
Zollhammer aus Washington: Trumps 15-Prozent-Keule trifft die Weltwirtschaft

Was zunächst wie ein Sieg der Gewaltenteilung aussah, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als diplomatisches Schachspiel mit verheerenden Konsequenzen für die europäische Exportwirtschaft. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hatte am vergangenen Freitag den Großteil der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unrechtmäßig erklärt – ein Urteil, das in Brüssel und Berlin zunächst für kollektives Aufatmen sorgte. Doch die Erleichterung währte nicht einmal ein Wochenende.
Vom Jubel zur Ernüchterung in 48 Stunden
Die erste Reaktion in Europa und in den Reihen der US-Opposition war vorhersehbar euphorisch: Seht her, selbst der von Trump mit konservativen Richtern besetzte Supreme Court winke nicht alles durch, was aus dem Weißen Haus komme. Die Gewaltenteilung funktioniere noch. Man klopfte sich gegenseitig auf die Schultern, als hätte man gerade einen historischen Sieg errungen.
Doch Donald Trump wäre nicht Donald Trump, wenn er nicht bereits einen Plan B in der Schublade gehabt hätte. Auf Basis einer vom Urteil nicht betroffenen Rechtsgrundlage kündigte der Präsident noch am Wochenende an, einen pauschalen Zollsatz von 15 Prozent auf nahezu sämtliche Importe in die USA zu erheben. Das Pikante daran: Dieser neue Zoll soll bereits ab dem heutigen Dienstag gelten. Keine Übergangsfristen, keine Verhandlungen, keine Rücksicht auf bestehende Handelsabkommen.
Deutschland im Fadenkreuz der Handelspolitik
Für die ohnehin angeschlagene deutsche Exportwirtschaft kommt dieser Schlag zur denkbar ungünstigsten Zeit. Während die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz noch damit beschäftigt ist, ihr 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen zu orchestrieren und die Bürger mit immer neuen Schuldenversprechen zu beglücken, droht von jenseits des Atlantiks ein Sturm, der die industrielle Basis des Landes in ihren Grundfesten erschüttern könnte.
Für Exporte in die USA, die bisher niedrigeren Zollsätzen unterlagen, wird es durch den pauschalen 15-Prozent-Satz erheblich teurer. Die deutsche Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Chemiebranche – sie alle stehen vor der Frage, wie sie diese zusätzlichen Kosten auffangen sollen. An die Kunden weitergeben? Die Margen kürzen? Oder gleich die Produktion in die USA verlagern, wie es Trump offenkundig bezweckt?
Die EU zwischen Trotz und Ohnmacht
Die Europäische Union pocht derweil auf die Einhaltung des bisherigen Handelsabkommens mit den USA. „Ein Deal ist ein Deal", heißt es aus Brüssel – ein Satz, der in seiner naiven Entschlossenheit fast rührend wirkt. Als ob sich Donald Trump jemals von völkerrechtlichen Vereinbarungen hätte beeindrucken lassen. Auch China fordert die Aufhebung aller unilateralen Zölle, doch Peking dürfte wissen, dass solche Forderungen in Washington bestenfalls ein müdes Lächeln hervorrufen.
Der renommierte Ökonom Clemens Fuest bringt es auf den Punkt: Die Unsicherheit für den internationalen Handel erhöhe sich durch diese Entwicklung erneut dramatisch. Und Unsicherheit ist bekanntlich das Gift, das Investitionen lähmt und Wachstum erstickt.
Warum physische Werte jetzt wichtiger denn je sind
In Zeiten, in denen Handelsströme über Nacht umgelenkt werden, Zollmauern wie Pilze aus dem Boden schießen und politische Entscheidungen ganze Wirtschaftszweige in die Knie zwingen können, zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienkurse bei jeder neuen Zollankündigung in den Keller rauschen und Währungen unter dem Druck geopolitischer Verwerfungen schwanken, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Anker der Stabilität in stürmischen Zeiten. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend unberechenbaren Weltpolitik absichern möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung im Portfolio kaum vorbei.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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