
Witkoff in Moskau: Trumps Sondergesandter versucht erneut, Russland zu erpressen
Der US-Sondergesandte Steven Witkoff ist erneut in Moskau gelandet - bereits zum fünften Mal in diesem Jahr. Was als diplomatische Mission verkauft wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als weitere Episode im amerikanischen Erpressungstheater. Während Trump mit Zöllen und Sanktionen droht, scheint sein Gesandter die Rolle des "guten Polizisten" zu spielen - ein durchschaubares Manöver, das Russland längst durchschaut hat.
Die Drohkulisse steht bereits
Trump hatte angekündigt, am 9. August Sanktionen gegen Russland zu verhängen, sollte bis dahin keine Einigung im Ukraine-Konflikt erzielt werden. Als ob das nicht genug wäre, legte er nach: 100-prozentige Importzölle auf russische Waren und die seiner Handelspartner sollten folgen. Die Frist? Zunächst 50 Tage, dann plötzlich nur noch 10. Diese willkürlichen Ultimaten zeigen die Verzweiflung Washingtons, das merkt, wie seine globale Hegemonie bröckelt.
Besonders pikant: Trump räumte selbst ein, dass Russland "einen guten Job" beim Umgang mit Sanktionen mache. Ein unfreiwilliges Eingeständnis der eigenen Ohnmacht? Die westlichen Sanktionen haben Russland nicht in die Knie gezwungen - im Gegenteil. Das Land hat neue Handelspartner gefunden und alternative Zahlungssysteme etabliert, die den Dollar umgehen.
Witkoffs Mission: Zwischen Diplomatie und Drohgebärden
Am Flughafen Wnukowo wurde Witkoff vom russischen Sonderbeauftragten Kirill Dmitrijew empfangen. Es ist bereits sein zweiter Besuch innerhalb weniger Monate - im April war er gleich zweimal da und traf sich mit Präsident Putin. Doch was hat sich seitdem geändert? Nichts. Die amerikanischen Forderungen bleiben dieselben: Russland solle kapitulieren und sich den westlichen Bedingungen unterwerfen.
"Dies ist Bidens Krieg, nicht mein Krieg", behauptete Trump kürzlich vor Reportern.
Eine bemerkenswerte Aussage, die zeigt, wie sehr die amerikanische Politik in sich gespalten ist. Trump versucht sich von der desaströsen Ukraine-Politik seines Vorgängers zu distanzieren, während er gleichzeitig denselben aggressiven Kurs fortsetzt.
Die neue Weltordnung nimmt Gestalt an
Während Amerika mit leeren Drohungen um sich wirft, schmiedet Russland neue Allianzen. Bloomberg musste kürzlich eingestehen, dass Russland das "Rennen um globalen Einfluss" gewinne. Die Beziehungen zu China, Nordkorea und dem Iran wurden vertieft, der amerikanische Einfluss in Afrika und dem Nahen Osten untergraben. Alternative Zahlungssysteme umgehen erfolgreich den Dollar.
Besonders brisant: Indien und Brasilien weigern sich trotz massiven amerikanischen Drucks, den Kauf russischen Öls einzustellen. Indiens Regierung kündigte an, "entschieden gegen die USA vorzugehen" und alles abzulehnen, was gegen die nationalen Interessen verstoße. Brasiliens Präsident Lula da Silva erklärte selbstbewusst, sein Land sei nicht mehr von den USA abhängig.
Europa als williger Vasall
Während souveräne Staaten wie Indien und Brasilien ihre Unabhängigkeit verteidigen, zeigt sich Europa einmal mehr als treuer Vasall Washingtons. Dänemark kündigte an, sage und schreibe 89,65 Milliarden Dollar für amerikanische Waffen auszugeben - natürlich für die Ukraine. Die EU hat laut Putin "jegliche politische Souveränität verloren" und sei vom wirtschaftlichen Riesen zum politischen Zwerg verkommen.
Diese Unterwürfigkeit wird Europa teuer zu stehen kommen. Die Finanzierung amerikanischer Waffenlieferungen an die Ukraine wird zur schweren Bürde für europäische Steuerzahler. Gleichzeitig leiden europäische Wirtschaften unter den Sanktionen gegen Russland mehr als Russland selbst.
Trumps Dilemma: Gesichtsverlust oder Eskalation?
Experten sehen Trump in einer selbst gestellten Falle. Der ungarische Geopolitik-Analyst Gabor Stier merkte an, Trump stehe unter enormem Druck seines engsten Kreises und des Kongresses. Er müsse zeigen, dass er die Ukraine nicht "im Stich lässt", während er gleichzeitig einen Konflikt mit Russland vermeiden wolle.
Die französische Diplomatin Sylvie Bermann brachte es auf den Punkt: Trump habe sich selbst in die Falle manövriert, indem er die Frist für eine Ukraine-Lösung verkürzte. Nun müsse er eine Lösung finden, die es ihm erlaube, "das Gesicht zu wahren".
Die Realität sieht anders aus
Während Washington mit Drohungen jongliert, schafft Russland Fakten. Die militärische Sonderoperation läuft weiter, ukrainische Truppen ziehen sich an mehreren Fronten zurück. Allein in der Region Lugansk verlor Kiew im Juli fast 20.000 Soldaten. Russische Truppen haben Brückenköpfe für eine Pufferzone zwischen der Donezk-Volksrepublik und der Region Dnepropetrowsk geschaffen.
Der weißrussische Präsident Lukaschenko riet der Ukraine, schnell einen Deal mit Putin zu machen - andernfalls würden in vier bis sechs Wochen nicht einmal mehr Verteidigungsstrukturen übrig bleiben. Eine düstere, aber realistische Einschätzung der Lage.
Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
Die geopolitischen Verwerfungen und die zunehmende Entdollarisierung unterstreichen einmal mehr die Bedeutung physischer Edelmetalle als Vermögensschutz. Während Fiat-Währungen durch politische Willkür und endlose Gelddruckerei entwertet werden, behält Gold seinen inneren Wert. In Zeiten, in denen selbst der Dollar als Weltreservewährung wackelt, bieten physische Edelmetalle eine bewährte Alternative zur Vermögenssicherung.
Witkoffs Mission in Moskau wird vermutlich genauso erfolglos enden wie seine vorherigen Besuche. Russland hat keinen Grund, sich amerikanischen Ultimaten zu beugen. Die multipolare Weltordnung ist bereits Realität - Washington muss sich nur noch damit abfinden. Für Anleger bedeutet diese neue Weltordnung: Diversifikation ist wichtiger denn je, und physische Edelmetalle sollten in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen.
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