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25.06.2026
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Brandenburg läuft davon: AfD allein stärker als die gesamte rot-schwarze Regierung

Brandenburg läuft davon: AfD allein stärker als die gesamte rot-schwarze Regierung

Es sind Zahlen, die in den Berliner und Potsdamer Parteizentralen für nervöse Schweißausbrüche sorgen dürften. In Brandenburg hat die Alternative für Deutschland ihren Vorsprung auf satte 15 Prozentpunkte ausgebaut – und ist damit für sich genommen stärker als SPD und CDU zusammen. Was vor wenigen Jahren noch als undenkbar galt, ist in der Mark längst bittere Realität für das politische Establishment geworden.

37 Prozent – ein politisches Erdbeben

Laut dem aktuellen Brandenburg-Trend von Infratest dimap im Auftrag des RBB käme die AfD derzeit auf beachtliche 37 Prozent, wenn jetzt Landtagswahl wäre. Die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke, einst stolze Volkspartei der Region, dümpelt abgeschlagen bei 22 Prozent herum. Der Rückstand zur AfD beträgt damit volle 15 Punkte – ein Abstand, der Bände spricht.

Noch dramatischer liest sich das Bild, wenn man die Regierungskoalition als Ganzes betrachtet. Die rot-schwarze Landesregierung, die erst Anfang des Jahres nach der Spaltung des Landes-BSW zusammengezimmert wurde, ist mittlerweile schwächer als die AfD allein. Die seit wenigen Monaten wieder mitregierende CDU verharrt bei mageren 12 Prozent – exakt dort, wo sie schon bei der letzten Wahl im September 2024 gelandet war. Damals lagen die Sozialdemokraten mit 31 Prozent noch knapp vor der AfD mit 29 Prozent. Wie schnell sich das Blatt wenden kann.

Der Frust der Bürger entlädt sich an der Wahlurne

Wer sich fragt, warum die AfD derart durch die Decke schießt, der muss nur einen Blick auf die Zufriedenheitswerte der Landesregierung werfen. Gerade noch 28 Prozent der Brandenburger zeigen sich mit der Arbeit der Koalition zufrieden – ein deutlicher Absturz gegenüber den 37 Prozent vor dem Wechsel des Koalitionspartners im Dezember.

Und in den Kernbereichen der Landespolitik herrscht schlicht Ablehnung auf ganzer Linie. An ein „Voranbringen" der Bildungspolitik glauben lediglich 27 Prozent. Bei der Zuwanderung sind es ebenfalls nur magere 26 Prozent, bei der inneren Sicherheit 39 Prozent, bei der Wirtschaft 37 Prozent. Man muss kein Demoskop sein, um zu erkennen: Die Menschen haben das ewige „Weiter so" gründlich satt. Es ist nicht allein die Meinung unserer Redaktion, sondern die eines wachsenden Teils der Bevölkerung, dass diese Politik an den eigentlichen Sorgen der Bürger meilenweit vorbeiregiert.

Woidkes Beliebtheit – der letzte Strohhalm der SPD

Ein Trostpflaster bleibt den Sozialdemokraten immerhin: Ministerpräsident Dietmar Woidke genießt persönlich noch eine relative Mehrheit. 46 Prozent äußern sich zufrieden, 41 Prozent unzufrieden. Damit steht der SPD-Mann zumindest besser da als sein ungleich blasserer Parteifreund im Bunde – Verzeihung, gemeint ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der bei demselben Institut zuletzt auf erschütternde 16 Prozent Zuspruch kam.

Eine Mehrheit von 57 Prozent findet, Woidke solle bis zur nächsten regulären Wahl im Amt bleiben – und nicht vorzeitig den Stab an einen Nachfolger weiterreichen, wie es jüngst in Sachsen-Anhalt geschah.

Doch persönliche Sympathie ist eben kein Programm. Sie mag einen Politiker eine Weile über Wasser halten, sie ersetzt aber keine überzeugende Sachpolitik. Und genau an dieser fehlt es der rot-schwarzen Regierung offensichtlich an allen Ecken und Enden.

Linke im Aufwind, BSW im freien Fall

Bemerkenswert ist auch die Bewegung im linken Lager. Die Linkspartei legt kräftig zu und erreicht 12 Prozent, während die Grünen mit sechs Prozent gerade so über die Fünfprozenthürde schielen und ein Comeback im Landtag feiern könnten. Das BSW von Sahra Wagenknecht hingegen befindet sich im Sinkflug: Nur noch vier Prozent würden die Partei wählen – ein guter Teil der einstigen Anhänger scheint zur Linkspartei zurückgewandert zu sein. FDP und BVB/Freie Wähler verschwinden derweil unter der Drei-Prozent-Marke in der Bedeutungslosigkeit.

Ein Symptom für ganz Deutschland

Brandenburg ist dabei kein Einzelfall, sondern Teil eines bundesweiten Trends. Auch in der jüngsten Allensbach-Umfrage liegt die AfD vier Punkte vor der Union. Die regierende Große Koalition aus CDU/CSU und SPD bringt es zusammen nur noch auf gut 36 Prozent – ein Armutszeugnis für eine Regierung, die einst angetreten war, das Land aus der Krise zu führen.

Die Botschaft der Wähler ist unmissverständlich: Wer die Sorgen der Menschen über Jahre ignoriert, wer Zuwanderung, Wirtschaftsflaute und innere Sicherheit verwaltet statt löst, der darf sich über das Erstarken der Opposition nicht wundern. Brandenburg führt dieser Tage vor, wohin die Reise geht, wenn das Establishment den Kontakt zur eigenen Bevölkerung verliert.

Was bleibt: Vertrauen in beständige Werte

In Zeiten politischer Umbrüche und wirtschaftlicher Unsicherheit suchen viele Bürger nach Beständigkeit. Während Parteien kommen und gehen und Versprechen verpuffen, haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg ihren Wert bewahrt. Gerade in unruhigen Zeiten kann eine Beimischung physischer Edelmetalle ein sinnvoller Baustein zur Vermögenssicherung und zur Diversifizierung eines breit gestreuten Portfolios sein.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für etwaige Verluste wird keine Haftung übernommen.

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