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Kettner Edelmetalle
21.02.2026
08:40 Uhr

Arbeitsministerin Bas: Zwei Betriebsbesuche in neun Monaten – aber 21 Gewerkschaftstreffen

Man stelle sich vor, ein Fußballtrainer würde sein Team nur zweimal pro Saison beim Training besuchen, dafür aber 21 Mal mit dem Fanclub tafeln. Genau so verhält sich offenbar die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) – zumindest, wenn man die nüchternen Zahlen betrachtet, die ihr eigenes Ministerium auf Anfrage preisgab.

Die ernüchternde Bilanz einer Ministerin

Seit ihrem Amtsantritt im Mai 2025 hat die SPD-Politikerin gerade einmal zwei Betriebe persönlich aufgesucht. Zwei. In neun Monaten. Beide Besuche hatten den Schwerpunkt Ausbildung – am 10. November 2025 war Bas bei einem Treffen der „Allianz für Aus- und Weiterbildung" auf dem Aqua-Campus der Berliner Wasserbetriebe zugegen, am 21. Januar 2026 folgte ein Abstecher ins Ausbildungszentrum der ABB AG in Berlin. Das war's. Mehr hat das Ministerium nicht zu vermelden, weil es schlicht nichts weiter zu vermelden gibt.

Im selben Zeitraum absolvierte die Ministerin hingegen 21 Treffen mit Gewerkschaften und Sozialverbänden sowie 15 Termine mit Arbeitgeberverbänden. Die Prioritäten könnten kaum deutlicher sein. Wer die Arbeitswelt verstehen will, sollte vielleicht auch einmal dorthin gehen, wo tatsächlich gearbeitet wird – könnte man meinen.

Gewerkschaftsnähe statt Betriebsrealität

Natürlich gab es Gespräche mit Vertretern von Volkswagen, der Deutschen Bahn und Betriebsräten von ThyssenKrupp. Doch dabei handelte es sich nach Angaben des Ministeriums ausdrücklich nicht um klassische Betriebsbesuche. Der Unterschied ist erheblich: Wer in einem Konferenzraum mit Gewerkschaftsfunktionären spricht, bekommt ein völlig anderes Bild als jemand, der durch Werkshallen geht, mit Facharbeitern redet und die Sorgen der Belegschaft am Fließband oder in der Logistikhalle hautnah erlebt.

Für eine Arbeitsministerin, die Gesetze und Verordnungen erlässt, die Millionen von Beschäftigten und Hunderttausende von Unternehmen direkt betreffen, ist diese Realitätsferne geradezu erschreckend. Deutschland befindet sich in einer der schwersten wirtschaftlichen Krisen der Nachkriegszeit. Betriebe kämpfen mit explodierenden Energiekosten, erdrückender Bürokratie und einem Fachkräftemangel, der ganze Branchen in die Knie zwingt. Und die zuständige Ministerin? Sitzt offenbar lieber in Berliner Büros mit Verbandsvertretern zusammen.

Das Gelächter der Arbeitgeber

Dass Bas den Kontakt zur wirtschaftlichen Realität verloren haben könnte, zeigte sich zuletzt auf dem Deutschen Arbeitgebertag Ende Januar auf geradezu peinliche Weise. Als die Ministerin dort das umstrittene Rentenpaket verteidigte und behauptete, die Haltelinie werde aus Steuermitteln finanziert und belaste die Beitragszahler nicht, brach im Saal höhnisches Gelächter aus. Denn selbst dem wirtschaftlich unbedarftesten Zuhörer dürfte klar sein: Steuerzahler und Beitragszahler sind in aller Regel dieselben Menschen.

Was folgte, war ein rhetorisches Desaster. Sichtlich aus dem Konzept gebracht, stotterte Bas: „Ja, das mag für sie lustig sein. Aber wir hätten… das ist, das ist überhaupt nicht lustig!" Die Ministerin verlor sich in ihrem eigenen Redetext, stammelte Bruchstücke von Argumenten und offenbarte dabei eine Unsicherheit, die für eine Bundesministerin schlicht inakzeptabel ist.

Symbolpolitik statt Substanz

Immerhin: Für den 12. März sei ein Besuch bei Rolls-Royce in Dahlewitz geplant, und für den Sommer habe die Ministerin eine „Sommertour" angekündigt, bei der sie verschiedene Unternehmen aufsuchen wolle. Man darf gespannt sein, ob diese Ankündigungen mehr sind als das, was man in der Politik so gerne als „Symbolpolitik" bezeichnet. Nach einem Jahr Amtszeit könnte die Zahl der Betriebsbesuche dann also tatsächlich steigen – von zwei auf vielleicht fünf oder sechs. Welch ein Fortschritt.

Die Zahlen werfen ein bezeichnendes Licht auf die Prioritäten der Großen Koalition unter Friedrich Merz. Man hatte gehofft, dass mit dem Ende der Ampel-Regierung ein wirtschaftsfreundlicherer Kurs eingeschlagen würde. Doch wenn die Arbeitsministerin einer Regierung, die sich „Verantwortung für Deutschland" auf die Fahnen geschrieben hat, lieber mit Gewerkschaftsfunktionären parliert als mit den Menschen zu sprechen, die dieses Land am Laufen halten, dann darf man sich fragen, wie ernst es mit dieser Verantwortung tatsächlich gemeint ist.

Ein Symptom der politischen Abgehobenheit

Das Verhalten von Bärbel Bas ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch für eine politische Klasse, die sich zunehmend von der Lebensrealität der arbeitenden Bevölkerung entfernt hat. Der deutsche Mittelstand – das Rückgrat unserer Wirtschaft – ächzt unter Regulierungswut, Steuerlast und einer Energiepolitik, die ihresgleichen sucht. Gleichzeitig werden Milliarden in Sozialtransfers gepumpt, während die Infrastruktur verfällt und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland erodiert.

Wer als Arbeitsministerin nicht regelmäßig in Betrieben vor Ort ist, wer nicht mit Unternehmern, Meistern und Auszubildenden spricht, der kann keine Politik machen, die der Realität standhält. Zwei Besuche in neun Monaten – das ist keine Arbeitspolitik. Das ist Arbeitsverweigerung.

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