Kostenlose Beratung
07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
21.09.2026
06:26 Uhr
KI-generiert

797 Euro pro Megawattstunde: Schwedens Strommarkt entgleist

797 Euro pro Megawattstunde: Schwedens Strommarkt entgleist
Symbolbild: KI-generiert

Am Abend des 14. September 2026 schoss der Großhandelspreis für Strom in Südschweden auf 797 Euro je Megawattstunde. Schuld war ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren: kaum Wind, gedrosselte Netzkapazitäten – und drei Kernkraftreaktoren, die gleichzeitig stillstanden. Betroffen war vor allem die Preiszone SE4, also der bevölkerungsreiche Süden des Landes.

Drei Reaktoren fehlen – wochenlang

Ringhals 3 und Ringhals 4 liefern derzeit keinen Strom, Forsmark 1 steckt seit dem 6. September in der Jahresrevision. Die Rückkehr ist gestaffelt: Ringhals 3 am 31. Oktober, Forsmark 1 am 17. November, Ringhals 4 am 30. November.

Das heißt im Klartext: Ein erheblicher Teil der schwedischen Grundlast bleibt noch Wochen vom Netz. Und ausgerechnet in dieser Phase ließ der Wind Schweden im Stich. Der Netzbetreiber Svenska kraftnät rechnete zeitweise mit gerade einmal rund 500 Megawatt Windleistung im gesamten Land – ein Bruchteil dessen, was die installierte Kapazität hergäbe.

Dazu kamen geplante Abschaltungen im Hochspannungsnetz, die den Transport von Strom aus dem wasserkraftreichen Norden in den Süden begrenzten. Genau dort, wo die Industrie und die Menschen sitzen, wurde der Strom knapp und teuer.

Kabelwartung, leere Speicher, teures Gas

Auch der Handel mit den Nachbarn stockte. Die Seekabelverbindung NordBalt zwischen Schweden und Litauen war seit dem 9. September planmäßig in Wartung und sollte erst am 15. September zurückkehren; der litauische Netzbetreiber Litgrid bestätigte laut dem Bericht deutlich reduzierte Handelskapazitäten ins Baltikum.

Gleichzeitig liegen die schwedischen und norwegischen Wasserspeicher nach Angaben von Svenska kraftnät unter ihren normalen Füllständen. Und weil der nordische Markt mit dem Kontinent gekoppelt ist, schlagen niedrige europäische Gasspeicher und hohe Gaspreise direkt durch.

Kein Blackout – aber eine Rechnung, die weh tut

Eine Panikmeldung ist das noch nicht. Svenska kraftnät meldet für die kommenden drei Tage ausreichende Leistungsreserven und stuft das Risiko eines Leistungsmangels als niedrig ein; auch die Netzfrequenz habe in der Vorwoche über dem geforderten Qualitätswert gelegen.

Für Haushalte ist die Lage trotzdem unangenehm. E.ON rechnet Medienberichten zufolge für eine typische Villa in SE4 zwischen Oktober und März mit rund 9.000 schwedischen Kronen höheren Strombeschaffungskosten als im Vorjahreszeitraum. Der Spotpreis erreichte am Montag zwischen 19.30 und 19.45 Uhr demnach 8,97 Kronen je Kilowattstunde – ohne Mehrwertsteuer.

Warum das auch Deutschland etwas angeht

Schweden hat aus der Volatilität längst Konsequenzen gezogen: Das Land setzt auf neue Reaktoren und staatliche Unterstützung für die Kernkraft. Und es hat das 700-Megawatt-Projekt Hansa PowerBridge nach Deutschland gestoppt – aus Sorge, die Preise im eigenen Süden würden durch den deutschen Markt weiter steigen, wie damals berichtet wurde.

Aus Sicht unserer Redaktion ist das eine bittere Fußnote: Während Berlin seine letzten Meiler abgeschaltet hat, sortiert der Norden seine Energiepolitik entlang harter physikalischer Realitäten. Wenn selbst ein wasserkraft- und atomstromreiches Land bei Flaute in dreistellige Preisregionen rutscht, sollte das hierzulande jeden Planer nachdenklich machen.

Wer sein Vermögen gegen Energiekosten-Schocks und Inflationsschübe absichern will, greift traditionell auch zu physischen Edelmetallen – als ruhender Baustein in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen