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27.02.2026
20:10 Uhr

Baden-Württemberg: CDU schmilzt auf 27 Prozent – droht der historische Machtverlust?

Was für ein Debakel für die Christdemokraten im einstigen Stammland der Union. Eine aktuelle Umfrageprojektion der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF zeichnet ein Bild, das CDU-Strategen schlaflose Nächte bereiten dürfte: Gerade einmal 27 Prozent würden die Partei von Spitzenkandidat Manuel Hagel wählen, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre. Die Grünen unter Cem Özdemir liegen mit 25 Prozent nur noch einen Wimpernschlag entfernt. Am 8. März wird tatsächlich gewählt – und der Ausgang ist offener denn je.

Özdemir als grüner Trumpf – Hagel weitgehend unbekannt

Die Zahlen offenbaren ein fundamentales Problem der CDU in Baden-Württemberg: Ihr Spitzenkandidat ist schlicht zu wenig bekannt. Während satte 77 Prozent der Befragten Cem Özdemir korrekt als Grünen-Spitzenkandidaten identifizieren konnten, schafften dies bei Manuel Hagel nur 48 Prozent. Fast jeder zweite Wähler weiß also nicht einmal, wer für die CDU ins Rennen geht. Wie will man eine Wahl gewinnen, wenn man nicht einmal erkannt wird?

Auf einer Beliebtheitsskala von minus fünf bis plus fünf erreicht Özdemir einen Wert von +1,5, Hagel kommt auf +1,0. Noch vernichtender: Bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten liegt der Grüne mit 47 Prozent klar in Führung. Nicht nur die eigene Klientel steht geschlossen hinter ihm – 96 Prozent der Grünen-Wähler bevorzugen Özdemir –, sondern auch 73 Prozent der SPD-Anhänger und 63 Prozent der Linken-Wähler. Hagel hingegen kann nicht einmal seine eigene Partei vollständig hinter sich versammeln: Nur 66 Prozent der CDU-Wähler wünschen sich ihn als Ministerpräsidenten.

Die AfD als dritte Kraft – und doch isoliert

Die AfD kommt in der Erhebung auf 19 Prozent und ist damit klar drittstärkste Kraft. Ihr Spitzenkandidat Markus Frohnmaier, der kurioserweise weder auf der Landesliste steht noch in einem Wahlkreis kandidiert, wird von den Wählern anderer Parteien mit einem Wert von -2,6 scharf abgelehnt. Eine Koalition aus CDU und AfD lehnen 78 Prozent der Befragten ab – ein Ergebnis, das die politische Isolation der Alternative für Deutschland im Südwesten eindrücklich dokumentiert.

Man mag von dieser kategorischen Ausgrenzung halten, was man will. Fakt ist: Sie beraubt die CDU ihrer einzigen realistischen Machtoption jenseits einer Juniorpartnerschaft bei den Grünen. Denn alle anderen Konstellationen sind rechnerisch oder politisch ausgeschlossen. Die SPD dümpelt bei mageren neun Prozent, die FDP und die Linke stehen bei jeweils sechs Prozent.

Grün-Schwarz oder Schwarz-Grün – das ist hier die Frage

Das ZDF ließ drei denkbare Koalitionsoptionen abfragen, und schon die Fragestellung verrät, wohin die Reise gehen könnte. Eine grün-schwarze Koalition unter Führung der Grünen – also eine Fortführung des Status quo – findet mit 45 Prozent die größte Zustimmung. Eine schwarz-grüne Variante unter CDU-Führung kommt nur auf 41 Prozent Zuspruch. Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Bürger Baden-Württembergs haben sich offenbar an grüne Führung gewöhnt.

Für konservative Beobachter ist diese Entwicklung ein Alarmsignal erster Güte. Baden-Württemberg, einst Hochburg bürgerlich-konservativer Politik, droht endgültig zum grünen Vorzeigeland zu werden. Dass ausgerechnet Cem Özdemir, der als Bundeslandwirtschaftsminister unter der gescheiterten Ampel-Regierung kaum Glanzleistungen vorzuweisen hatte, nun zum Hoffnungsträger im Ländle avanciert, sagt viel über den Zustand der CDU aus.

Merz-Effekt als Bumerang?

Man darf sich durchaus fragen, ob der Absturz der CDU in Baden-Württemberg nicht auch mit der Bundespolitik zusammenhängt. Bundeskanzler Friedrich Merz, der mit großen Versprechen angetreten war – keine neuen Schulden, wirtschaftliche Erneuerung, Rückkehr zur Vernunft –, hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen und der Koalition mit der SPD viele konservative Wähler vor den Kopf gestoßen. Die Enttäuschung an der Basis ist spürbar, und sie schlägt sich offenbar auch in den Landesumfragen nieder.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Das neue Zwei-Stimmen-Wahlrecht in Baden-Württemberg ermöglicht erstmals Stimmensplitting zwischen Wahlkreisbewerber und Landesliste. Ob dies die Umfragengenauigkeit beeinflusst, ist unklar. Sicher ist nur, dass das alte System bereits 2021 zu grotesken Ergebnissen führte – damals verpassten sowohl die CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann als auch der Landesvorsitzende Thomas Strobl den Einzug in den Landtag.

Ein Weckruf, der verhallen könnte

Die verbleibenden Tage bis zum 8. März werden zeigen, ob die CDU noch das Ruder herumreißen kann. Die Fehlermargen der Umfragen lassen theoretisch Spielraum – doch der Trend ist eindeutig und für die Union verheerend. Sollten die Grünen tatsächlich stärkste Kraft werden, wäre dies nicht nur eine Blamage für Manuel Hagel, sondern ein vernichtendes Urteil über den Kurs der Gesamtpartei.

Deutschland braucht eine starke konservative Kraft, die für wirtschaftliche Vernunft, innere Sicherheit und traditionelle Werte eintritt. Was wir stattdessen erleben, ist eine CDU, die sich in der Mitte verliert, nach links blinkt und dabei ihre Stammwählerschaft verprellt. Baden-Württemberg könnte am 8. März zum Menetekel werden – nicht nur für die Südwest-CDU, sondern für die gesamte Union.

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