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Kettner Edelmetalle
25.06.2026
05:59 Uhr

Zehn Millionen Euro im Wind verbrannt: Sachsens Vorzeige-Windrad wird nach 30 Monaten geschreddert

Zehn Millionen Euro im Wind verbrannt: Sachsens Vorzeige-Windrad wird nach 30 Monaten geschreddert

Es klingt wie ein schlechter Witz aus dem Tollhaus der deutschen Energiepolitik – ist aber bittere Realität: In Oberwiera im sächsischen Landkreis Zwickau soll ab Juli 2026 ein nahezu fabrikneues Windrad wieder abgebaut werden. Kostenpunkt der gigantischen Fehlinvestition: rund zehn Millionen Euro. Gerade einmal zweieinhalb Jahre durfte der Koloss seine Rotoren drehen, bevor das Aus besiegelt wurde. Am 16. Juni 2026 zeigte der Betreiber den Rückbau beim Umweltamt an. Selbst ein kostspieliger Getriebewechsel hatte zuvor keine Besserung gebracht.

Vom gefeierten Technikriesen zum teuren Schrotthaufen

Die Anlage war kein gewöhnliches Windrad, sondern ein Monument grüner Ingenieurskunst – zumindest auf dem Papier. Mit rund 250 Metern Gesamthöhe, einer Nabenhöhe von 169 Metern und einem Rotordurchmesser von sage und schreibe 162 Metern thronte sie als größtes Windrad Sachsens über der Landschaft. Im Dezember 2023 ging der Stahlgigant ans Netz und wurde als Vorzeigeobjekt der Energiewende gefeiert.

Der dänische Hersteller Vestas pries seine V162-Plattform als technische Meisterleistung für Standorte mit schwachem bis mittlerem Wind an. Sechs Megawatt Leistung, rechnerisch genug Strom für bis zu 5000 Haushalte – so lautete das Versprechen. Doch wie so oft, wenn ideologische Wunschvorstellungen auf die harte Wirklichkeit treffen, blieb von den vollmundigen Ankündigungen wenig übrig.

Wenn der Lärm das grüne Wunschdenken übertönt

Die bittere Pointe der Geschichte: Zwar besaß die Anlage eine ordnungsgemäße Betriebserlaubnis, doch laut Berichten der Deutschen Presse-Agentur lief sie von Anfang an nur im gedrosselten Modus. Der Grund? Anwohner litten unter dem anhaltenden Lärm des Technikungetüms. Im vergangenen Jahr tauschte der Hersteller das Getriebe aus – ein Eingriff, der lediglich Linderung, aber keine Lösung brachte. Am Ende blieb Betreiber und Hersteller nur die Kapitulation: Abriss.

Ein zehn Millionen Euro teures Windrad, das nie richtig laufen durfte und nun nach 30 Monaten verschrottet wird – das ist die teure Bilanz einer Politik, die Ideologie über Vernunft stellt.

Politische Ausbauziele auf Kosten der BĂĽrger

Während die sächsische Landespolitik seit Jahren mit ideologischem Eifer auf immer mehr Windkraftflächen drängt, offenbart der Fall Oberwiera die ganze Naivität dieser Planungswut. Bis 2027 muss Sachsen Flächen für 1,3 Prozent seiner Landesfläche ausweisen, bis 2032 sollen es gar 2,0 Prozent sein. Doch was nützen ehrgeizige Prozentzahlen, wenn die Technik schlichtweg nicht funktioniert? Politische Zielvorgaben mögen sich gut in Sonntagsreden machen – eine störungsfreie Stromversorgung garantieren sie ganz offensichtlich nicht.

Förderdschungel und Subventionsfragen im Dunkeln

Besonders pikant: Wie viel an direkten Subventionen in dieses gescheiterte Projekt geflossen ist, lässt sich aus den öffentlichen Unterlagen nicht zweifelsfrei beziffern. Grundsätzlich hätte die Anlage über das EEG-System abgesicherte Erlöse erzielen können – vorausgesetzt, sie hätte tatsächlich Strom eingespeist. Doch ein gedrosselter Betrieb bedeutet eben auch gedrosselte Einnahmen. Für Windenergie an Land lagen die Höchstwerte in den Ausschreibungen 2023 bei bis zu 7,35 Cent je Kilowattstunde. Der Steuerzahler darf sich derweil fragen, wer am Ende für dieses Millionengrab tatsächlich aufkommt.

Der RĂĽckbau wird zur logistischen Mammutaufgabe

Immerhin: Eine Sicherheitsleistung von 250.000 Euro musste der Betreiber zugunsten des Landkreises Zwickau hinterlegen. Doch diese Summe dürfte angesichts der wahren Kosten kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Entfernt werden müssen Turm, Gondel, Rotor, Fundamente, Leitungen, Kranflächen und Zuwegungen. Die rund 81 Meter langen Rotorblätter erfordern erneut Sonderfahrzeuge, Straßensperrungen und akribische Routenplanung. Die Region, die schon beim Aufbau die Belastungen ertragen musste, wird nun ein zweites Mal zur Kasse gebeten – diesmal beim Rückbau.

Ein LehrstĂĽck ĂĽber planwirtschaftliche Energiepolitik

Der Fall Oberwiera ist kein Einzelfall, sondern Symptom einer Energiepolitik, die mit der Brechstange umgesetzt wird, ohne die Folgen für Mensch und Landschaft ausreichend zu bedenken. Während Anwohner unter Lärm leiden und Millionen verbrannt werden, hält die Politik unbeirrt an ihren Ausbauzielen fest. Es ist ein Trauerspiel, das sich quer durch die Republik wiederholt – von Jüchen über Königseiche bis Herrscheid. Wer für teures Geld Technikriesen in die Landschaft stellt, die nach kaum zweieinhalb Jahren wieder verschwinden müssen, sollte sich nicht über das schwindende Vertrauen der Bürger in die Energiewende wundern.

In Zeiten solch fragwürdiger Investitionsruinen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig wertstabile und krisensichere Sachwerte sind. Während Windräder im Wortsinn verbrannt werden, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte ihren Wert. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen verlässlichen Schutz vor den Verwerfungen einer von Ideologie getriebenen Politik.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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