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Kettner Edelmetalle
11.03.2026
06:14 Uhr

Abzocke an der Zapfsäule: Deutschland ist Europas Spritpreis-Schlusslicht – und die Regierung schaut zu

Während Ungarn und Kroatien ihre Bürger mit Preisdeckeln vor den explodierenden Kraftstoffkosten schützen, bleibt der deutsche Autofahrer einmal mehr der Dumme. Über zwei Euro pro Liter – für Benzin und Diesel. Deutschland hält unter 49 europäischen Ländern die rote Laterne bei den Spritpreisen. Ein Armutszeugnis für eine Regierung, die sich „Verantwortung für Deutschland" auf die Fahnen geschrieben hat.

Über 2 Euro pro Liter – und kein Ende in Sicht

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Am 10. März 2026 kostete der Liter Diesel in Deutschland bis zu 2,24 Euro, Super E10 kratzte an der 2,10-Euro-Marke. Seit Beginn des Irankrieges sind die Preise um bis zu 50 Cent pro Liter beim Diesel und rund 32 Cent beim Benzin gestiegen. Herbert Rabl, Sprecher des Interessenverbands der Tankstellenpächter, hält sogar 2,50 Euro oder mehr für „am Ende denkbar". Die Mineralölkonzerne, so seine Vermutung, nutzten die geopolitische Krise schamlos aus, um ihre Gewinnmargen zu maximieren und die Schmerzgrenze der Autofahrer auszutesten.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In Polen tankt man für 1,36 Euro, in Tschechien für 1,37 Euro, in Österreich für 1,50 Euro. Selbst in Luxemburg, das wahrlich kein Billigland ist, zahlt man nur 1,47 Euro. Und Deutschland? Schlusslicht. Abgehängt. Ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

Nachbarn handeln – Berlin redet

Der Kontrast zu anderen europäischen Staaten könnte kaum schärfer sein. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán – von deutschen Medien gerne als Enfant terrible Europas geschmäht – hat kurzerhand eine Spritpreisobergrenze eingeführt. Seit dem 10. März darf E10 in Ungarn maximal 1,51 Euro kosten, Diesel höchstens 1,56 Euro. Das ist praktische Politik für den Bürger, nicht bloßes Lippenbekenntnis.

Auch Kroatien handelte entschlossen: Ministerpräsident Plenković deckelte den Dieselpreis auf 1,55 Euro statt 1,72 Euro, Super 95 wurde um 5 Cent auf 1,50 Euro gesenkt. Agrardiesel – für die Landwirtschaft überlebenswichtig – darf nur noch 89 Cent kosten. Österreich verhandelt immerhin über Steuersenkungen auf Kraftstoffe.

Und was macht Deutschland? Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU erklärte bereits am 5. März, sie sehe keinen Handlungsbedarf für staatliche Eingriffe. Man wolle den Markt lediglich durch die Bundesnetzagentur „überprüfen lassen". Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke brachte die Absurdität auf den Punkt: „Kein Mensch versteht, warum die Preise in Deutschland für den gleichen Sprit um 60 Cent höher sind als in Polen."

Klingbeils Vorschläge: Zu wenig, zu spät?

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der als Vizekanzler eigentlich über erheblichen politischen Einfluss verfügen sollte, brachte am Rande eines EU-Finanzministertreffens in Brüssel einige Vorschläge ins Spiel: höhere Transparenzpflichten für Mineralölkonzerne, eine Anpassung des Kartellrechts und die Begrenzung der Spritpreiserhöhungen auf eine pro Tag. Klingt nach etwas. Ist aber im Grunde nichts weiter als kosmetische Korrekturen an einem System, das den deutschen Autofahrer systematisch schröpft.

Denn das eigentliche Problem liegt tiefer – und es ist hausgemacht. Die nationale CO₂-Abgabe verteuert jeden Liter Benzin in Deutschland um bis zu 18,6 Cent, beim Diesel sogar um bis zu 20,5 Cent. Östliche Nachbarländer wie Polen erheben deutlich niedrigere Abgaben. Hinzu kommt: Der Bund verdient an jeder Preiserhöhung kräftig mit, denn die Mehrwertsteuer steigt prozentual automatisch mit dem Literpreis. Ein perverser Anreiz, der die Regierung zum stillen Profiteur der Krise macht.

