
Asiatische Börsen im Aufwind: Geopolitische Entspannung beflügelt die Märkte

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte haben zum Wochenausklang deutliche Gewinne verzeichnet. Während sich die geopolitischen Spannungen vorübergehend entspannten, richteten Anleger ihren Blick auf die jüngste Zinsentscheidung der Bank of Japan – eine Entscheidung, die angesichts der bevorstehenden Wahlen im Land der aufgehenden Sonne besondere Brisanz erhält.
Bank of Japan hält an lockerer Geldpolitik fest
Die japanische Zentralbank beließ ihren Leitzins erwartungsgemäß bei 0,75 Prozent. Ein Schritt, der kaum überrascht, bedenkt man die politische Großwetterlage: Premierministerin Sanae Takaichi, die sich für eine expansive Geldpolitik und fiskalische Unterstützung stark macht, muss sich erstmals dem Votum der Wähler stellen. Am Freitag löste sie das Unterhaus auf – die vorgezogenen Neuwahlen sind für den 8. Februar angesetzt.
Die Reaktion an den Anleihemärkten fiel gemischt aus. Die Rendite der 40-jährigen japanischen Staatsanleihen sank um mehr als vier Basispunkte auf 3,953 Prozent, nachdem sie am Dienstag noch ein Rekordhoch markiert hatte. Bei kürzeren Laufzeiten zeigte sich hingegen ein anderes Bild: Die Rendite zehnjähriger Papiere kletterte um etwa zwei Basispunkte auf 2,259 Prozent.
Experten rechnen mit Zinserhöhung im Sommer 2026
Die Analysten von HSBC erwarten die nächste Zinsanhebung der Bank of Japan um 25 Basispunkte erst im Juli 2026. Allerdings warnen sie: Eine weitere Abwertung des Yen könnte diesen Zeitplan beschleunigen und zusätzliche Zinsschritte erforderlich machen. Als mögliche Alternative wird der April genannt, wenn der vierteljährliche Ausblicksbericht der Zentralbank erscheint und mehr Klarheit über die diesjährigen Lohnverhandlungen herrscht.
Bemerkenswert ist der deutliche Rückgang der japanischen Inflation: Die Gesamtrate sank im Dezember auf 2,1 Prozent – den niedrigsten Stand seit März 2022. Die Kerninflation lag mit 2,4 Prozent im Jahresvergleich im Rahmen der Erwartungen.
Gemischtes Bild bei den Indizes
Der japanische Nikkei 225 legte um 0,3 Prozent zu, während der breiter gefasste Topix 0,6 Prozent gewann. Südkoreas Kospi stieg um 0,8 Prozent, der Kosdaq sogar um beachtliche 1,86 Prozent. Hongkongs Hang Seng Index verbuchte ein Plus von 0,27 Prozent, während der chinesische CSI 300 leicht um 0,29 Prozent nachgab. Australiens S&P/ASX 200 kletterte um 0,16 Prozent.
Einige Technologiewerte gerieten jedoch unter Druck, nachdem Intel im nachbörslichen US-Handel um 13 Prozent eingebrochen war. Der Chipriese hatte trotz besser als erwarteter Quartalszahlen einen schwachen Ausblick geliefert. SoftBank verlor über vier Prozent, Lasertec büßte fast sechs Prozent ein.
Wall Street als Impulsgeber
Die asiatischen Gewinne folgten auf eine starke Vorstellung an der Wall Street. Der Dow Jones legte um 306 Punkte zu und schloss bei 49.384 Punkten – eine bemerkenswerte Erholung nach den Verlusten, die Trumps neue Europa-Zölle ausgelöst hatten. Der S&P 500 stieg um 0,55 Prozent, der Nasdaq Composite um 0,91 Prozent.
Die Entspannung im Grönland-Konflikt trug maßgeblich zur positiven Stimmung bei. Doch wie lange diese Ruhe anhält, bleibt fraglich. Die protektionistische Handelspolitik der US-Administration sorgt weiterhin für Unsicherheit an den globalen Märkten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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