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Kettner Edelmetalle
28.02.2026
22:07 Uhr

Bomben auf eine Mädchenschule: Über 85 Kinder sterben bei Angriff im Südirans

Was sich am Samstagmorgen in der iranischen Stadt Minab abspielte, lässt sich kaum in Worte fassen. Während junge Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren in ihrer Grundschule saßen – lernten, spielten, lachten –, schlug eine Bombe in das Gebäude der Shajareh-Tayyebeh-Schule ein. Mindestens 85 Menschen, fast ausschließlich Kinder, sollen dabei ums Leben gekommen sein. 170 Schülerinnen befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs in dem Gebäude.

Ein Zeugnis des Grauens

Eine Mitarbeiterin der Schule, die anonym bleiben wollte, schilderte gegenüber Medien unter Tränen, was sie erlebte. Sie habe das Schulgebäude nur kurz verlassen, als ein ohrenbetäubender Knall die Luft zerriss. Sekunden später sei das Gebäude getroffen worden. Als sie zurücklief, bot sich ihr ein Bild, das sie nach eigenen Worten nie vergessen werde: Kinderleichen auf Schulbänken, in den Ecken der Klassenzimmer, überall Staub und Trümmer. „Ich fühlte mich, als hätte ich die Sprache verloren", berichtete sie. Das Schreien und Weinen der überlebenden Kinder habe alles durchdrungen.

Rettungskräfte begannen umgehend, Verschüttete aus den Trümmern zu bergen. Mindestens 45 weitere Personen seien schwer verletzt worden. Manche Helfer vor Ort befürchteten, dass die tatsächliche Opferzahl die Marke von 100 übersteigen könnte. Eltern strömten zur Schule – der Ort verwandelte sich, so die Augenzeugin, in ein „Haus der Trauer".

Landesweite Angriffe auf den Iran

Der Angriff auf die Mädchenschule war kein isoliertes Ereignis. Die Vereinigten Staaten und Israel starteten offenbar eine koordinierte Militäroperation gegen Ziele im gesamten Iran. Explosionen erschütterten die Hauptstadt Teheran am frühen Morgen, als die Bevölkerung gerade auf dem Weg zur Arbeit war. Auch die heilige Stadt Ghom sowie Karaj, Isfahan und Kermanshah sollen getroffen worden sein. Eine Gesamtzahl der Opfer lag zunächst nicht vor. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete, dass der Oberste Führer Ali Chamenei an einen „sicheren Ort" gebracht worden sei.

US-Präsident Donald Trump erklärte, die gemeinsamen Angriffe zielten darauf ab, „unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime zu beseitigen". Man werde die iranische Marine „vernichten", die „terroristischen Stellvertreter" in der Region neutralisieren und unter keinen Umständen zulassen, dass der Iran eine Nuklearwaffe erlange. Konkrete Beweise für eine unmittelbare Bedrohung legte Trump dabei nicht vor.

Diplomatie am Abgrund

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi verurteilte den Angriff auf die Schule scharf. Das zerstörte Gebäude sei eine Mädchengrundschule gewesen, die am helllichten Tag bombardiert worden sei, während sie voller junger Schülerinnen war. Der Tod der Kinder werde „nicht unbeantwortet bleiben", warnte er.

Man muss kein Freund des iranischen Regimes sein – und das sind wir wahrlich nicht –, um angesichts toter Grundschulkinder innezuhalten. Welche militärische Logik rechtfertigt den Beschuss einer Schule voller siebenjähriger Mädchen? Diese Frage muss erlaubt sein, auch und gerade in einer Zeit, in der jede Kritik an westlicher Militärpolitik reflexhaft als Sympathie für autoritäre Regime abgetan wird.

Die Eskalationsspirale dreht sich weiter

Die Ereignisse fügen sich in eine seit Monaten eskalierende Konfrontation zwischen dem Westen und dem Iran ein. Bereits im Juni 2025 hatte Israel Großangriffe auf iranische Atomanlagen gestartet, worauf Teheran mit Raketenbeschuss reagierte. Was wir nun erleben, ist eine weitere, dramatische Stufe der Eskalation – mit verheerenden Konsequenzen für die Zivilbevölkerung.

Für Europa und insbesondere für Deutschland bedeutet diese Entwicklung nichts Gutes. Steigende Ölpreise, neue Flüchtlingsströme, wachsende geopolitische Instabilität – all das wird die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft weiter belasten. In solchen Zeiten zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Vermögenswerte zu besitzen, die nicht von der Willkür politischer Entscheidungen abhängen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Krisenwährung bewährt – und angesichts der sich zuspitzenden Weltlage dürfte ihre Bedeutung als Vermögenssicherung weiter zunehmen.

Die Bilder aus Minab werden bleiben. Die Frage ist, ob die Welt daraus lernt – oder ob wir sehenden Auges in einen Flächenbrand schlittern, dessen Ausmaß noch niemand absehen kann.

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