Tanktourismus boomt – der Zoll warnt

Die Konsequenz liegt auf der Hand: Der Tanktourismus erlebt eine Renaissance, wie man sie seit dem Ukrainekrieg 2022 nicht mehr gesehen hat. An den Grenzübergängen zu Polen, Tschechien, Österreich und Luxemburg bilden sich lange Schlangen. Wer clever ist, fährt rüber und spart bei einer Tankfüllung locker 30 bis 40 Euro.

Doch auch hier lauert der deutsche Staat. Innerhalb der EU sind zwar volle Tanks und maximal 20 Liter Reservesprit im Kanister erlaubt, doch die meisten Nachbarländer gestatten nur Zehn-Liter-Gebinde. Wer vom Zoll mit mehr als 20 Litern im Kanister erwischt wird, muss Energiesteuer nachzahlen – rund 90 Cent pro Liter bei Benzin, etwa 70 Cent beim Diesel. In schweren Fällen drohe sogar ein Steuerstrafverfahren, wie die Generalzolldirektion unmissverständlich klarstellte.

Steuersenkungen? Fehlanzeige!

Was besonders bitter aufstößt: Steuersenkungen auf Kraftstoffe sind von der Großen Koalition bislang nicht einmal angedacht. Man erinnere sich: Als die Ampelregierung 2022 infolge des Ukrainekrieges einen dreimonatigen Tankrabatt einführte, lag der Dieselpreis am Tag nach dessen Auslaufen – dem 1. September 2022 – auf exakt dem Niveau, das wir heute wieder erreicht haben. Die Geschichte wiederholt sich, nur dass diesmal niemand auch nur den Anschein erweckt, den Bürgern helfen zu wollen.

Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen und die Belastungen für die Bürger zu senken. Stattdessen wurde ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen aufgelegt, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Für eine Senkung der Energiesteuer oder der CO₂-Abgabe scheint in diesem gigantischen Schuldenberg offenbar kein Platz zu sein. Die Prioritäten dieser Regierung sind so durchsichtig wie ein leerer Benzinkanister.

Der Bürger zahlt – wie immer

Die Lage ist eindeutig: Während andere europäische Regierungen pragmatisch handeln und ihre Bevölkerung vor den schlimmsten Auswüchsen der Preisexplosion schützen, verharrt Deutschland in einer Mischung aus Untätigkeit und ideologischer Verblendung. Die CO₂-Abgabe – ein Kind der grünen Klimapolitik, das auch die neue Regierung nicht anzutasten wagt – frisst sich wie ein Parasit durch die Geldbörsen der Pendler, Handwerker und Spediteure. Dass ausgerechnet Russland mit Benzinpreisen von 74 Cent pro Liter am günstigsten dasteht, entbehrt nicht einer gewissen bitteren Ironie.

Der ADAC rät mittlerweile davon ab, zwischen 7 und 8 Uhr morgens zu tanken – also genau dann, wenn Millionen Deutsche auf dem Weg zur Arbeit sind. Wohin die Reise bei den Spritpreisen geht, sei angesichts der unklaren Lage im Nahen Osten schwer zu sagen. Eines allerdings ist sicher: Der deutsche Autofahrer wird auch weiterhin tiefer in die Tasche greifen müssen als fast jeder andere Europäer. Denn eine Regierung, die ihre Bürger als Melkkuh betrachtet, wird den Euter nicht freiwillig loslassen.

„Kein Mensch versteht, warum die Preise in Deutschland für den gleichen Sprit um 60 Cent höher sind als in Polen. Und das, obwohl beide Länder benachbarte EU-Staaten sind." – Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg

In Zeiten wie diesen, in denen die Kaufkraft der Bürger durch Inflation, steigende Energiekosten und eine ausufernde Steuerlast systematisch erodiert, gewinnen physische Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung einmal mehr an Bedeutung. Gold und Silber kennen keine CO₂-Abgabe, keine Mehrwertsteuer-Spirale und keinen politischen Willen zur Umverteilung. Sie sind das, was sie seit Jahrtausenden waren: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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