
Worldcoin explodiert um 40 Prozent: OpenAI plant offenbar biometrische Social-Media-Plattform

Die Kryptowährung Worldcoin hat am Mittwoch einen spektakulären Kurssprung von 40 Prozent hingelegt. Der Auslöser? Berichte über ein ambitioniertes Projekt des KI-Giganten OpenAI, das die sozialen Medien revolutionieren soll – mit einer Plattform, die ausschließlich echten Menschen vorbehalten sein wird.
Eine Plattform nur für Menschen – klingt das nicht paradox?
Laut einem Bericht von Forbes arbeitet OpenAI an einer Social-Media-Plattform, die sich durch einen radikalen Ansatz von der Konkurrenz abheben soll: „Proof of Personhood" – der Nachweis, dass man tatsächlich ein Mensch ist. Ein kleines Team von etwa zehn Mitarbeitern soll seit Anfang 2025 an diesem Projekt arbeiten, das offenbar als direkter Konkurrent zu Elon Musks X positioniert werden soll.
Die Ironie dabei ist kaum zu übersehen: Ausgerechnet das Unternehmen, das mit ChatGPT die Welt der künstlichen Intelligenz auf den Kopf gestellt hat, will nun einen Raum schaffen, der frei von Bots und KI-generierten Inhalten sein soll. Sam Altman, CEO von OpenAI und Mitgründer des Worldcoin-Projekts, hatte bereits im September die aktuelle Social-Media-Landschaft als „fake" bezeichnet – angesichts der Flut von Bot-Aktivitäten und automatisierten Kommentaren.
Der World Orb: Biometrische Überwachung als Eintrittskarte?
Besonders brisant sind die Spekulationen über die Verifizierungsmethoden. Quellen zufolge könnte der Nachweis der Menschlichkeit über Apples Face ID oder den berüchtigten World Orb erfolgen – jenen Augenscanner, der bereits Teil des Worldcoin-Ökosystems ist. Das Gerät scannt Gesicht und Iris einer Person, um deren Einzigartigkeit zu bestätigen.
Kritiker warnen seit langem vor den Implikationen für die persönliche Datensicherheit. Die Vorstellung, dass man seine biometrischen Daten preisgeben muss, um an einer sozialen Plattform teilnehmen zu können, dürfte bei vielen Menschen erhebliche Bedenken auslösen. Doch in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen menschlicher und künstlicher Kommunikation zunehmend verschwimmen, scheint dieser Preis für manche akzeptabel.
Kursexplosion mit Nachgeschmack
Der Worldcoin-Token (WLD) schoss nach Bekanntwerden der Berichte auf 0,63 US-Dollar – ein Plus von 40 Prozent. Allerdings währte die Euphorie nicht lange: Der Kurs fiel rasch wieder auf 0,54 US-Dollar zurück. Betrachtet man die längerfristige Entwicklung, zeigt sich ein ernüchterndes Bild: WLD hat in den vergangenen zwölf Monaten fast 70 Prozent seines Wertes eingebüßt.
Ob und wie die geplante Plattform mit OpenAIs Produktpalette oder dem WLD-Token verknüpft werden könnte, bleibt vorerst unklar. Gerüchten zufolge soll ChatGPT integriert werden, um Nutzern bei der Erstellung von Inhalten wie Videos oder Fotos zu helfen.
Ein kritischer Blick auf die Entwicklung
Die Frage, die sich aufdrängt: Wollen wir wirklich in einer Welt leben, in der wir unsere intimsten biometrischen Daten preisgeben müssen, nur um online kommunizieren zu können? Die zunehmende Digitalisierung und der damit einhergehende Kontrollverlust über persönliche Daten sollten jeden nachdenklich stimmen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind hochspekulative Anlageinstrumente mit erheblichem Verlustrisiko. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlage eigene Recherchen durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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