte sich, die Drohungen des Präsidenten zu relativieren. „Trump ist ein Dealmaker. Er will einfach nur den bestmöglichen Deal für die USA", erklärte er. Militärische Gewalt sei ausgeschlossen, Grönland werde nicht zum 51. Bundesstaat. Moderatorin Sandra Maischberger konfrontierte ihn jedoch mit Trumps Social-Media-Posts, in denen dieser Grönland bereits mit US-Flagge als amerikanisches Territorium darstellte – ein Hinweis darauf, dass die Ambitionen des Präsidenten möglicherweise über bloße Verhandlungstaktik hinausgehen.
Maffay: „Es fällt immer schwerer, optimistisch zu sein"
Auch Sänger Peter Maffay äußerte sich in der Sendung – allerdings weniger zur Grönland-Frage als zu seiner persönlichen Gemütslage. „Ich bin optimistisch, aber es fällt immer schwerer", gestand der Musiker. Als Vater verfolge er täglich die Nachrichten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, „wohin uns die Reise führt".
Bemerkenswert war Maffays politische Enttäuschung: „Ich habe lange SPD gewählt und habe inzwischen Schwierigkeiten, das noch zu tun." Die Partei stehe „den Menschen auf der Straße nicht mehr sehr nahe". Welche Partei dies noch tue, konnte er auf Nachfrage allerdings nicht beantworten – ein Symptom der politischen Orientierungslosigkeit, die viele Deutsche derzeit empfinden.
Ein Sinnbild deutscher Außenpolitik
Die Grönland-Mission steht exemplarisch für das Dilemma deutscher Außen- und Sicherheitspolitik: Man möchte Stärke demonstrieren, verfügt aber weder über die militärischen Kapazitäten noch über die strategische Klarheit, um dies glaubwürdig zu tun. 15 Soldaten auf einer arktischen Insel – das ist keine Machtprojektion, das ist bestenfalls Symbolpolitik, schlimmstenfalls eine Einladung zur Demütigung.
Während Trump mit markigen Worten und provokanten Bildern die Agenda bestimmt, reagiert Deutschland mit halbherzigen Gesten, die weder abschrecken noch überzeugen. Das „Affentheater um Grönland", wie es in der Sendung genannt wurde, dürfte noch lange nicht vorbei sein – und die Bundeswehr hat dabei bislang keine gute Figur gemacht.
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