
Blackout-Chaos in Berlin: DIW-Expertin will Bürgern neue Bauvorschriften aufzwingen

Der winterliche Stromausfall in der Hauptstadt, der rund 45.000 Haushalte in eisige Dunkelheit stürzte, hat die üblichen Verdächtigen auf den Plan gerufen. Allen voran Claudia Kemfert, die umstrittene Energieökonomin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, die nun mit einer bemerkenswerten Forderung aufwartet: Eine Notstrom-Pflicht für sämtliche Neubauten soll her. Wieder einmal sollen also die Bürger für das Versagen der Politik und maroder Infrastruktur zur Kasse gebeten werden.
Die Schuld liegt angeblich nicht beim Netz – sondern bei den Bürgern
Kemfert präsentiert ihre Analyse mit der ihr eigenen Selbstgewissheit: Nicht die Stromnetze hätten versagt, sondern die Vorbereitung auf den Ernstfall. Eine bemerkenswerte Argumentation, wenn man bedenkt, dass die deutsche Energiewende seit Jahren mit Milliarden an Steuergeldern vorangetrieben wird und dennoch die Versorgungssicherheit offenbar auf tönernen Füßen steht. Statt die eigentlichen Ursachen zu benennen – den überhasteten Atomausstieg, die wetterabhängige Stromerzeugung durch Wind und Solar, die vernachlässigte Netzinfrastruktur – zeigt die DIW-Expertin mit dem Finger auf die Bürger.
„Was wir brauchen, ist Prävention", verkündet Kemfert. Deutschland reagiere oft erst, wenn Schäden sichtbar seien. Eine Erkenntnis, die man durchaus teilen kann – allerdings wäre es redlicher, diese Kritik an die politischen Entscheidungsträger zu richten, die seit Jahren die Warnungen vor einer instabilen Stromversorgung in den Wind schlagen.
Neue Pflichten für Bauherren – als wäre Bauen nicht schon teuer genug
Die konkrete Forderung der Energieökonomin lautet: „Notstrom sollte zumindest in Neubauten zum Standard gehören." Sie vergleicht dies mit der Rauchmelder-Pflicht, die Leben schütze. Ein charmanter Vergleich, der allerdings einen wesentlichen Unterschied verschweigt: Ein Rauchmelder kostet wenige Euro, eine Notstromversorgung hingegen geht schnell in die Tausende.
In Zeiten, in denen die Baukosten ohnehin explodieren, in denen junge Familien sich kaum noch Wohneigentum leisten können und die Wohnungsnot in deutschen Städten dramatische Ausmaße annimmt, will Kemfert also weitere Auflagen und Kosten auf die Schultern der Bauherren laden. Die Logik dahinter erschließt sich nur schwer: Weil der Staat es nicht schafft, eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten, sollen die Bürger gefälligst selbst vorsorgen – und dafür auch noch bezahlen.
Solaranlagen als vermeintliche Rettung
Besonders pikant wird es, wenn Kemfert auf Solarenergie in Kombination mit Speichern als „tragfähige Perspektive" verweist. Die Technik sei inzwischen „sehr günstig", behauptet sie. Was sie dabei geflissentlich verschweigt: Wer heute eine Solaranlage besitzt, kann bei einem Blackout oft trotzdem keinen eigenen Strom nutzen, weil Schutzmechanismen die Anlage vom Netz trennen. Die von ihr propagierte Lösung funktioniert also in der Praxis gar nicht – es sei denn, man investiert zusätzlich in teure Inselbetrieb-Technik.
Die Heuchelei der Blackout-Verharmloser
Besonders entlarvend ist der historische Kontext dieser Debatte. Jahrelang wurden Menschen, die zur Krisenvorsorge aufriefen, als Panikmacher und Verschwörungstheoretiker diffamiert. Wer Wasser, Batterien oder ein Notfallradio empfahl, wurde in die rechte Ecke gestellt. Der bekannte Wissenschaftsmoderator Harald Lesch kommentierte entsprechende Warnungen einst mit den Worten: „Das ist eigentlich alles Blödsinn, das ist echt Angstmacherei."
Nun, da die Realität die Mahner eingeholt hat, dreht sich der Wind. Plötzlich ist Vorsorge nicht mehr rechte Panikmache, sondern vernünftige Politik. Doch anstatt sich bei denjenigen zu entschuldigen, die seit Jahren vor genau solchen Szenarien gewarnt haben, werden neue Pflichten und Vorschriften gefordert. Die Arroganz dieser Kehrtwende ist bemerkenswert.
Kritische Infrastruktur vernachlässigt – Bürger sollen es richten
Kemfert kritisiert zwar auch die politische Schwerpunktsetzung beim Schutz kritischer Infrastruktur. Kommunen und Verwaltungen seien zu wenig eingebunden, Anlaufstellen und Kommunikationswege im Krisenfall unklar. Doch diese berechtigte Kritik mündet nicht etwa in der Forderung nach staatlicher Verantwortung, sondern wiederum in der Belastung der Bürger.
Die Wahrheit ist unbequem: Deutschland hat sich mit seiner ideologiegetriebenen Energiepolitik in eine Sackgasse manövriert. Die gleichzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken und Kohlekraftwerken bei gleichzeitigem Ausbau wetterabhängiger Energiequellen hat die Versorgungssicherheit massiv gefährdet. Extremwetter, technische Störungen sowie Sabotage und Cyberangriffe – all diese Risiken, die Kemfert selbst benennt – treffen auf ein System, das immer fragiler wird.
Die Forderung nach einer Notstrom-Pflicht für Neubauten ist letztlich ein Eingeständnis des Scheiterns: Der Staat kann nicht mehr garantieren, wofür die Bürger Steuern und Abgaben zahlen – eine zuverlässige Grundversorgung.
Gold und Silber als bewährte Krisenvorsorge
Während die Politik weiter an der Energiewende bastelt und die Bürger mit immer neuen Vorschriften belastet, bleibt eine Erkenntnis: Eigenvorsorge ist wichtiger denn je. Neben praktischen Maßnahmen wie Notvorräten und alternativen Energiequellen gehört dazu auch die finanzielle Absicherung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als krisenfester Wertspeicher bewährt – unabhängig von Stromnetzen, Bankensystemen oder politischen Entscheidungen. In Zeiten wachsender Unsicherheit kann eine Beimischung von Edelmetallen zu einem breit gestreuten Portfolio einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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