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Kettner Edelmetalle
16.12.2025
09:25 Uhr

Brüsseler Griff in die Unternehmenskassen: EU plant eigene Steuern auf Konzerne

Die Europäische Kommission schreitet auf einem Pfad voran, der die ohnehin gebeutelte europäische Wirtschaft weiter belasten dürfte. Während deutsche Unternehmen unter explodierenden Energiekosten, überbordender Bürokratie und einer schwächelnden Konjunktur ächzen, schmiedet Brüssel bereits die nächsten Pläne zur Abschöpfung von Unternehmensgewinnen. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer in Europa wirtschaftet, soll künftig noch tiefer in die Tasche greifen.

Der verzweifelte Griff nach neuen Einnahmequellen

Die Kommission hat große Unternehmen als zentrale Melkkuh für ihre ambitionierten Ausgabenpläne identifiziert. Neue Unternehmenssteuern sollen eine verlässlichere Finanzierung ermöglichen und jene Lücke schließen, die durch die berechtigte Ablehnung zusätzlicher nationaler Beiträge entstanden ist. Mehrere Mitgliedstaaten haben schlicht die Nase voll davon, immer mehr Geld nach Brüssel zu überweisen, ohne dass die Gegenleistung erkennbar wäre.

Doch damit nicht genug: Ergänzend rücken weitere Instrumente in den Fokus der Eurokraten. Höhere Kosten im Emissionshandel, ein verschärfter CO₂-Ausgleich sowie verstärkte Konzernabgaben sollen den Finanzrahmen stabilisieren. Die Rechnung ist simpel – und gefährlich: Was die Nationalstaaten nicht mehr zahlen wollen, sollen die Unternehmen aufbringen. Dass dies in einer Phase wirtschaftlicher Schwäche Gift für Investitionen und Arbeitsplätze sein könnte, scheint in den klimatisierten Büros der Kommission niemanden zu interessieren.

Warnsignale aus der Wirtschaft verhallen ungehört

Vertreter energieintensiver Branchen schlagen bereits Alarm und verweisen auf die ohnehin schwache Baukonjunktur. Unternehmen sprechen von steigenden Abgaben, die in einer Rezession schlicht nicht tragbar seien. Doch wann hat Brüssel jemals auf die Sorgen der Wirtschaft gehört? Die ideologisch getriebene Agenda scheint wichtiger als wirtschaftliche Vernunft.

Die Kommission argumentiert, dass große Unternehmen von der Stabilität des Binnenmarkts profitieren und daher einen höheren Beitrag leisten sollten.

Diese Argumentation offenbart eine bemerkenswerte Realitätsferne. Welche Stabilität meint die Kommission eigentlich? Jene Stabilität, die durch endlose Regulierungswut, den Green Deal und eine verfehlte Energiepolitik systematisch untergraben wurde? Die europäische Industrie wandert in Scharen ab, und Brüssel antwortet mit noch höheren Belastungen.

Der neue Finanzrahmen: Mehr Kontrolle, weniger Freiheit

Ein Entwurf für den Zeitraum ab 2028 beschreibt einen Budgetrahmen, der drei zentrale Fonds umfassen soll: Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit sowie einen vereinten Fonds für Kohäsion und Agrarpolitik. Was auf dem Papier nach Effizienz klingt, bedeutet in der Praxis eine weitere Zentralisierung von Entscheidungsgewalt in Brüssel.

Nationale Regierungen müssen künftig Strategien vorlegen, die definierte Indikatoren enthalten. Die Kommission koppelt Zahlungen enger an Fortschritte und richtet die Mittel stärker auf strategische Ziele aus. Übersetzt heißt das: Wer nicht nach Brüssels Pfeife tanzt, bekommt kein Geld. Die formale Stärkung nationaler Handlungsspielräume entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Mogelpackung, denn strenge Vorgaben begrenzen diese Freiheit erheblich.

Verteidigungsfinanzierung als Zankapfel

Die Verteidigungsfinanzierung bildet den größten politischen Konflikt innerhalb der Union. Einige Staaten drängen auf gemeinsame europäische Anleihen, um die militärische Modernisierung zu beschleunigen. Deutschland lehnt dies – zu Recht – ab und setzt auf nationale Lösungen. Die Bundesregierung betont, dass der deutsche Militäretat im SAFE-Programm seinen Anteil trägt.

Für hoch verschuldete Staaten entsteht ein Dilemma: Die sicherheitspolitische Lage erfordert höhere Ausgaben, doch die fiskalischen Grenzen sind eng. Dass ausgerechnet jene Länder, die jahrzehntelang ihre Verteidigungsausgaben vernachlässigt haben, nun nach gemeinschaftlichen Schulden rufen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Ein gefährlicher Präzedenzfall

Was hier geschieht, ist nichts weniger als ein fundamentaler Umbau der europäischen Finanzarchitektur. Die EU strebt nach mehr Eigenmitteln und damit nach mehr Unabhängigkeit von den Mitgliedstaaten. Doch diese Unabhängigkeit bedeutet auch weniger demokratische Kontrolle durch die nationalen Parlamente. Die Spannung zwischen den Ansprüchen an die EU und der Weigerung, zusätzliche Belastungen zu akzeptieren, wird die politische Agenda der nächsten Jahre prägen.

Für den deutschen Steuerzahler und die deutsche Wirtschaft verheißt diese Entwicklung nichts Gutes. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz bereits ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat, drohen nun zusätzliche Belastungen aus Brüssel. Die Zeche zahlt am Ende wie immer der Mittelstand – und damit das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Spannungen erscheint es umso wichtiger, Vermögenswerte breit zu streuen und auch auf bewährte Anlageformen wie physische Edelmetalle zu setzen. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Schutz vor politischen Fehlentscheidungen und inflationären Entwicklungen bewährt – eine Eigenschaft, die angesichts der aktuellen Brüsseler Pläne relevanter denn je sein dürfte.

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