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11.03.2026
16:12 Uhr

Berlin versinkt im Waffenchaos: Schusswaffenkriminalität explodiert um 68 Prozent

Berlin versinkt im Waffenchaos: Schusswaffenkriminalität explodiert um 68 Prozent

Während die politische Klasse in Deutschland nicht müde wird, Verbotszonen und Symbolpolitik als Allheilmittel gegen die grassierende Gewalt zu verkaufen, sprechen die nackten Zahlen eine ganz andere Sprache. Die Berliner Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 offenbart ein erschreckendes Bild: 1.119 Straftaten mit Schusswaffen wurden in der Hauptstadt registriert – ein Anstieg um satte 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen. In einer Stadt, die sich gerne als weltoffene Metropole inszeniert, wird mittlerweile im Schnitt mehr als dreimal täglich mit einer Schusswaffe gedroht oder geschossen.

Wenn Verbotszonen zur Farce werden

Besonders pikant: In 515 Fällen wurde tatsächlich abgedrückt. Im Vorjahr waren es noch 363 – ein Anstieg, der selbst hartgesottene Kriminalisten aufhorchen lässt. Die Berliner Polizei versucht, den dramatischen Zuwachs teilweise mit einer veränderten statistischen Erfassung zu erklären. Seit dem 1. Januar 2025 sei die „Art der Waffenverwendung" verpflichtend zu dokumentieren, wodurch genauer festgehalten werde, ob und wie Waffen eingesetzt wurden. Eine bequeme Erklärung, die allerdings kaum darüber hinwegtäuschen kann, dass Berlin ein massives Sicherheitsproblem hat.

Innensenatorin Iris Spranger von der SPD sprach von einem „klaren Warnsignal" und beschwor „Null Toleranz" gegenüber illegalem Waffenbesitz und bewaffneten Auseinandersetzungen. Wenn Konflikte mit Schusswaffen ausgetragen würden, sei „eine rote Linie überschritten", so die Senatorin. Starke Worte – doch was folgt daraus? Wer seit Jahren die gleichen Phrasen drischt, während die Kriminalitätszahlen unaufhörlich steigen, hat offenkundig den Bezug zur Realität verloren.

Messergewalt: Die endlose Spirale dreht sich weiter

Doch nicht nur bei Schusswaffen eskaliert die Lage. Auch die Messerkriminalität hat in Berlin erneut zugenommen. 3.599 Fälle wurden im Jahr 2025 registriert – 187 mehr als im Vorjahr. Fast jede zweite Tat, exakt 49,4 Prozent, war eine Bedrohung mit einem Messer. Knapp die Hälfte aller Messerangriffe ereignete sich im öffentlichen Raum, also genau dort, wo sich Bürger eigentlich sicher fühlen sollten. Insgesamt wurden 4.456 Opfer gezählt. Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, dessen Leben durch Gewalt erschüttert wurde.

Seit Februar 2025 gelten in Berlin feste Waffen- und Messerverbotszonen am Görlitzer Park, am Kottbusser Tor und am Leopoldplatz. Die Innenverwaltung feiert sich dafür, dass die registrierten Fälle in diesen Bereichen um 25 bis 45 Prozent zurückgegangen seien. Was dabei geflissentlich verschwiegen wird: Die Gesamtzahlen für ganz Berlin sind trotzdem gestiegen. Die Kriminellen verlagern ihre Aktivitäten schlicht in andere Stadtteile. Wer glaubt, mit ein paar Verbotsschildern die Messerkriminalität in den Griff zu bekommen, betreibt nichts anderes als politisches Theater auf Kosten der Sicherheit unbescholtener Bürger.

Das Dunkelfeld – die wahre Dimension des Problems

Insgesamt registrierte die Berliner Polizei im Jahr 2025 rund 502.743 Straftaten, was immerhin einem Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Aufklärungsquote lag bei mageren 44,9 Prozent – das bedeutet im Umkehrschluss, dass mehr als jede zweite Straftat ungesühnt bleibt. Den größten Anteil machten weiterhin Diebstähle und Einbrüche aus. Doch die vielleicht wichtigste Information findet sich im Kleingedruckten: Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet lediglich das sogenannte Hellfeld ab. Unzählige Straftaten werden gar nicht erst angezeigt und tauchen in keiner Statistik auf. Die tatsächliche Dimension des Problems dürfte also noch weitaus dramatischer sein.

Symptom einer gescheiterten Politik

Was wir in Berlin erleben, ist kein isoliertes Phänomen, sondern das Symptom einer über Jahre hinweg gescheiterten Sicherheits- und Migrationspolitik. Die zunehmende Bewaffnung auf Deutschlands Straßen, die Verrohung im öffentlichen Raum, die schleichende Erosion des staatlichen Gewaltmonopols – all das sind Konsequenzen politischer Fehlentscheidungen, die von einer Mehrheit der deutschen Bevölkerung längst nicht mehr akzeptiert werden.

Es reicht nicht, nach jeder neuen Schreckensmeldung „Null Toleranz" zu proklamieren und dann zur Tagesordnung überzugehen. Deutschland braucht Politiker, die das Sicherheitsbedürfnis der eigenen Bevölkerung ernst nehmen und konsequent handeln – statt sich hinter statistischen Erfassungsänderungen und symbolischen Verbotszonen zu verstecken. Dass dies nicht nur die Meinung unserer Redaktion ist, sondern von einem Großteil der deutschen Bürger geteilt wird, zeigen sämtliche Umfragen zur inneren Sicherheit seit Jahren mit erschreckender Deutlichkeit.

Die Frage, die sich jeder stellen muss, lautet: Wie viele Warnsignale braucht es noch, bis endlich gehandelt wird?

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