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Kettner Edelmetalle
13.08.2026
13:59 Uhr
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90 Milliarden für Kiew: Brüssel weiß nicht, was Deutschland zahlt!

90 Milliarden für Kiew: Brüssel weiß nicht, was Deutschland zahlt!
Symbolbild: KI-generiert

Ein Kredit über 90 Milliarden Euro rollt bereits an – doch was er den deutschen Steuerzahler kostet, kann in Brüssel offenbar niemand sagen. Die EU-Kommission erklärt auf eine Anfrage aus dem Europaparlament, sie könne die finanziellen Belastungen für Deutschland und die übrigen Mitgliedstaaten derzeit nicht beziffern. Berichtet wird dies unter Berufung auf eine Antwort der Kommission an den Europaabgeordneten Fabio De Masi (BSW).

Keine Zahlen, keine Aufschlüsselung – aber das Geld fließt schon

Laut dem Bericht lässt sich weder die Höhe des sogenannten Fremdkapitalkostenzuschusses noch eine mögliche Belastung des EU-Haushalts für das Jahr 2027 bestimmen. Eine „Aufschlüsselung nach Mitgliedstaaten“ sei deshalb nicht möglich.

Pikant: Erste Tranchen des Darlehens fließen bereits seit Juni. Erst zahlen, dann rechnen – so würde kein Mittelständler in Deutschland seine Bücher führen.

Beschlossen wurde das Paket auf dem EU-Gipfel vom 18. Dezember 2025, vorgelegt von der Kommission am 14. Januar 2026. Das Europäische Parlament gab im Januar mit 499 Ja-Stimmen bei 135 Gegenstimmen und 24 Enthaltungen grünes Licht für das Verfahren.

Wer nicht mitmacht, haftet auch nicht

Finanziert wird das Darlehen über Anleihen der EU am Kapitalmarkt – also über neue Gemeinschaftsschulden. Tschechien, Ungarn und die Slowakei bleiben außen vor: Weil sie nicht mitziehen, läuft die Konstruktion über das Verfahren der „verstärkten Zusammenarbeit“. Die drei Staaten sind von den finanziellen Verpflichtungen ausgenommen.

Die Rechnung teilen sich damit die Willigen. Und der größte Nettozahler heißt bekanntlich Deutschland.

Besonders bemerkenswert ist die Zinsmechanik: Die Ukraine kann einen Zuschuss beantragen, damit sie die Kreditkosten nicht selbst schultern muss. Diese Kosten sollen zunächst aus dem EU-Haushalt bestritten werden. Reichen die Mittel nicht, kann dem Bericht zufolge sogar über die eigentlichen Obergrenzen des EU-Haushaltsrahmens hinausgegangen werden.

Ein Darlehen, dessen Zinsen der Gläubiger selbst bezahlt – und dessen Kosten notfalls die vereinbarten Budgetgrenzen sprengen dürfen.

216 Milliarden seit 2022 – und die Rückzahlung hängt an Moskau

Die Dimensionen sind gewaltig: Seit 2022 stellte die EU der Ukraine mehr als 216 Milliarden Euro zur Verfügung. Deutschland zahlte im selben Zeitraum über 43,3 Milliarden Euro aus und leistete beziehungsweise plante militärische Unterstützung von rund 56,7 Milliarden Euro.

Medienberichten zufolge muss Kiew das neue, zinslose Darlehen erst dann zurückzahlen, wenn Russland Reparationen leistet. Ob und wann das je geschieht, steht in den Sternen. Kritiker sprechen deshalb längst nicht mehr von einem Kredit, sondern von einer Zahlung mit ungewissem Ausgang.

Sondervermögen hier, Milliardenkredite dort

Für viele Bürger dürfte sich der Kontrast aufdrängen: In Berlin wird über 500 Milliarden Euro Sondervermögen, marode Brücken, steigende Sozialabgaben und Betriebsverlagerungen debattiert – gleichzeitig entstehen in Brüssel neue Haftungsrisiken, deren Höhe die Kommission selbst nicht benennen kann.

Aus Sicht unserer Redaktion ist genau das der wunde Punkt: Nicht die Solidarität steht hier im Zweifel, sondern die Transparenz. Wer Steuerzahler in Haftung nimmt, schuldet ihnen eine Zahl – keine Fußnote.

In einer Zeit, in der Staatsschulden schneller wachsen als die Wirtschaftsleistung, gewinnt physische Substanz an Bedeutung. Gold und Silber in der eigenen Hand kennen keinen Fremdkapitalkostenzuschuss – und keine Haushaltsobergrenze, die man überschreiten kann.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst informieren.

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