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Kettner Edelmetalle
13.07.2026
21:59 Uhr

Zwölf Euro für eine Schachtel: Wie der Staat Raucher zur Melkkuh der Nation macht

Es gibt in Deutschland eine bemerkenswerte Konstante: Wann immer der Staat Geld braucht, findet sich ein moralisch aufgeladenes Argument, das die nächste Steuererhöhung als reine Wohltat verkauft. Diesmal ist der Raucher an der Reihe. Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), hat sich mit bemerkenswerter Begeisterung für eine deutlich höhere Tabaksteuer ausgesprochen. Der Preis sei, so ließ er verlauten, einer der wirksamsten Hebel, um Jugendliche vom Rauchen abzuhalten und Raucher zum Ausstieg zu bewegen.

Von acht auf zwölf Euro – der stille Griff in die Tasche

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Kostet eine Schachtel Zigaretten heute noch rund acht Euro, so soll sie bis zum Jahr 2030 auf knapp zwölf Euro klettern. Schrittweise, versteht sich, damit niemand allzu laut aufschreit. 2027 sollen es 9,10 Euro sein, ein Jahr später 9,91 Euro, dann 10,81 Euro, und schließlich 11,78 Euro im Jahr 2030. Der reine Steueranteil würde sich dabei von etwa vier auf 6,19 Euro erhöhen. Selbst der Feinschnitt, mit dem sich der sparsame Raucher bisher noch behelfen konnte, bleibt nicht verschont.

Und weil die ursprünglich geplanten Erhöhungen offenbar noch nicht dreist genug waren, haben die Regierungsfraktionen kurzerhand nachgelegt. Man wolle, so hieß es aus Regierungskreisen, den Aspekt des Gesundheitsschutzes noch einmal stärken. Eine wunderbar wohlklingende Formulierung für das, was sie in Wahrheit ist: eine weitere Runde am Steuerkarussell.

Der moralische Deckmantel

Streeck argumentiert mit einem "klaren ordnungspolitischen Prinzip". Es sei falsch, so seine Worte, Gewinne zu privatisieren und die gesundheitlichen Folgekosten der Allgemeinheit aufzubürden.

"Es ist falsch, Gewinne zu privatisieren und die gesundheitlichen Folgekosten der Allgemeinheit zu überlassen."

Ein hübscher Satz. Nur vergisst der Herr Drogenbeauftragte dabei geflissentlich, dass genau jener Raucher, den er hier als Kostenverursacher brandmarkt, dem Fiskus jedes Jahr Milliarden in die Kassen spült. Tabak verursache, so rechnet Streeck vor, rund 30 Milliarden Euro direkte Kosten im Gesundheitswesen und weitere 67 Milliarden Euro volkswirtschaftlichen Schaden. Ein fester Teil der Mehreinnahmen, so seine Forderung, müsse deshalb in Prävention, Entwöhnung, Kontrollen und Behandlung fließen.

Klingt vernünftig? Nur kennt jeder, der die deutsche Haushaltspolitik über die Jahre beobachtet hat, das Ende dieses Liedes. Zweckgebundene Steuern haben in Berlin die Halbwertszeit einer Eintagsfliege. Am Ende versickern die Milliarden im großen Fass des Bundeshaushalts, das durch das 500-Milliarden-Sondervermögen und die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität ohnehin niemals voll wird.

Wer schützt den Bürger vor seinen Beschützern?

Man muss weiß Gott kein Freund des Rauchens sein, um die Systematik dahinter zu durchschauen. Immer dann, wenn der Staat die Hand aufhält, wird das Wort "Gesundheitsschutz" wie eine Monstranz vor sich hergetragen. Der mündige Bürger, der eigenverantwortlich über seinen Konsum entscheidet, wird zum bevormundeten Schützling degradiert, dem man aus lauter Fürsorge das Geld aus der Tasche zieht. Es ist stets dieselbe Geschichte: erst die Moral, dann die Kasse.

Besonders bitter ist dabei, dass eine solche Steuer vor allem die Bezieher kleinerer Einkommen trifft. Der wohlhabende Bürger zuckt bei zwölf Euro nicht mit der Wimper. Der Arbeiter, der Rentner, der Alleinerziehende hingegen spürt jeden Cent. So funktioniert Umverteilung von unten nach oben, verpackt in das Geschenkpapier der guten Absicht.

Wenn Papiergeld schwindet, bleibt der Sachwert

Am Ende offenbart diese Debatte ein grundlegendes Problem: Der Wert des Geldes, das der Bürger mühsam erwirtschaftet, schmilzt kontinuierlich dahin – sei es durch Inflation, sei es durch immer neue Steuern und Abgaben. Wer sein Vermögen dem Zugriff des Staates und der schleichenden Geldentwertung entziehen möchte, tut gut daran, über echte Werte nachzudenken. Physisches Gold und Silber kennen keine Tabaksteuer, keinen moralischen Zeigefinger und keine Regierungsfraktion, die den Wert im Handstreich nach oben oder unten korrigiert. Als bewährte Beimischung eines gesund gestreuten Vermögens dienen Edelmetalle seit Jahrhunderten als verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und dient ausschließlich zu Informationszwecken. Er stellt weder eine Steuer- noch eine Rechtsberatung dar. Wir übernehmen keine Anlageberatung. Jeder Leser ist gehalten, sich eigenständig zu informieren und für seine finanziellen Entscheidungen selbst Verantwortung zu tragen. Für steuerliche und rechtliche Fragen konsultieren Sie bitte einen entsprechend qualifizierten Fachberater.

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