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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
09:16 Uhr

Berliner Hauptbahnhof im Stillstand: Rolltreppe rast rückwärts – 42 Anlagen abgeschaltet

Es klingt wie eine Szene aus einem schlechten Katastrophenfilm, ist aber bittere Realität im Deutschland des Jahres 2026: Am Berliner Hauptbahnhof, dem größten Kreuzungsbahnhof Europas und vermeintlichen Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst, stehen 42 von 54 Rolltreppen still. Der Grund? Eine Rolltreppe entschied sich am vergangenen Sonntagmorgen offenbar eigenmächtig, die Fahrtrichtung zu wechseln – und raste plötzlich rückwärts. Willkommen in der Infrastruktur-Republik Deutschland.

Ein Vorfall mit Ansage?

Was sich zunächst wie eine Anekdote anhört, hätte zur Katastrophe werden können. Zeugen berichteten, dass eine Rolltreppe im ersten Untergeschoss des Hauptbahnhofs unvermittelt die Richtung gewechselt habe und mit hoher Geschwindigkeit rückwärts gefahren sei. Am Fuß der Treppe kam es zu Gedränge und Stürzen. Eine Frau klagte über Knieschmerzen, nachdem sie hingefallen war – eine ärztliche Behandlung sei jedoch nicht notwendig gewesen, wie ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte. Man mag sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, hätte sich der Vorfall zur Hauptverkehrszeit ereignet, wenn Hunderte Reisende mit schwerem Gepäck die Treppen bevölkern.

Erst am Mittwoch – also drei volle Tage nach dem Vorfall – wurde dann der flächendeckende Notstopp angeordnet. Drei Tage. Man fragt sich unweigerlich: Was wäre geschehen, wenn in dieser Zwischenzeit eine weitere Rolltreppe verrückt gespielt hätte?

Getriebedefekte und ein marodes System

Die Deutsche Bahn nannte mögliche Defekte im Getriebe als Ursache für die Stilllegung. An gleich zwei Rolltreppen seien zuvor Probleme aufgetreten, weshalb man alle Anlagen des gleichen Typs vorsorglich abgeschaltet habe. Betroffen sind nicht nur die 42 Rolltreppen am Hauptbahnhof, sondern auch zehn weitere am Bahnhof Südkreuz. Lediglich die Fahrtreppen zu den S-Bahn-Gleisen laufen noch – ein schwacher Trost für die Tausenden Reisenden, die sich nun mit Koffern und Kinderwagen durch das Treppenhaus quälen müssen.

Die zuständige Bahnvorständin Dr. Katja Hüske erklärte am Donnerstagnachmittag, man müsse die Ergebnisse der Prüfungen abwarten. Wann die Rolltreppen wieder in Betrieb gehen könnten, vermochte sie nicht zu sagen. Sie versprach eine „Kontrolle auf Herz und Nieren" – eine Formulierung, die angesichts des desolaten Zustands der deutschen Bahninfrastruktur fast schon zynisch anmutet.

Routinekontrollen ohne Befund – und dann das

Besonders pikant: Die Rolltreppen werden nach Angaben der Bahn alle vier Monate überprüft. Bei der letzten Kontrolle habe es offenbar keinerlei Hinweise auf technische Mängel gegeben. Entweder sind die Prüfintervalle zu lang, die Prüfungen zu oberflächlich – oder beides. Dass ein Getriebe zwischen zwei Routinekontrollen derart versagt, dass eine Rolltreppe unkontrolliert rückwärts rast, wirft fundamentale Fragen zur Wartungsqualität auf.

Symptom eines größeren Problems

Der Rolltreppenskandal am Berliner Hauptbahnhof ist mehr als nur eine kuriose Panne. Er ist ein Sinnbild für den schleichenden Verfall der deutschen Infrastruktur, der sich seit Jahren vor aller Augen vollzieht. Marode Brücken, unpünktliche Züge, gesperrte Strecken – und nun eben Rolltreppen, die ein Eigenleben entwickeln. Während die Politik Milliarden für ideologische Prestigeprojekte ausgibt und sich in Debatten über Gendersternchen und Klimaneutralität verliert, bröckelt das Fundament, auf dem dieses Land einst seinen Wohlstand aufgebaut hat.

Das von der neuen Großen Koalition beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur klingt auf dem Papier beeindruckend. Doch ob das Geld tatsächlich dort ankommt, wo es dringend gebraucht wird – nämlich bei der grundlegenden Instandhaltung von Bahnhöfen, Schienen und ja, auch Rolltreppen – darf bezweifelt werden. Die Erfahrung lehrt, dass zwischen politischen Ankündigungen und der Realität auf deutschen Bahnsteigen Welten liegen.

Dr. Hüske appellierte an die Reisenden, vor Fahrten ab Hauptbahnhof und Südkreuz „längere Umsteigezeiten" einzuplanen. Ein Ratschlag, der für regelmäßige Bahnfahrer in Deutschland längst zur Selbstverständlichkeit geworden sein dürfte. Denn wer hierzulande mit der Bahn reist, der plant ohnehin nicht mehr mit Pünktlichkeit – sondern mit dem Unerwarteten. Dass dazu nun auch rückwärts rasende Rolltreppen gehören, ist lediglich eine weitere Facette des großen deutschen Infrastrukturdramas.

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