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09.03.2026
05:11 Uhr

Bayerische Kommunalwahl: CSU triumphiert auf dem Land – doch in den Großstädten droht der Bedeutungsverlust

Bayerische Kommunalwahl: CSU triumphiert auf dem Land – doch in den Großstädten droht der Bedeutungsverlust

Die bayerische Kommunalwahl vom 9. März 2026 offenbart ein gespaltenes Bild der einstigen Volkspartei CSU. Während die Christsozialen in ländlichen Regionen weiterhin mit erdrutschartigen Mehrheiten dominieren, erleben sie in den urbanen Zentren des Freistaats ein Debakel, das aufhorchen lässt. In München und Bamberg reichte es nicht einmal mehr für die Stichwahl – ein Alarmsignal, das die Partei nicht ignorieren sollte.

26 Siege im ersten Wahlgang – und dennoch bittere Niederlagen

Von 84 zu vergebenden Landrats- und Oberbürgermeisterposten wurden 37 bereits im ersten Wahlgang entschieden. Die CSU konnte dabei 26 Wahlen direkt für sich entscheiden – eine beeindruckende Zahl, die allerdings den Blick auf die schmerzhaften Verluste in den Metropolen verstellt. Im Landkreis Freyung-Grafenau etwa holte Sebastian Gruber sagenhafte 89,1 Prozent der Stimmen. Oliver Bär, Ehemann von Bundesdigitalministerin Dorothee Bär, wurde mit 75 Prozent als Landrat des Kreises Hof bestätigt. Auf dem flachen Land, so scheint es, ist die Welt der CSU noch in Ordnung.

Doch dann München. Die Landeshauptstadt, einst stolze Bastion bürgerlich-konservativer Politik, hat der CSU eine schallende Ohrfeige verpasst. Mit mageren 21,3 Prozent landete die Partei auf dem dritten Platz – weit abgeschlagen hinter dem amtierenden SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter (35,6 Prozent) und dem Grünen Dominik Krause (29,5 Prozent). Erstmals in der Geschichte der bayerischen Landeshauptstadt schaffte es die CSU nicht in die Stichwahl um das höchste Amt im Rathaus. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In der Stadt, in der Franz Josef Strauß einst die politische Landschaft nach seinem Willen formte, ist die CSU zur Randerscheinung degradiert worden.

Bamberg: Grüne und SPD verdrängen die CSU

Ähnlich ernüchternd das Bild in Bamberg. Die CSU-Landtagsabgeordnete und ehemalige bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml kam trotz ihres prominenten Namens nur auf 28,2 Prozent. In die Stichwahl ziehen stattdessen der Grüne Jonas Glüsenkamp mit 30,3 Prozent und der Sozialdemokrat Sebastian Martins Niedermaier mit 29 Prozent ein. Dass eine erfahrene Politikerin wie Huml in einer fränkischen Traditionsstadt derart abgestraft wird, spricht Bände über den Zustand der Partei in den Städten.

Man darf sich durchaus fragen, ob die CSU unter Markus Söder nicht längst den Anschluss an das urbane Bürgertum verloren hat. Die permanente Anbiederung an grüne Zeitgeistthemen, das Schwanken zwischen konservativer Rhetorik und progressiver Praxis – all das scheint weder die traditionelle Stammwählerschaft in den Städten zu halten noch neue Wähler zu gewinnen. Wer versucht, es allen recht zu machen, macht es am Ende niemandem recht.

Grüne verlieren einzigen Landratsposten – hoffen aber auf Stichwahlen

Für die Grünen war der Wahlabend ein zweischneidiges Schwert. Einerseits verloren sie ihren einzigen Landratsposten im Freistaat: Im Landkreis Miltenberg, wo der grüne Landrat Jens Marco Scherf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antrat, holte sein Nachfolgekandidat Peter Weis nur klägliche 10,5 Prozent. Björn Bartels von der CSU/NeueMITTE gewann dort souverän mit 51,1 Prozent im ersten Wahlgang. Andererseits stehen die Grünen in München und Bamberg in der Stichwahl – und könnten dort durchaus reüssieren, was die politische Landkarte Bayerns nachhaltig verändern würde.

