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Kettner Edelmetalle
25.09.2026
12:14 Uhr
KI-generiert

Xis Atom-Baustellen: Satelliten enthüllen Chinas stille Aufrüstung

Xis Atom-Baustellen: Satelliten enthüllen Chinas stille Aufrüstung
Symbolbild: KI-generiert

China baut die Infrastruktur seines Atomwaffenprogramms offenbar in hohem Tempo aus. Eine britische Recherche, die am Mittwoch erschienen ist, wertet Satellitenbilder aus und zeigt große Bauarbeiten an sieben Standorten. Sie kommt einen Tag, bevor Donald Trump Chinas Staatschef Xi Jinping im Weißen Haus empfängt.

Sieben Orte, ein Muster

Es geht um diese Standorte: Pingtong, Zitong, Lop Nur, Jiuquan, Mianyang, Jinta und Guangyuan. Die Aufnahmen zeigen viel Bautätigkeit. Was genau in den Hallen und Tunneln passiert, lässt sich aus dem All allerdings nicht sicher sagen. Die Bilder sind Indizien und kein Beweis.

Trotzdem ergeben sie ein klares Bild. In Pingtong werden nach Einschätzung von Fachleuten die Plutoniumkerne für Sprengköpfe hergestellt, die sogenannten „Pits“. Dort ist laut dem Bericht eine ganze Siedlung für die Belegschaft entstanden, mit Wohnblöcken, Sportplatz und Busdepot. In Zitong steht demnach ein neues, 600 Meter langes Rohr. Fachleute gehen davon aus, dass dort getestet wird, ob Sprengköpfe feindlichen Druckwellen standhalten.

Dörfer mussten weichen

Am deutlichsten ist es in Mianyang. Laut der Recherche wurden dort kleine Dörfer und Felder eingeebnet, um Platz für ein Fusionsforschungszentrum zu schaffen. Mit starken Lasern sollen Forscher dort untersuchen, wie sich Materialien unter den extremen Bedingungen einer Atomexplosion verhalten. Die Anlagen in Jinta und Guangyuan wurden Berichten zufolge ausgebaut, um abgebrannte Brennelemente wiederaufzubereiten und radioaktiven Abfall zu lagern.

Streit um den geheimen Test

Besonders umstritten ist Lop Nur, das alte Testgelände in der Wüste im Westen Chinas. US-Vertreter werfen Peking vor, dort 2020 heimlich einen Atomtest durchgeführt und das vertuscht zu haben. China bestreitet das. Die verfügbaren seismischen Daten haben bisher nicht eindeutig gezeigt, dass es eine nukleare Explosion gab.

Thomas DiNanno, im US-Außenministerium als Staatssekretär für Rüstungskontrolle zuständig, wirft China vor, Methoden zu nutzen, mit denen sich Atomtests schwerer entdecken lassen. Peking verweist auf seine Zusage, Atomwaffen nie als Erster einzusetzen, und nennt seine Nuklearpolitik rein defensiv.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache

Wie defensiv ist ein Arsenal, das sich in wenigen Jahren mehr als verdoppelt? Nach Schätzungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI hatte China im Januar etwa 620 Atomsprengköpfe. US-Prognosen erwarten bis 2035 rund 1.500. Schon 2020 hat China Frankreich überholt und ist seitdem die drittgrößte Atommacht der Welt.

Gespräche über eine Abrüstung zu dritt mit Washington und Moskau lehnt Peking ab. Die Begründung: Das eigene Arsenal sei viel kleiner als das der beiden anderen. Kritiker halten das für eine bequeme Ausrede. China rüstet ungebremst auf und beruft sich gleichzeitig darauf, dass es noch nicht so weit ist wie die anderen.

Das Ende der alten Ordnung

Das Thema ist auch deshalb so heikel, weil der New-START-Vertrag im Februar ausgelaufen ist. Damit gibt es kein Abkommen mehr, das die Arsenale der USA und Russlands begrenzt. Washington argumentiert, dass eine Rüstungskontrolle nur zwischen zwei Mächten nicht mehr passt, wenn eine dritte massiv aufrüstet. Trump hatte im vergangenen Oktober mit Verweis auf Testprogramme anderer Länder selbst neue US-Atomtests angekündigt.

Beim Treffen am Donnerstag dürfte neben den Atomwaffen auch künstliche Intelligenz und ihr militärischer Einsatz auf der Tagesordnung stehen. Was dabei herauskommt, ist offen.

Und Europa?

Europa sitzt bei diesen Gesprächen nicht mit am Tisch. Es verlässt sich weiter auf den nuklearen Schutz anderer Staaten, obwohl sich die Machtverhältnisse gerade grundlegend verschieben. In Zeiten wie diesen legen viele Sparer einen Teil ihres Vermögens in physischem Gold und Silber an. Diese Metalle sind unabhängig von Zentralbanken und politischen Versprechen. Sie ersetzen keine Sicherheitspolitik, können aber als Ergänzung in einem breit gestreuten Vermögen sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung, Wertpapiere, Edelmetalle oder andere Anlageprodukte zu kaufen oder zu verkaufen. Jeder Anleger sollte sich selbst gründlich informieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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