
«Auf diese Leute können wir verzichten» – wie ein SPD-Minister die Leistungsträger dieses Landes verhöhnt
Es gibt Sätze, die brennen sich ins kollektive Gedächtnis eines Volkes ein. Sätze, die eine ganze politische Geisteshaltung entlarven. Karl Lauterbach hat nun einen solchen Satz geliefert – und man weiß kaum, ob man lachen oder verzweifeln soll. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister, jener Mann, der uns durch die Corona-Jahre mit seinen apokalyptischen Prognosen und immer neuen Warnungen begleitete, hat sich zu einer bemerkenswerten Aussage hinreißen lassen. Über gut verdienende Unternehmer und Fachkräfte, die Deutschland den Rücken kehren, urteilte er auf der Plattform X lapidar: «Auf diese Leute können wir verzichten, falls es sie überhaupt gibt.»
Der Anlass: Fünf Familien, die genug haben
Ausgangspunkt der Debatte war ein Beitrag des Geschäftsführers der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Thorsten Alsleben. Dieser hatte von fünf befreundeten Unternehmerfamilien berichtet, die dem Land den Rücken kehren wollten. Fünf Familien, die offenbar keine Lust mehr haben, in einem System zu verharren, das ihre Leistung mit erdrückenden Abgaben, ausufernder Bürokratie und einer Politik quittiert, die von wirtschaftlichen Zusammenhängen ungefähr so viel versteht wie ein Fisch vom Fahrradfahren.
Statt sich zu fragen, warum ausgerechnet die Menschen gehen wollen, die den Karren dieses Landes ziehen, wählte Lauterbach den bequemsten aller Wege: Er schoss auf die Überbringer der schlechten Nachricht. «Es ist dieses permanente Schlechtreden, was uns am stärksten schadet», ließ er verlauten. Die Berichte über junge Talente, die wegen erdrückender Rentenbeiträge auswandern wollten, seien schlicht übertrieben.
Wenn der Nutznießer über die Nutzbringer urteilt
Man muss sich diese Szene einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Berufspolitiker, dessen Gehalt und Pension aus jenen Steuern finanziert werden, die genau diese Leistungsträger erwirtschaften, erklärt seelenruhig, man könne auf sie verzichten. Es ist, als würde die Reinigungskraft einer Universität verkünden, Professoren brauche man nicht – die machten ja nur Dreck. Wer, so muss man fragen, soll denn diesen Staat künftig am Laufen halten? Wer finanziert die üppigen Apparate, die Sozialleistungen, die ausufernde Verwaltung, wenn die Fleißigen und Klugen ihre Koffer packen?
Auf diese Leute können wir verzichten, falls es sie überhaupt gibt.
Der Unternehmer Christian Miele fand deutliche Worte des Widerspruchs. Nicht die Debatte über Auswanderung schade Deutschland, sondern eine, wie er es formulierte, «visions- und ambitionslose Politik». Es sei schlicht arrogant, Menschen, die aus Frust ihre Heimat verließen, mitzuteilen, man könne auf sie verzichten. Man kann Herrn Miele nur beipflichten.
Ein Echo aus finsteren Zeiten
Was diese Aussage besonders bitter macht, ist ihr historischer Nachhall. Im August 1989, als Zehntausende DDR-Bürger über Ungarn und Prag in die Freiheit flüchteten, verkündete das SED-Parteiblatt «Neues Deutschland» sinngemäß, man weine diesen Menschen keine Träne nach. Wie diese Geschichte endete, sollte eigentlich jeder wissen. Der sozialistische Staat brach zusammen, weil ihm die Menschen davonliefen. Dass ein SPD-Politiker im Jahr 2026 einen rhetorisch fast identischen Ton anschlägt, ist mehr als ein Ausrutscher. Es offenbart eine tief sitzende Verachtung gegenüber jenen, die nicht am Tropf des Staates hängen, sondern ihn nähren.
Warum die Auswanderung ein Alarmsignal ist
Deutschlands wirtschaftliche Substanz erodiert seit Jahren. Hohe Steuer- und Abgabenlast, ein aufgeblähter Bürokratieapparat und eine Energiepolitik, die den Standort systematisch verteuert hat, treiben Leistungsträger außer Landes. Jeder Fachkräfte- und Unternehmerabgang bedeutet den Verlust von Steuereinnahmen, Investitionen und Arbeitsplätzen. Dass eine geringere Abgabenlast mehr Wachstum und damit letztlich höhere Staatseinnahmen bedeuten könnte – diese elementare volkswirtschaftliche Einsicht scheint in den Reihen der selbsternannten Arbeiterpartei niemand verinnerlicht zu haben.
Es ist eben nicht das Schlechtreden, das dieses Land beschädigt, Herr Lauterbach. Es ist das nüchterne Feststellen, dass vieles schlecht läuft. Wer die Realität leugnet, macht sie nicht besser – er macht sich lediglich blind. Und diese Meinung teilt, das zeigt die überwältigende Empörung im Netz, längst ein Großteil der Menschen in diesem Land.
Fazit: Wer sein Vermögen schützen will, muss handeln
Wenn Politiker offen verkünden, auf Leistungsträger verzichten zu können, sendet das ein unmissverständliches Signal. Wer sein Erspartes und sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte sich nicht allein auf ein Rentensystem und einen Staat verlassen, dessen Vertreter ein derartiges Verständnis von Wirtschaft an den Tag legen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Fehlentscheidungen ihren Wert bewahren. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie ein solides Fundament der Vermögenssicherung bilden – frei von der Willkür jener, die glauben, auf die Fleißigen verzichten zu können.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und im Zweifel einen fachkundigen Berater zu konsultieren. Für Anlageentscheidungen ist jeder selbst verantwortlich.

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