
Berliner Flughafen BER kapituliert vor dem Winter: Ein Armutszeugnis für die Hauptstadt
Was in anderen Ländern zum alltäglichen Geschäft gehört, bringt die deutsche Hauptstadt an den Rand des Zusammenbruchs: Ein bisschen Eis auf der Landebahn. Der Flughafen Berlin Brandenburg, ohnehin ein Mahnmal deutscher Planungsinkompetenz, steht seit Donnerstagabend still. Kein Flugzeug hebt ab, keines landet. Die Begründung? Blitzeis. Man reibt sich verwundert die Augen.
Wenn Winterwetter zur Staatsaffäre wird
Bereits am Donnerstagabend gegen 20 Uhr bildeten sich auf den Start- und Landebahnen des BER glatte Eisschichten. Was folgte, war keine schnelle Reaktion eines professionellen Flughafenbetriebs, sondern die vollständige Kapitulation. Der gesamte Flugverkehr wurde eingestellt, zunächst bis in die frühen Morgenstunden des Freitags. Doch auch am Freitagmorgen blieb der Betrieb lahmgelegt. Eine Flughafensprecherin erklärte gegenüber der Presse mit entwaffnender Ehrlichkeit, man könne derzeit keinen Zeitpunkt nennen, wann der Luftverkehr wieder aufgenommen werde.
Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen: Ein internationaler Flughafen einer europäischen Hauptstadt ist nicht in der Lage, eine Prognose abzugeben, wann er wieder funktionsfähig sein wird. Und das nicht etwa nach einer Naturkatastrophe biblischen Ausmaßes, sondern wegen winterlicher Witterungsbedingungen, die in anderen Teilen der Welt zum Standardrepertoire gehören.
Das Versagen hat System
Die Chronologie des Desasters offenbart die ganze Hilflosigkeit der Verantwortlichen. Am Donnerstagmorgen mussten zunächst alle Starts ausgesetzt werden, da eine sichere Enteisung der Flugzeuge nicht mehr gewährleistet werden konnte. Landungen waren anfangs noch möglich, wurden im weiteren Tagesverlauf jedoch ebenfalls eingestellt. Seit nunmehr fast einem Tag schafft man es am Flughafen nicht, der Lage Herr zu werden.
Für die betroffenen Reisenden bedeutet dies Verspätungen, Flugausfälle und die mühsame Suche nach Umbuchungsmöglichkeiten. Während in Ländern wie Russland, Kanada oder den skandinavischen Staaten der Flugbetrieb auch bei deutlich härteren Winterbedingungen routiniert weiterläuft, versinkt Berlin im Chaos.
Die Ironie des Streusalzverbots
Besonders pikant erscheint die Situation vor dem Hintergrund der Berliner Streusalz-Debatte. Während die Stadt sich mit ideologisch motivierten Umweltauflagen selbst fesselt und das Berliner Abgeordnetenhaus frühestens Ende Februar über eine Lockerung des Streusalzverbots abstimmen will, frieren die Bürger auf spiegelglatten Gehwegen und der Flughafen steht still. Die Grünen und Linken könnten diese Lockerung noch blockieren, obwohl man deutlich schneller agieren könnte, wenn man den Schutz der Bürger ernst nehmen würde.
Ein Symptom des allgemeinen Niedergangs
Der lahmgelegte Flughafen ist mehr als nur ein logistisches Problem. Er ist ein Sinnbild für den Zustand der deutschen Infrastruktur und die Unfähigkeit, selbst grundlegende Herausforderungen zu meistern. Der BER, dessen Baugeschichte bereits zum internationalen Gespött wurde, setzt mit diesem Winterversagen seiner unrühmlichen Tradition fort.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bleibt die Lage insbesondere im Nordosten Deutschlands am Freitagmorgen kritisch. Überfrierender Regen, Glatteis und dichter Nebel werden erwartet. Besonders betroffen ist ein Streifen von der Mecklenburger Seenplatte bis zur Ostsee. Im weiteren Verlauf des Freitags soll die Glatteislage zwar nachlassen, doch der Schaden für das Ansehen der Hauptstadt ist bereits angerichtet.
Berlin bringt seit geraumer Zeit nur noch Spott und Schande über Deutschland. Die Stadt, die einst Weltmetropole sein wollte, scheitert an ein paar Zentimetern Eis. Es ist ein Armutszeugnis, das die Frage aufwirft, wie dieses Land mit echten Krisen umgehen will, wenn es bereits an winterlichen Temperaturen scheitert.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











