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20.01.2026
17:14 Uhr

Bessent beschwichtigt: Grönland-Hysterie sei Medien-Panikmache – Droht Europa mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen?

Bessent beschwichtigt: Grönland-Hysterie sei Medien-Panikmache – Droht Europa mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen?

Die Finanzmärkte beben, die Nervosität steigt, und wieder einmal stehen die transatlantischen Beziehungen auf dem Prüfstand. US-Finanzminister Scott Bessent hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos versucht, die Wogen zu glätten – doch die Frage bleibt: Wie lange kann diese Strategie der Beschwichtigung noch funktionieren?

Bessent warnt vor medialer Panikmache

Mit deutlichen Worten wandte sich der Finanzminister an die versammelte Weltpresse und bezeichnete die Aufregung um Grönland als reine „Hysterie". Ein Begriff, der sitzt. Bessent zog dabei Parallelen zum April des vergangenen Jahres, als die Medien bereits wegen des Handelsstreits zwischen den USA und ihren wichtigsten Handelspartnern Alarm geschlagen hatten.

„Das ist dieselbe Art von Hysterie, die wir am 2. April gehört haben. Es gab Panik. Und was ich hier jeden auffordere zu tun, ist: Lehnen Sie sich zurück, atmen Sie tief durch und lassen Sie die Dinge sich entwickeln."

Eine bemerkenswerte Aussage, die man durchaus als Seitenhieb gegen die etablierten Medien verstehen darf. Denn tatsächlich neigen viele Mainstream-Medien dazu, jede außenpolitische Maßnahme der Trump-Administration in apokalyptischen Farben zu malen – während die tatsächlichen Auswirkungen oft weit weniger dramatisch ausfallen.

Die Drohkulisse des Treasury-Verkaufs

Besonders interessant ist Bessents Reaktion auf die Spekulationen, Europa könnte als Vergeltungsmaßnahme US-Staatsanleihen abstoßen. Der Finanzminister wies diese Überlegungen als „völlig falsches Narrativ" zurück. Der US-Treasury-Markt sei schließlich der „leistungsstärkste Markt der Welt" und der „liquideste" Schuldenmarkt überhaupt.

Die Zahlen sprechen allerdings eine andere Sprache: Europäische Investoren halten rund 10 Billionen Dollar an US-Vermögenswerten – etwa 6 Billionen in US-Aktien und weitere 4 Billionen in Staatsanleihen und anderen Anleihen. Ein massiver Verkauf dieser Positionen würde, wie Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote treffend formulierte, „den US-Märkten den Boden unter den Füßen wegziehen".

Märkte reagieren bereits nervös

Die Realität an den Börsen zeigt bereits erste Risse im Fundament. UBS-Analyst Justinus Steinhorst beobachtet eine Beschleunigung des sogenannten „Sell America Trade": Der Dollar-Index ist seit Wochenbeginn um 85 Basispunkte gefallen, während Gold um 2,7 Prozent zugelegt hat. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen hat erstmals seit Monaten ihren 200-Tage-Durchschnitt überschritten.

Simon Penn von UBS bringt es auf den Punkt: „Sell America ist zurück – US-Aktien, Staatsanleihen und der Dollar stehen alle unter Abwärtsdruck." Eine Konstellation, die es vor den ersten Zolldrohungen im April des Vorjahres so noch nie gegeben habe.

Die Grönland-Frage als Zündstoff

Präsident Trump hat am Wochenende angekündigt, dass Großbritannien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Norwegen und Schweden mit einem Zoll von 10 Prozent auf alle in die USA gelieferten Waren belegt werden – und zwar so lange, bis Dänemark der Abtretung Grönlands zustimmt. Eine Forderung, die in europäischen Hauptstädten für erhebliche Verstimmung sorgt.

Bessent versuchte zu differenzieren: Was Trump bei Grönland fordere, sei „sehr unterschiedlich zu den anderen Handelsabkommen". Er forderte alle Länder auf, sich an die bestehenden Vereinbarungen zu halten, da diese „große Sicherheit" böten. Gleichzeitig bekräftigte er das US-Engagement für die NATO – die Mitgliedschaft sei „unbestritten". Allerdings bedeute dies nicht, dass man keine Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft Grönlands haben könne.

Gold als sicherer Hafen gefragt

In Zeiten solcher geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr die Stärke physischer Edelmetalle. Während Aktien, Anleihen und Währungen unter Druck geraten, verzeichnet Gold deutliche Zugewinne. Für konservative Anleger, die ihr Vermögen langfristig schützen möchten, bestätigt sich damit erneut die zeitlose Weisheit: In Krisenzeiten bewährt sich das gelbe Metall als verlässlicher Wertspeicher.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Bessents Beschwichtigungsversuche Früchte tragen oder ob die transatlantischen Spannungen weiter eskalieren. Eines steht fest: Die Märkte werden jeden Schritt genau beobachten – und Gold dürfte dabei weiterhin als Krisenindikator fungieren.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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