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19.08.2026
05:42 Uhr
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25 Millionen Steuergeld: Volksbühne erklärt sich zur Anti-AfD-Bühne

25 Millionen Steuergeld: Volksbühne erklärt sich zur Anti-AfD-Bühne
Symbolbild: KI-generiert

Berlin, Sommer 2026: Der neue Intendant der Berliner Volksbühne, Matthias Lilienthal, will sein Haus offen gegen die AfD und gegen die – wie er sagt – „Springerpresse“ in Stellung bringen. Das erklärte er Medienberichten zufolge in Interviews mit der Wochenzeitung der Freitag und dem Fachmagazin Die deutsche Bühne. Finanziert wird das Theater fast vollständig aus dem Haushalt der hoch verschuldeten Hauptstadt.

„Ganz klare Anti-AfD-Haltung“

Wörtlich soll Lilienthal gesagt haben:

Wir haben eine ganz klare Anti-AfD-Haltung und die werden wir auch zeigen.

Mit „großem Verwundern“ nehme er zur Kenntnis, dass die AfD laut Umfragen auch in Berlin stark sei. Gegenüber dem Fachmagazin kündigte er den Berichten zufolge an, mit einem internationalen Künstler-Line-up ein Programm „als Widerstand gegen die AfD und die Springerpresse“ aufzubauen.

Ein staatlich alimentiertes Haus, das offen Parteipolitik betreibt – für viele Steuerzahler dürfte das schwer verdaulich sein. Denn die Volksbühne erhält allein in diesem Jahr mehr als 25 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt. Bezahlt wird das von allen Berlinern, unabhängig davon, welches Kreuz sie im Wahllokal machen.

Der Pool, der zum Politikum wurde

Vorausgegangen war ein Eklat um das sogenannte „Volksbad“: ein temporäres Schwimmbecken vor dem Theater, 25 Meter lang, gut 1,30 Meter tief. Nach Medienberichten kostete das Projekt rund 300.000 Euro – etwa 90.000 Euro für das Becken selbst, rund 210.000 Euro für Personal, Planung und Sicherheit.

Für einen Nachmittag sollte das Becken exklusiv einem Verein der Schwarzen Community vorbehalten sein. Nach heftiger öffentlicher Kritik und – so die Darstellung des Theaters – Drohungen wurde die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen abgesagt. Mitarbeiter hängten daraufhin ein Banner mit der Aufschrift „Fickt Euch“ aus. Lilienthal nannte diese Reaktion Berichten zufolge „super“ und bezeichnete die geplante Zugangsbeschränkung als „soziale Aktion“.

Vorwurf gegen die CDU – und Klage über die eigene Stadt

Bemerkenswert ist ein weiterer Vorwurf: Teile der CDU hätten mit ihrer Kritik an der Veranstaltung gegen das Berliner Antidiskriminierungsgesetz verstoßen, so der Intendant sinngemäß. Kritiker halten dem entgegen, dass öffentliche Kritik an einer steuerfinanzierten Aktion zum Kern demokratischer Debatte gehört.

Gleichzeitig beklagte Lilienthal den Zustand der Hauptstadt: U-Bahn-Fahrten dauerten ewig, in der Notaufnahme warte man acht Stunden, die Infrastruktur sei „runtergerockt“ in einer „schlecht gemanagten Stadt“. Eine Diagnose, der viele Berliner zustimmen dürften – nur zieht der Intendant daraus offenbar nicht den Schluss, dass 300.000 Euro für ein Planschbecken anderswo besser aufgehoben wären.

Wenn Kultur zur Kampagne wird

Aus Sicht unserer Redaktion liegt hier der eigentliche Skandal: Ein Theater, das sich selbst als politischer Akteur definiert, verliert genau jene Unabhängigkeit, die öffentliche Förderung überhaupt rechtfertigt. Kunst darf provozieren, streiten, verstören – aber muss sie sich zur Wahlkampfhilfe machen?

Wer in einer Stadt mit maroden Kliniken, überlasteten Schulen und ächzendem Nahverkehr Millionen in Haltungsprogramme steckt, sollte sich über schwindendes Vertrauen der Bürger nicht wundern. Am Ende zahlt die Rechnung immer derselbe: der Steuerzahler.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechtsberatung dar.

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