Dass ausgerechnet die Grünen in bayerischen Großstädten derart erstarken, sollte jedem konservativen Beobachter zu denken geben. Es zeigt, wie weit sich das städtische Milieu von traditionellen Werten entfernt hat – und wie wenig die etablierten bürgerlichen Parteien diesem Trend entgegenzusetzen haben.

SPD und Freie Wähler mit soliden Ergebnissen

Die SPD konnte vier Wahlen bereits im ersten Wahlgang für sich entscheiden. Besonders bemerkenswert: In Fürth wurde der sozialdemokratische Amtsinhaber Thomas Jung mit 72,1 Prozent geradezu triumphal bestätigt. In Schweinfurt eroberte die SPD mit Florian Töpper den Oberbürgermeisterposten, nachdem der bisherige CSU-Amtsinhaber nicht mehr angetreten war. Auch in Coburg verteidigte SPD-Mann Dominik Sauerteig sein Amt mit 51,8 Prozent.

Die Freien Wähler, Koalitionspartner der CSU in der Landesregierung, konnten fünf Wahlen im ersten Wahlgang gewinnen. Unter den Siegreichen befand sich auch Tanja Schweiger, Lebensgefährtin von Parteichef Hubert Aiwanger, die mit 60,3 Prozent zur Landrätin des Landkreises Regensburg gewählt wurde – allerdings mit deutlichen Einbußen gegenüber ihrem Ergebnis von 68,2 Prozent bei der letzten Wahl. Ein Rückgang von fast acht Prozentpunkten, der zeigt, dass auch der Aiwanger-Bonus seine Grenzen hat.

AfD nur in einem Landkreis in der Stichwahl

Die AfD schaffte es lediglich im Landkreis Günzburg in die Stichwahl. In mehreren anderen Landkreisen erreichte die Partei zwar den zweiten Platz, doch dort hatten sich die jeweiligen Konkurrenten bereits im ersten Wahlgang durchgesetzt. Das bayerische Kommunalwahlrecht mit seiner Besonderheit des Kumulierens und Panaschierens macht es für Parteien ohne tiefe lokale Verwurzelung traditionell schwer. Dennoch dürfte die AfD auf die Ergebnisse der Stadtrats-, Gemeinderats- und Kreistagswahlen hoffen, die erst im Laufe der Woche ausgezählt werden – ein Prozess, der sich aufgrund des komplexen Wahlsystems über mehrere Tage hinzieht.

Was diese Wahl über den Zustand Bayerns verrät

Die bayerische Kommunalwahl 2026 ist mehr als nur eine Ansammlung lokaler Abstimmungen. Sie ist ein Seismograph für die tektonischen Verschiebungen in der politischen Landschaft des Freistaats. Auf dem Land bleibt die CSU unangefochtene Volkspartei – mit Ergebnissen, von denen andere Parteien nur träumen können. Doch in den Städten, wo die Zukunft entschieden wird, wo junge Familien leben und die Wirtschaft pulsiert, verliert sie dramatisch an Boden.

Die Stichwahlen am 22. März werden zeigen, ob die CSU zumindest in einigen Städten noch die Kurve kriegen kann. Doch eines ist bereits jetzt klar: Eine Partei, die in der Landeshauptstadt nicht einmal mehr in die Stichwahl kommt, hat ein strukturelles Problem, das sich nicht mit markigen Sprüchen aus der Staatskanzlei lösen lässt. Bayern braucht eine konservative Erneuerung, die diesen Namen auch verdient – keine Lippenbekenntnisse, sondern echte Politik für die Bürger, die sich nach Sicherheit, Ordnung und wirtschaftlicher Stabilität sehnen.

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