Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
19.02.2026
21:00 Uhr

Bettelbanden an Bahnhöfen: Bundesregierung tappt im Dunkeln – oder will sie gar nicht hinsehen?

Was Millionen Pendler und Reisende in Deutschland tagtäglich erleben, scheint für die Bundesregierung schlicht nicht zu existieren. Organisierte Bettelgruppen, die mit einstudierten Geschichten, vorgefertigten Zetteln und dreisten Ablenkungsmanövern an Bahnhöfen systematisch die Hilfsbereitschaft ahnungsloser Bürger ausnutzen – ein Phänomen, das längst zum traurigen Alltag geworden ist. Doch wer nach belastbaren Zahlen, Strategien oder auch nur einem Funken Problembewusstsein bei den Verantwortlichen sucht, der sucht vergebens.

Die AfD bohrt nach – und stößt auf gähnende Leere

In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung wollte die AfD-Fraktion Klarheit schaffen: Wie gehen Deutsche Bahn und Bundespolizei mit dem organisierten und betrügerischen Betteln im Bahnhofsbereich um? Welche Sicherheitskonzepte gibt es? Werden Hausverbote erteilt und durchgesetzt? Die Antworten, die nun vorliegen, sind so ernüchternd wie bezeichnend für den Zustand dieses Landes.

Eine systematische Erfassung des Phänomens existiert schlichtweg nicht. Weder die Deutsche Bahn noch die Bundespolizei erheben Daten zu organisiertem Betteln. Eine Legaldefinition des Begriffs? Fehlanzeige. Spezifische Dienstanweisungen? Gibt es nicht. Lagebilder? Ebenfalls nicht vorhanden. Man könnte meinen, die Bundesregierung habe sich bewusst dafür entschieden, ein Problem nicht zu sehen, das sie nicht lösen will.

Lautsprecherdurchsagen als Feigenblatt

Besonders absurd mutet die Situation an, wenn man bedenkt, dass an großen Bahnhöfen regelmäßig Lautsprecherdurchsagen ertönen, die vor „organisierten Bettelgruppen" warnen. „Im Bahnhof sind zurzeit organisierte Bettelgruppen unterwegs. Wir empfehlen Ihnen, besonders aufmerksam zu sein" – so schallt es durch die Hallen. Man warnt also offiziell vor einem Phänomen, dessen Existenz man statistisch nicht erfasst und gegen das man offenbar keine wirksamen Maßnahmen ergreift. Das ist keine Sicherheitspolitik. Das ist Kapitulation mit Ansage.

Gerade in Berlin gehört die systematische Abzocke in S-Bahnen, Regionalzügen und auf Bahnsteigen längst zum Alltag. Gruppen treten koordiniert auf, nutzen Mitleid und Hilfsbereitschaft gezielt aus, und die Abgrenzung zwischen strafbarem Betrug und individueller Armut bleibt – wie die Bundesregierung selbst einräumt – „rechtlich wie praktisch schwierig". Eine bequeme Ausrede, die seit Jahren als Schutzschild gegen jegliches entschlossenes Handeln dient.

Hausfriedensbrüche explodieren – doch niemand schaut genauer hin

Immerhin eine Zahl lässt aufhorchen: Die Polizeiliche Eingangsstatistik der Bundespolizei verzeichnete für das Jahr 2025 satte 20.014 Hausfriedensbrüche – ein Anstieg von über 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 14.027 Fällen. Fünfstellige Fallzahlen, Jahr für Jahr. Doch eine bahnhofsspezifische Auswertung sei nicht möglich, heißt es lapidar, da es sich um ein „Massendelikt" handele. Ein direkter Bezug zu organisiertem Betteln lasse sich aus diesen Zahlen nicht ableiten. Wie praktisch.

Der AfD-Abgeordnete Markus Matzerath findet deutliche Worte für diesen Zustand. Die Bundesregierung und die Deutsche Bahn zeigten ein „törichtes Maß an Desinteresse" bei der Lösung des Problems. Es könne nicht sein, so Matzerath, dass auf vielen Bahnhöfen täglich vor offensichtlich immer denselben kriminellen Banden über Lautsprecher gewarnt werde, ohne dass wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen würden.

Ein Symptom einer tiefgreifenden Fehlentwicklung

Das Phänomen der organisierten Bettelbanden ist freilich kein isoliertes Problem. Es ist vielmehr ein Symptom jener umfassenden Sicherheitserosion, die Deutschland seit Jahren erlebt. Wenn der Staat nicht einmal in der Lage oder willens ist, an seinen eigenen Bahnhöfen – also in einem halböffentlichen Raum, der täglich von Millionen Menschen genutzt wird – für Ordnung zu sorgen, welches Signal sendet das dann an jene, die diese Schwäche systematisch ausnutzen?

Die Statistik zu den Tatverdächtigen bei Hausfriedensbrüchen offenbart ein weiteres unbequemes Detail: Von den erfassten Verdächtigen im Jahr 2025 besaßen 10.912 die deutsche und 8.511 eine nicht-deutsche Staatsangehörigkeit. Eine Zuordnung zu bestimmten Phänomenbereichen wie organisiertem Betteln erfolge jedoch nicht, betont die Bundesregierung pflichtschuldig. Man erhebt die Daten also durchaus – will aber offensichtlich keine unbequemen Schlüsse daraus ziehen.

Die Bundesregierung unter Friedrich Merz verweist derweil auf die bestehende „Ordnungspartnerschaft" zwischen Bahn und Bundespolizei sowie auf den Einsatz von Sicherheitspersonal zur Durchsetzung der Hausordnung. Ordnungspartnerschaft – ein Wort, das so bürokratisch klingt wie die Maßnahmen, die dahinterstehen, offenbar wirkungslos sind. Wer gehofft hatte, dass mit dem Ende der Ampel-Koalition ein neuer Wind in der Innenpolitik wehen würde, sieht sich zumindest in diesem Bereich bitter enttäuscht.

Der Bürger bleibt auf sich allein gestellt

Am Ende des Tages ist es wieder einmal der gewöhnliche Bürger, der die Konsequenzen politischer Untätigkeit zu tragen hat. Der Pendler, der morgens in der S-Bahn von aggressiven Bettlern bedrängt wird. Die ältere Dame, die am Hauptbahnhof ihr Portemonnaie verliert, während sie von einer „Bettelgruppe" abgelenkt wird. Der Familienvater, der seinen Kindern erklären muss, warum der Staat offenbar nicht in der Lage ist, an einem Bahnhof für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Solange die Bundesregierung sich weigert, das Problem auch nur statistisch zu erfassen – geschweige denn entschlossen dagegen vorzugehen –, wird sich an diesem Zustand nichts ändern. Die Lautsprecherdurchsagen werden weiter ertönen, die Bettelbanden werden weiter operieren, und die Politik wird weiter so tun, als gäbe es nichts zu sehen. Ein törichtes Maß an Desinteresse? Nein, es ist schlimmer. Es ist ein Offenbarungseid des Rechtsstaates.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen