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Kettner Edelmetalle
24.07.2026
15:01 Uhr

37,5 Milliarden Dollar für Bomben auf Berge – und die Zeche zahlt am Ende der europäische Steuerzahler

37,5 Milliarden Dollar für Bomben auf Berge – und die Zeche zahlt am Ende der europäische Steuerzahler

Es sind Zahlen, die einem den Atem stocken lassen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die bisherigen Kosten des Iran-Krieges auf sage und schreibe 37,5 Milliarden US-Dollar beziffert. Die neue Schätzung präsentierte er vor dem Haushaltsausschuss des US-Senats. Und siehe da: Die Summe liegt rund neun Milliarden Dollar über der Schätzung, die das Pentagon noch vor Kurzem als scheinbar verlässlich verkauft hatte. Neun Milliarden Dollar – einfach so obendrauf. Man fragt sich unwillkürlich: Wie präzise war die erste Schätzung eigentlich, und wie viele Nachschläge dürfen wir noch erwarten?

Ein Krieg, dessen Preisschild sich fröhlich vermehrt

Nach Angaben Hegseths umfasse der Betrag sämtliche Ausgaben vom Beginn des Konflikts am 28. Februar bis zum heutigen Tag – und obendrein die erwarteten Kosten bis Anfang September. Eingerechnet seien militärische Operationen, Unterhalt und Soldzahlungen. Kurzum: die gesamte Maschinerie eines modernen Krieges, deren Rechnung wächst wie Unkraut nach dem Sommerregen.

Bemerkenswert ist, dass seit Monaten Abgeordnete beider Parteien detailliertere Informationen über die Kosten und die eigentliche Strategie des Einsatzes einfordern. Wenn selbst im hyperpolarisierten Washington Demokraten und Republikaner gemeinsam nach Antworten verlangen, dann sagt das viel über die Nebelwand, die das Pentagon über diesen Konflikt gelegt hat.

„Es gibt zwei Dinge, die ein demokratisches Volk immer außerordentlich schwierig finden wird – einen Krieg anfangen und ihn beenden.“ – Alexis de Tocqueville

Der Nachtragshaushalt: 87,6 Milliarden, die niemand hinterfragen soll

Hegseth verteidigte in der Anhörung den zusätzlichen Finanzbedarf seines Hauses mit der routinierten Selbstverständlichkeit eines Mannes, für den Milliarden offenbar nur noch Zahlen auf einem Whiteboard sind. Rund 67 Milliarden Dollar beantragt die Regierung an zusätzlichen Mitteln fürs Militär, darin enthalten die Kosten des Iran-Krieges. Der gesamte Nachtragshaushalt beläuft sich auf stolze 87,6 Milliarden Dollar und umfasst zudem Ausgaben für Katastrophenhilfe und Landwirtschaft.

Mehrere Senatoren kritisierten die schwammigen Angaben des Pentagons zum weiteren Verlauf des Konflikts – und man kann es ihnen kaum verdenken. Hegseth erklärte lapidar, die Regierung verfüge über sämtliche notwendigen rechtlichen Befugnisse zur Fortsetzung des Einsatzes. Generalstabschef Dan Caine wiederum schloss den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran ausdrücklich nicht aus. Man entwickle „fortlaufend verschiedene Handlungsoptionen“. Übersetzt in Klartext: Das Ende dieses Abenteuers ist nicht in Sicht, und die Rechnung wird weiter anschwellen.

Und Europa? Zahlt still und leise mit

Während in Washington über Milliarden debattiert wird, sollten sich die Bürger Deutschlands und Europas eine unbequeme Frage stellen: Wer trägt am Ende die Lasten dieser geopolitischen Machtspiele? Die europäischen Steuerzahler finanzieren seit Jahren Kriege, über die sie nie befragt wurden – sei es in der Ukraine, sei es indirekt über explodierende Energiekosten und teures Flüssiggas. Die Zeche zahlt, wie so oft, der kleine Mann, während in den Hauptstädten eine abgehobene Politiker-Kaste Entscheidungen von historischer Tragweite fällt, ohne den Souverän – das Volk – auch nur ansatzweise mitzunehmen.

Es ist genau diese demokratische Legitimationslücke, die immer mehr Menschen zu Recht empört. Nicht nur unsere Redaktion, sondern ein wachsender Teil der Bevölkerung fragt sich, warum Steuermilliarden über Kontinente hinweg verbrannt werden, während zu Hause die Infrastruktur bröckelt, die Inflation nagt und die Kaufkraft dahinschmilzt.

Was bleibt, wenn Papiergeld verglüht?

Milliarden verpuffen, Haushalte werden aufgebläht, und die Notenpressen laufen heiß, um solche Abenteuer zu finanzieren. Genau in solchen Zeiten offenbart sich die zeitlose Weisheit einer alten Erkenntnis: Papiergeld ist geduldig, aber es ist auch vergänglich. Kriege werden mit gedrucktem Geld bezahlt, dessen Wert mit jeder Milliarde weiter erodiert. Wer sein Vermögen schützen will, tut gut daran, einen Teil seines breit gestreuten Portefeuilles in physische Edelmetalle wie Gold und Silber zu legen – jene Werte, die sich über Jahrtausende hinweg als krisenfest erwiesen haben, während Regierungen kamen, gingen und ihre Währungen entwerteten.


Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er ersetzt keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der dargestellten Informationen wird keine Haftung übernommen.

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