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Kettner Edelmetalle
09.09.2025
07:36 Uhr

Bildungsdesaster in Sachsen-Anhalt: Wenn politisches Versagen zur NormalitÀt wird

WĂ€hrend die Ampel-Koalition in Berlin bereits Geschichte ist und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ihre Arbeit aufgenommen hat, zeigt sich in Sachsen-Anhalt ein erschreckendes Bild des bildungspolitischen Niedergangs. Der aktuelle "Bildungsmonitor" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft offenbart schonungslos, wie sehr die jahrelange Misswirtschaft im Bildungsbereich ihre Spuren hinterlassen hat.

Der freie Fall geht weiter

Platz 13 von 16 BundeslĂ€ndern – das ist die ernĂŒchternde Bilanz fĂŒr Sachsen-Anhalt im Jahr 2025. Noch vor einem Jahr rangierte das Land auf dem elften Platz. WĂ€hrend das benachbarte Sachsen erneut die Spitzenposition verteidigt, rutscht Sachsen-Anhalt immer weiter ab. Ein Armutszeugnis fĂŒr die politisch Verantwortlichen, die offenbar andere PrioritĂ€ten setzen als die Zukunft unserer Kinder.

Besonders alarmierend sind die Details dieser Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. WĂ€hrend man sich in Berlin mit Gendersternchen und KlimaneutralitĂ€t beschĂ€ftigt, verfĂ€llt die Bildungsinfrastruktur in den LĂ€ndern zusehends. Die 98 untersuchten Indikatoren zeichnen ein dĂŒsteres Bild einer verfehlten Bildungspolitik.

Katastrophale Zahlen bei auslÀndischen SchulabgÀngern

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 38,1 Prozent der auslĂ€ndischen SchulabgĂ€nger verlassen die Schule ohne Abschluss – mehr als doppelt so viele wie im Bundesschnitt. Sachsen-Anhalt weist hier den schlechtesten Wert aller BundeslĂ€nder auf. Dies sei das Ergebnis einer gescheiterten Integrationspolitik, die mehr auf Ideologie als auf praktische Lösungen setzt. WĂ€hrend man ĂŒberall von Vielfalt und Bereicherung spricht, scheitert man klĂ€glich daran, jungen Menschen eine vernĂŒnftige Bildung zu ermöglichen.

Unterrichtsausfall als Dauerzustand

An den Grundschulen werden in Sachsen-Anhalt nur 28,5 Unterrichtsstunden pro Klasse erteilt – der Bundesschnitt liegt bei 32,1 Stunden. In der Sekundarstufe I sieht es noch dramatischer aus: Hier belegt das Land mit 34,4 Stunden den vorletzten Platz, wĂ€hrend bundesweit 40,5 Stunden Standard sind. Man fragt sich, wo die PrioritĂ€ten der Landesregierung liegen, wenn nicht einmal der regulĂ€re Unterricht gewĂ€hrleistet werden kann.

"Die KlassengrĂ¶ĂŸen fallen in Sachsen-Anhalt jedoch geringer aus als in vielen anderen BundeslĂ€ndern, was positiv zu bewerten ist", heißt es in der Studie. Ein schwacher Trost angesichts des massiven Unterrichtsausfalls.

Digitalisierung? Fehlanzeige!

Beim Thema Digitalisierung landet Sachsen-Anhalt auf dem vorletzten Platz. Mit nur 21,6 neuen IT-AusbildungsvertrĂ€gen pro 100.000 ErwerbstĂ€tige liegt das Land weit hinter dem Bundesschnitt von 46,3. WĂ€hrend andere LĂ€nder ihre SchĂŒler auf die digitale Zukunft vorbereiten, verharrt Sachsen-Anhalt in der bildungspolitischen Steinzeit.

Die Wiederholerquote von 3,7 Prozent in der Sekundarstufe I ĂŒbersteigt den Bundesschnitt deutlich. Auch bei den vorzeitig aufgelösten AusbildungsvertrĂ€gen liegt das Land mit 36,8 Prozent ĂŒber dem deutschen Durchschnitt. Diese Zahlen dokumentieren ein System, das seine SchĂŒler im Stich lĂ€sst.

Zeit fĂŒr einen Kurswechsel

Es reicht nicht aus, wenn die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur plant. Was nĂŒtzen neue SchulgebĂ€ude, wenn der Unterricht ausfĂ€llt und die BildungsqualitĂ€t im freien Fall ist? Hier rĂ€cht sich die jahrelange VernachlĂ€ssigung traditioneller Bildungswerte zugunsten ideologischer Experimente.

Die BĂŒrger Sachsen-Anhalts haben ein Recht auf eine vernĂŒnftige Bildungspolitik fĂŒr ihre Kinder. Statt sich mit Genderdebatten und Klimaaktivismus zu beschĂ€ftigen, sollten die Verantwortlichen endlich ihrer Kernaufgabe nachkommen: unseren Kindern eine solide Bildung zu ermöglichen. Die Zeit der Ausreden ist vorbei – es braucht jetzt Politiker, die wieder fĂŒr die Interessen der BĂŒrger eintreten und nicht gegen sie regieren.

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