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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
22:57 Uhr

Zuckerberg vor Gericht: Der Tech-Milliardär und die Frage nach der digitalen Kindersucht

Zuckerberg vor Gericht: Der Tech-Milliardär und die Frage nach der digitalen Kindersucht

Es ist ein Schauspiel, das man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Der mächtigste Social-Media-Mogul der Welt sitzt in einem Gerichtssaal in Los Angeles und erklärt der staunenden Öffentlichkeit, sein Konzern trage keinerlei Verantwortung dafür, dass Kinder und Jugendliche an seinen Plattformen regelrecht kleben bleiben. Mark Zuckerberg, der Mann, dessen Imperium Milliarden Menschen täglich in den Bann zieht, verteidigt Meta in einem Prozess, der weitreichende Konsequenzen für die gesamte Tech-Branche haben könnte.

Eine 20-Jährige gegen den Goliath aus dem Silicon Valley

Die Klägerin, die aus Schutzgründen nur unter den Initialen KGM bekannt ist, war gerade einmal ein Kind, als sie begann, Plattformen wie Instagram und YouTube zu nutzen. Heute, mit 20 Jahren, macht sie diese Dienste für ihre Depressionen und Angstzustände verantwortlich. Ihr Vorwurf wiegt schwer: Die Unternehmen hätten ihre Produkte absichtlich so gestaltet, dass Nutzer süchtig danach werden. Das endlose Scrollen, die algorithmisch kuratierte Flut an Inhalten, der permanente Dopamin-Kick durch Likes und Kommentare – all das sei kein Zufall, sondern kalkuliertes Design.

Zuckerberg räumte immerhin ein, dass auf Diensten wie Instagram auch Nutzer unter 13 Jahren zugreifen, obwohl dies gegen die eigenen Nutzungsbedingungen verstoße. Man entferne solche Accounts, wenn sie auffallen würden, so der Meta-Chef. Wenn sie auffallen. Eine bemerkenswert passive Formulierung für einen Konzern, der über die ausgefeiltesten Algorithmen der Welt verfügt und jeden Klick seiner Nutzer bis ins kleinste Detail analysieren kann.

Die Verteidigungsstrategie: Schuld sind die anderen

Metas Anwälte fahren eine Strategie, die man als zynisch bezeichnen könnte. Die psychischen Probleme der Klägerin gingen auf Misshandlungen und instabile familiäre Verhältnisse zurück, argumentieren sie. Das Beweismaterial werde zeigen, dass die junge Frau schon lange vor ihrer Nutzung sozialer Medien vor „erheblichen und schwierigen Herausforderungen" gestanden habe. Man verweist zudem auf Schutzmaßnahmen wie spezielle Teenager-Accounts und Aufsichtsfunktionen für Eltern.

Auch YouTube, das ebenfalls verklagt wird, weist jede Verantwortung von sich. Ein Anwalt der Google-Tochter behauptete allen Ernstes, YouTube sei gar kein soziales Medium, sondern eher ein Streaming-Dienst wie Disney+ oder Netflix. Die Klägerin habe die Plattform zwischen 2020 und 2024 im Schnitt lediglich 29 Minuten täglich genutzt – von exzessivem Konsum könne also keine Rede sein. Eine kreative Argumentation, die allerdings die Frage aufwirft, warum YouTube dann überhaupt Kommentarfunktionen, Abonnements und Community-Features anbietet.

Snapchat und TikTok kauften sich frei

Bezeichnend ist, dass die Unternehmen hinter Snapchat und TikTok sich bereits durch einen Vergleich aus dem Verfahren herausgekauft haben. Wer zahlt, ohne zu kämpfen, hat offenbar wenig Vertrauen in die eigene Unschuld. Meta und Google hingegen stellen sich dem Prozess – wohl wissend, dass der Ausgang wegweisende Wirkung für hunderte weitere Klagen ähnlicher Art haben dürfte.

Ein gesellschaftliches Problem, das die Politik verschläft

Dieser Prozess wirft ein grelles Schlaglicht auf ein Problem, das auch in Deutschland längst epidemische Ausmaße angenommen hat. Während in den USA zumindest die Justiz aktiv wird, diskutiert man hierzulande noch immer zaghaft über mögliche Social-Media-Verbote für Minderjährige. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich zwar offen für Klarnamen im Internet und ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder gezeigt, doch von konkreten Maßnahmen ist man weit entfernt.

Die Wahrheit ist unbequem: Eine ganze Generation wächst mit Smartphones in der Hand auf, verbringt Stunden um Stunden in digitalen Parallelwelten, während die reale Welt – Familie, Freundschaften, Natur, Bildung – zunehmend in den Hintergrund rückt. Die Zahlen psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen steigen seit Jahren dramatisch an. Und die Tech-Konzerne? Sie verdienen Milliarden an der Aufmerksamkeit unserer Kinder und waschen ihre Hände in Unschuld.

Es wäre an der Zeit, dass auch in Deutschland nicht nur geredet, sondern gehandelt wird. Traditionelle Werte wie familiärer Zusammenhalt, echte zwischenmenschliche Beziehungen und eine Kindheit ohne permanente digitale Berieselung – all das scheint in einer Gesellschaft, die sich lieber mit Gendersternchen und Identitätspolitik beschäftigt, zunehmend in Vergessenheit zu geraten. Der Prozess in Los Angeles sollte ein Weckruf sein. Nicht nur für Amerika, sondern auch für uns.

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